Sonntag, 22. September 2019
Navigation öffnen

Infos für Patienten

12. November 2013 Biologie der Tumore besser verstehen, Fortschritte auch bei eher seltenen Krebserkrankungen

Fortschritte wurden in den vergangenen Jahren vor allem beim Brustkrebs, Darm- und Lungenkrebs und insbesondere bei den Lymphomen gemacht. Nun richtet sich das Augenmerk der Forscher verstärkt auf seltenere Tumore. Auch bei diesen mehren sich Berichte über Therapiefortschritte. Ein Paradebeispiel ist das maligne Melanom, der schwarze Hautkrebs. Das wurde bei dem diesjährigen weltgrößten Krebskongress in Chicago, dem ASCO, deutlich. "Wir stehen damit vor einer neuen Ära der Krebsmedizin", erklärte dort Professor Dr. Gregory Masters aus Newark.

Es gelingt laut Prof. Masters immer besser, die "Biologie der Tumore" zu verstehen, welche Fehlregulation das krankhafte Zellwachstum vorantreibt. Ist bekannt, welcher Defekt dem krankhaften Tumorwachstum zugrunde liegt, kann es gelingen, Medikamente zu entwickeln, die zielgenau in diesen Prozess eingreifen. Beim malignen Melanom gibt es bereits neue Wirkstoffe, die genau so wirken und die Zellen am Wachstum hindern. Die Crux: Solche Medikamente eignen sich nicht für alle Patienten, sondern nur für diejenigen, die eine besondere Veränderung des Erbguts (Mutation) aufweisen. Liegt ein anderer Defekt vor, wird ein anderes Medikament gebraucht. Viele Kandidaten für neue Medikamente sind bereits in der Pipeline der forschenden Pharmaunternehmen, berichtete Masters in Chicago. Das nährt  Hoffnungen, künftig auch bei seltenen Tumorerkrankungen den Patienten zunehmend zielgerichtet wirksame Krebstherapien anbieten und dadurch höhere Heilungsraten und eine längere Lebenszeit erwirken zu können.

"Wir haben in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht und wollen diese Entwicklung fortsetzen", berichtete Kongresspräsidentin Professor Dr. Sandra Swain aus Washington. "Diese Fortschritte haben sich bereits in einer Steigerung der Lebenszeit und vor allem in einer Verbesserung der Lebensqualität von Krebspatienten niedergeschlagen", so Prof. Swain.

Lebenswege, Ausgabe 4-2013


Das könnte Sie auch interessieren

AugenBLICKE für seltene Erkrankung Morbus Gaucher

AugenBLICKE für seltene Erkrankung Morbus Gaucher

Am 1. Oktober 2016 ist Internationaler Morbus Gaucher-Tag. Für die Passanten in der Frankfurter Innenstadt und den angrenzenden Stadtteilen wird dies kein gewöhnlicher Einkaufssamstag werden. Denn an diesem Tag wollen Sanofi Genzyme und die Patientenorganisation Gaucher Gesellschaft Deutschland e. V. (GGD) das Augenmerk der Öffentlichkeit auf die seltene Stoffwechselerkrankung Morbus Gaucher [sprich: go-schee] lenken – und zwar mit der Aktion „AugenBLICK für...

Neue Website für Patienten: Schöne Momente trotz Krebs

Neue Website für Patienten: Schöne Momente trotz Krebs
© Die-Schönen-Momente.de

Accuray Inc. präsentiert Die-Schoenen-Momente.de, eine neue Patientenwebsite zum Thema Krebs. Die-Schoenen-Momente.de ist eine umfassende Online-Anlaufstelle zu zahlreichen Themen, die Patienten und ihren Angehörigen wichtig sind: von den unterschiedlichen Krebstherapien über die richtige Ernährung bis hin zu Tipps für die Pflege persönlicher Beziehungen. So unterstützt die Website Patienten dabei, trotz Krebserkrankung eine hohe Lebensqualität zu...

Schmerzmittel Methadon ist kein Krebsheilmittel - keine falschen Hoffnungen wecken

Schmerzmittel Methadon ist kein Krebsheilmittel - keine falschen Hoffnungen wecken
@ efmukel / Fotolia.com

Das Opioid Methadon sollte nicht zur Tumortherapie eingesetzt werden. Die derzeit vorliegenden Daten aus Labor- und Tierversuchen sowie einer Studie mit 27 Krebspatienten reichen nicht aus, um eine Behandlung zu rechtfertigen. Einige Medienberichte wecken dennoch bei an Leukämie oder Hirntumor erkrankten Patienten die falsche Hoffnung auf Heilung. Methadon ist zur Behandlung starker Schmerzen zugelassen und ein etabliertes Medikament in der Schmerztherapie bei Krebserkrankten. Darauf...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Biologie der Tumore besser verstehen, Fortschritte auch bei eher seltenen Krebserkrankungen "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.