Dienstag, 16. Juli 2019
Navigation öffnen

Infos für Patienten

17. September 2015 „du bist kostbar“

Aufgrund der zunehmend verbesserten Behandlungsmöglichkeiten in den vergangenen Jahren nimmt die Zahl der Menschen mit Krebs, die geheilt werden oder lange mit der Erkrankung leben können, stetig zu. „Dennoch erleben Menschen, die von Krebs betroffen sind, die Krankheit meist als tiefen Eingriff ins Leben. Mit den Ärzten bespricht man die medizinischen Behandlungsschritte, doch die Angst bleibt und es stellen sich häufig viele weitere Fragen. Wir beantworten diese Fragen, bieten Lösungsschritte an und vermitteln weiterführende Adressen. Unser Angebot ist vertraulich und kostenfrei“ – so einer der Grundsätze der Hessischen Krebsgesellschaft (HKG e.V.). „Die Mitarbeiter in den Beratungsstellen sind Ansprechpartner für alle Themen, die Krebspatienten betreffen und belasten. Sie erarbeiten mit ihnen gemeinsam Lösungsstrategien und ermöglichen Entlastung von psychischen und sozialen Problemen“, berichtet Hanna Bohnenkamp, Geschäftsführerin und Leiterin der Psychosozialen Krebsberatungsstellen der HKG e.V. in Frankfurt.

Ziel des bereits 1952 gegründeten gemeinnützigen Vereins ist in erster Linie die Verbesserung der Versorgung von Tumorpatienten in Hessen und ganz allgemein die Bekämpfung von Krebserkrankungen. Mitglieder des Vereins, der sich vor allem aus Spenden und öffentlichen Mitteln finanziert, sind in erster Linie onkologisch tätige Ärztinnen und Ärzte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Förderer aus dem öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Bereich, aber auch Betroffene und allgemein Interessierte. Das Tätigkeitsspektrum des Vereins reicht dabei von Aktionen zur Prävention von Krebs bis hin zur Vernetzung der in der Krebsmedizin tätigen Personen und Institutionen. Dazu gehören alle Organisationen, die Krebskranke und deren Angehörige unterstützen wie Krebsberatungsstellen, Tumorzentren, onkologische Schwerpunkte und Arbeitskreise, Sozialdienste, Selbsthilfegruppen und Rehabilitationssportgruppen.

Die Mitglieder der HKG e.V. setzen sich ferner dafür ein, dass die Erkenntnisse über die Krebskrankheit vertieft werden. Sie klären über Krebskrankheiten auf, über Therapiemöglichkeiten, Nachsorge und Hilfsangebote und fördern die Früherkennung „Im Mittelpunkt stehen die Tumorpatienten und ihre Angehörigen, sie können sich mit ihren Fragen und Belastungen an die Psychosozialen Krebsberatungsstellen wenden und erhalten kurzfristig professionelle Unterstützung“, erläutert Frau Bohnenkamp.

Insgesamt gibt es derzeit sechs Krebsberatungsstellen der Hessischen Krebsgesellschaft, in denen die Betroffenen und Angehörigen wertvolle Tipps zur Krankheitsbewältigung und eine individuelle psychosoziale und psychoonkologische Beratung – bei Bedarf auch mehrfach – erfahren. „Dies geschieht völlig unabhängig von der Industrie und den Behandlern der Patienten“, so Bohnenkamp. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist außerdem das Projekt „du bist kostbar“, berichtet Professor Dr. Christian Jackisch, als Vorsitzender der HKV e.V. Es handelt sich um eine großangelegte Krebspräventionsinitiative, die 2012 gemeinsam mit Partnern (Hessisches Ministerium für Soziales und Integration, Leben mit Krebs e.V., Stiftung der Deutschen Krebshilfe e.V.) ins Leben gerufen wurde. „du bist kostbar“ richtet sich nicht nur an Betroffene, sondern auch an die allgemeine Öffentlichkeit und soll ein Leben ohne Krebs ermöglichen und ein Leben mit Krebs verbessern. Dazu sollen zahlreiche Informationsveranstaltungen motivieren. Aufgeklärt wird dabei über die Chancen der Krebsfrüherkennung sowie die Möglichkeiten, das allgemeine Krebsrisiko zu mindern und die Lebensqualität bei Krebspatienten zu bessern – zum Beispiel durch eine vernünftige Ernährung und regelmäßige sportliche Betätigung.

Zur Sache:
Hessische Krebsgesellschaft e.V., Töngesgasse 39, 60311 Frankfurt am Main,
Tel. 069/21990887, Fax 069/21996633, E-Mail: kontakt@hessische-krebsgesellschaft.de,
www.hessische-krebsgesellschaft.de, www.du-bist-kostbar.de
Spendenkonto: Deutsche Apotheker und Ärztebank eG Kassel
Konto-Nummer: 000 285 4945, Bankleitzahl: 300 606 01
BIC: DAAEDEDDXXX, IBAN: DE55 3006 0601 0002 8549 45
Gläubiger-Identifikationsnummer: DE88ZZZ00000477274


Das könnte Sie auch interessieren

Starke Hilfe: 7,65 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie

Starke Hilfe: 7,65 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie
© RTimages / Fotolia.com

Die Mitgliederversammlung des José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. beschließt eine Mittelauskehr für zahlreiche Forschungs- und Projekt-Förderungen. Der Geschäftsführende Vorstand Dr. Gabriele Kröner sagt dazu: „Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem. Dieses große Ziel unseres Initiator José Carreras streben wir mit der Förderung der medizinischen Forschung und Finanzierung von Infrastrukturprojekten an.“

Krebstherapie gestern, heute, morgen: Entwicklungen in der Onkologie

Krebs gilt heute als Volkskrankheit: Bei Frauen stieg die Zahl der jährlich auftretenden Neuerkrankungen seit 1980 um 35 Prozent, bei Männern sogar um 80 Prozent an. Dass die krebsbedingte Sterberate dennoch im gleichen Zeitraum zurückging, ist u. a. Verdienst der modernen Forschung: In allen Bereichen der Krebsmedizin – von der Grundlagenforschung bis hin zur strukturierten Nachsorge der Patienten – haben sich enorme Erfolge eingestellt. Dies war jedoch ein weiter...

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?
© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

„Sie haben Krebs“ – kaum ein Betroffener wird diesen Satz je vergessen. Von jetzt auf gleich gerät das Leben aus den Fugen. Fragen, Ängste, Traurigkeit, Wut – alles wirbelt durcheinander. Auch die Zeit der Behandlung bis hin zur Nachsorge bringt Belastungen mit sich, die Betroffene an ihre Grenzen bringen können. Nimmt die psychische Belastung überhand oder dauert sie lange an, kann psychotherapeutische Hilfe sinnvoll sein. Der...

Bayern gegen Leukämie – Gemeinsamer landesweiter Aktionstag für Typisierung am 25. Mai 2018

Bayern gegen Leukämie – Gemeinsamer landesweiter Aktionstag für Typisierung am 25. Mai 2018
© RFBSIP / Fotolia.com

Jedes Jahr erkranken in Deutschland laut Robert Koch-Institut Berlin rund 11.000 Menschen neu an Leukämie. Mit einer Stammzellspende können sie gerettet werden, jedoch gibt es für jeden zehnten Patienten noch immer keinen passenden Spender. Deshalb sind am 25. Mai alle Bayern aufgerufen, sich als Stammzellspender gegen Leukämie typisieren zu lassen. Die DAK-Gesundheit in Bayern unterstützt gemeinsam mit zahlreichen Partnern die nach Angaben der Stiftung Aktion...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"„du bist kostbar“"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2019
  • Subgruppenanalyse der ELIANA- und ENSIGN: Tisagenlecleucel auch bei jungen Patienten mit r/rALL und zytogenetischen Hochrisiko-Anomalien sicher und effektiv
  • Polycythaemia vera: Molekulares Ansprechen korreliert mit vermindertem Thrombose-Risiko und einer Reduktion von Thrombose- und PFS-Ereignissen
  • AML-Therapie 2019: Neue Substanzen im klinischen Einsatz, aber nach wie vor hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen
  • Eisenüberladung bei Patienten mit Niedrigrisiko-MDS auch in Pankreas und Knochenmark nachweisbar
  • CML: Switch auf Zweitgenerations-TKIs nach unzureichendem Ansprechen auf Imatinib in der Erstlinie führt zu tieferen molekularen Remissionen
  • FLT3-mutierte AML: Midostaurin wirksam bei allen ELN-Risikoklassen und bei unterschiedlichen Gensignaturen
  • Real-world-Daten: Transfusionsabhängigkeit und Ringsideroblasten bei Niedrigrisiko-MDS assoziiert mit toxischen Eisenspezies und verkürztem Überleben
  • Erstlinientherapie der CML: Nilotinib führt auch im klinischen Alltag zu tieferen molekularen Remissionen als Imatinib
  • Weltweite Umfrage bei Ärzten und Patienten zur ITP-Therapie unterstreicht Zufriedenheit mit Thrombopoetinrezeptor-Agonisten
  • Therapiefreie Remission nach zeitlich begrenzter Zweitlinientherapie mit Eltrombopag bei Patienten mit primärer ITP erscheint möglich