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13. Februar 2014 Brustkrebs: Was leisten Prognosetests? Unnötige Chemotherapien vermeiden

Durch die Möglichkeit, Tumore genetisch zu analysieren, hat sich die Krebstherapie gewandelt. Während früher alle Patienten quasi die gleiche Behandlung wie nach dem „Gießkannenprinzip“ erhielten, steht nun zunehmend der einzelne Patient mit seinen individuellen Tumoreigenschaften im Fokus. Bei Frauen mit Brustkrebs hat diese Entwicklung zu sogenannten Prognosetests geführt, die eine Vorhersage über den Nutzen einer Chemotherapie erlauben, erläutert Professor Dr. Nadia Harbeck aus München.
 

"Mit den modernen Prognosetests können überflüssige Chemotherapien vermieden werden", berichtet die Brustkrebsexpertin. Denn die Tests helfen nach ihren Worten dem Arzt bei der Entscheidung, ob der jeweiligen Frau eine Chemotherapie nutzen wird und welchen Patientinnen diese erspart werden kann, ohne dass ein Rückfall befürchtet werden muss. In den Testverfahren wird die Konzentration bestimmter Eiweiße oder Gene analysiert, von denen bekannt ist, dass sie Aussagen über den Krankheitsverlauf erlauben. Zu unterscheiden aber ist zwischen solchen prognostischen Test, bei denen es darum geht, wie aggressiv der Tumor ist und sogenannten prädiktiven Tests, mit denen abzuschätzen ist, wie wirksam eine bestimmte Therapieform bei der jeweiligen Patientin sein wird. Mit den prädiktiven Tests wird beispielsweise untersucht, ob bestimmte Mutationen, wie etwa eine HER2-Mutation, vorliegen, bei denen spezifische Medikamente besonders wirksam sind. "Es geht bei diesen Tests also nicht um die Frage, ob behandelt werden soll, sondern womit", so Frau Professor Harbeck.

Lebenswege Ausgabe 6-2013


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