Dienstag, 16. Juli 2019
Navigation öffnen

Infos für Patienten

20. März 2012 Deutsche Bevölkerung hat große Angst vor Krebs und weiß wenig über moderne Krebstherapien

„Vor welcher Krankheit haben Sie persönlich am meisten Angst, dass Sie daran erkranken könnten?“ – Diese Frage stellte das Meinungsforschungsinstitut forsa in einer aktuellen repräsentativen Umfrage. Ergebnis: 57 Prozent der befragten Deutschen nennen Krebs an erster Stelle. Damit führt Krebs das Feld der gefürchtetsten Krankheiten mit großem Abstand an. Wie gleichzeitig ermittelt wurde, hat nur ein Drittel der Befragten* in letzter Zeit von Fortschritten in der Tumorbehandlung gehört. Eine weitere aktuelle Erhebung der forsa zeigt, dass ein Großteil der deutschen Bevölkerung nicht über moderne Therapiemöglichkeiten bei Krebs informiert ist.

Mit großem Abstand folgt der Diagnose Krebs die Sorge vor Demenz mit zwölf Prozent der Befragten. Nur selten genannt werden Schlaganfall (vier Prozent), Herzerkrankungen (drei Prozent) und AIDS (zwei Prozent) - und nur jeder zehnte gibt an, gar keine Angst vor Krankheiten zu haben.
Die Angst vor Krebs ist in allen Altersgruppen stark ausgeprägt. Mit 62 Prozent fürchten Frauen Tumorerkrankungen eher als Männer (52 Prozent) und das, obwohl Männer mit 47 Prozent ein höheres Erkrankungsrisiko aufweisen als Frauen mit 38 Prozent.
Eine Ursache dafür, dass die Angst vor Krebs so stark ausgeprägt ist, könnte darin liegen, dass die Deutschen nicht gut genug über Therapiefortschritte und Behandlungsmöglichkeiten informiert sind, denn die Erhebung hat ebenfalls ergeben, dass lediglich ein Drittel der Befragten in letzter Zeit von Fortschritten in der Krebstherapie gehört hat. Auch laut einer weiteren aktuellen forsa-Umfrage sind vor allem moderne Ansätze in der Krebstherapie nicht sehr bekannt.

angst_vor_krebs


Heutzutage stehen jedoch Patienten effektivere und nebenwirkungsärmere Medikamente zur Verfügung. Dabei hat die so genannte Personalisierte Medizin enorme Fortschritte mit sich gebracht. Dieses Konzept beruht darauf, mit Hilfe molekulardiagnostischer Tests die Personen zu ermitteln, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf eine bestimmte Therapie ansprechen. Somit können Patienten gezielter behandelt werden und erleiden weniger Nebenwirkungen. Wie große Krebskongresse zeigen, gibt es ständig neue Fortschritte in der Krebstherapie. Ziel der intensiven Forschung ist es, die Krankheit Krebs immer besser in den Griff zu bekommen und noch öfter von Heilung sprechen zu können.

 *in Privathaushalten lebende, deutschsprachige Personen über 18 Jahre











 


Das könnte Sie auch interessieren

Biologie der Tumore besser verstehen, Fortschritte auch bei eher seltenen Krebserkrankungen

Fortschritte wurden in den vergangenen Jahren vor allem beim Brustkrebs, Darm- und Lungenkrebs und insbesondere bei den Lymphomen gemacht. Nun richtet sich das Augenmerk der Forscher verstärkt auf seltenere Tumore. Auch bei diesen mehren sich Berichte über Therapiefortschritte. Ein Paradebeispiel ist das maligne Melanom, der schwarze Hautkrebs. Das wurde bei dem diesjährigen weltgrößten Krebskongress in Chicago, dem ASCO, deutlich. "Wir stehen damit vor einer...

1. Patiententag für Kehlkopfoperierte am Universitätsklinikum Leipzig

1. Patiententag für Kehlkopfoperierte am Universitätsklinikum Leipzig
© Stefan Straube / UKL

Zum 1. Patiententag für Kehlkopfoperierte lädt am 22. März die Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig ein. "Ein großer Patientenstamm kommt regelmäßig zu uns, denn beispielsweise findet jeden Mittwochnachmittag bei uns die Tumornachsorge statt. Wir haben auch schon Patientenveranstaltungen organisiert, wollen diese jetzt aber institutionalisieren", so Klinikdirektor Prof. Dr. Andreas...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Deutsche Bevölkerung hat große Angst vor Krebs und weiß wenig über moderne Krebstherapien"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO 2019
  • Metastasiertes klarzelliges RCC: Frontline-Therapie mit Pembrolizumab + Axitinib verbessert Überleben gegenüber Sunitinib auch bei intermediärem/ungünstigem Risikoprofil und Tumoren mit sarkomatoiden Anteilen
  • Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab nach einer Erstlinienchemotherapie verzögert Progress beim metastasierten Urothelkarzinom
  • Fortgeschrittenes Magenkarzinom und AEG: Pembrolizumab ist Standard-Chemotherapie nicht unterlegen bei besserer Verträglichkeit
  • Ermutigende Ergebnisse mit Pembrolizumab in der Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen HCC
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-001 Studie bestätigen langanhaltenden Überlebensvorteil durch Pembrolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC
  • Pembrolizumab + Chemotherapie firstline bei metastasiertem nicht-plattenepithelialen NSCLC: Medianes OS, PFS und PFS2 nahezu verdoppelt
  • Fortgeschrittenes Endometriumkarzinom: Kombination Pembrolizumab + Lenvatinib wird in Phase-III-Studie getestet
  • Metastasiertes Melanom: Immunbedingte Nebenwirkungen unter Pembrolizumab assoziiert mit längerem rezidivfreien Überleben
  • Pembrolizumab + Platin-basierte Chemotherapie oder Pembrolizumab als Monotherapie erfolgreich in der Erstlinie bei rezidivierenden/metastasierenden Kopf-Hals-Tumoren