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09. Oktober 2018 Brustkrebs bei Männern

Jährlich erkranken zwischen 600 und 700 Männer an Brustkrebs. Das macht rund ein Prozent aller Brustkrebsfälle aus. Da es für Männer keine Brustkrebs-Früherkennungsprogramme gibt und der Gedanke an Krebs zunächst fern liegt, wird die Erkrankung beim Mann meist erst in späteren Stadien diagnostiziert als bei Frauen. Dadurch verstreicht wertvolle Zeit, die bei der Behandlung fehlt. Wie Brustkrebs beim Mann entsteht, erkannt und behandelt wird, darüber berichtet das ONKO-Internetportal in seinem Monatsthema.
Die körperliche Basis für eine Brustkrebserkrankung beim Mann ist das rudimentäre Vorhandensein von Brustgewebe. Bis zur Pubertät ist die Brust bei Jungen und Mädchen nahezu baugleich. Erst durch die weiblichen Sexualhormone beginnen die Milchgänge, das Drüsengewebe und das Binde- und Fettgewebe bei den Mädchen zu wachsen. Die Anlagen der Milchgänge finden sich aber auch beim Mann – und genau hier haben 80 Prozent der Brustkrebserkrankungen ihren Ursprung.

In den meisten Erkrankungsfällen ist Brustkrebs abhängig vom Sexualhormon Östrogen, das heißt, er kann sich nur mit Östrogen entwickeln und wachsen. Obwohl es als weibliches Hormon gilt, haben sowohl Männer als auch Frauen Östrogen in ihrem Hormonhaushalt. Ursachen für die Gefahr eines erhöhten Östrogenspiegels bei Männern können beispielsweise starkes Übergewicht oder eine Lebererkrankung sein. Zu weiteren Risikofaktoren zählen erhöhter Alkoholkonsum, wenig Bewegung oder eine genetische Veranlagung. Zudem steigt das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, auch bei Männern mit dem Alter an.

Weitere Informationen zu Krankheitssymptomen, Diagnose, Therapie und Patientenangeboten für Männer liefert das ONKO-Internetportal in seinem Monatsthema unter https://www.krebsgesellschaft.de/thema_oktober2018.

ONKO-Internetportal In Kooperation mit der Deutschen Krebsgesellschaft e. V


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