Freitag, 18. September 2020
Navigation öffnen

Infos für Patienten

15. April 2019 Acrylamid – ein krebsauslösender Stoff?

© maho - stock.adobe.com
Vergolden statt verkohlen – diesen Ratschlag liest man so gut wie überall wenn es ums Braten, Frittieren oder Backen geht. Doch was genau ist so schädlich an krossem Toast oder gut gerösteten Kartoffelecken? Grund für die besondere Vorsicht ist der Stoff Acrylamid, der im Verdacht steht, gesundheitsschädlich zu sein.
Acrylamid entsteht unter anderem, wenn stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffel- und Getreideprodukte mit wenig Wasser unter hohen Temperaturen zubereitet werden. Als hohe Temperatur wird alles über 120°C eingestuft. Somit stehen beim Frittieren, Braten und Backen die Bedingungen für die Entstehung von Acrylamid günstig. Es ist ein Nebenprodukt des Bräunungsprozesses.

In Tierversuchen führte eine erhöhte Acrylamidzugabe zum Futter zu einem erhöhten Risiko für Erbgutschäden und Tumorentstehung. Da Acrylamid in einer Vielzahl alltäglicher Lebensmittel zu finden ist, sind alle Verbraucher von einem möglicherweise erhöhten Krebsrisiko betroffen. Für Kinder ist es jedoch als noch höher zu erachten: Auf ihr Körpergewicht gerechnet verzehren sie zwei- bis dreimal so viel Acrylamid pro Kilogramm im Vergleich zu Erwachsenen. Um angesichts der vielen ungeklärten Fragen auf Nummer sicher zu gehen, bemühen sich Politik und Lebensmittelwirtschaft die Acrylamidbelastung in Lebensmitteln zu reduzieren. Seit April 2018 ist eine neue EU-Verordnung in Kraft, die eine Senkung des Acrylamidgehalts in Lebensmitteln festlegt.

In seinem aktuellen Monatsthema gibt das ONKO-Internetportal unter www.krebsgesellschaft.de/thema_april2019 zahlreiche Hinweise und Tipps, in welchen Lebensmitteln Acrylamid enthalten sein kann und wie sich der Acrylamidverzehr durch Ernährungsgewohnheiten und Zubereitungsarten reduzieren lässt.

ONKO-Internetportal In Kooperation mit der Deutschen Krebsgesellschaft e. V


Das könnte Sie auch interessieren

Typ-2-Diabetes-Risiko senken – weniger Krebsgefahr

Typ-2-Diabetes-Risiko senken – weniger Krebsgefahr
© Fotolia / oneinchpunch

Der Weltgesundheitstag am 7. April 2016 stellt das Thema Diabetes in den Mittelpunkt. In Deutschland sind fast 7,3 Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffen. Insbesondere Übergewicht und Bewegungsmangel begünstigen Typ-2-Diabetes. Typ-2-Diabetiker haben zudem ein erhöhtes Krebsrisiko. Ein ungesunder Lebensstil kann jedoch nicht nur zu Diabetes führen, er ist auch grundsätzlich ein Risikofaktor für verschiedene Krebserkrankungen. Die Deutsche Krebshilfe...

Schmerzmittel Methadon ist kein Krebsheilmittel - keine falschen Hoffnungen wecken

Schmerzmittel Methadon ist kein Krebsheilmittel - keine falschen Hoffnungen wecken
@ efmukel / Fotolia.com

Das Opioid Methadon sollte nicht zur Tumortherapie eingesetzt werden. Die derzeit vorliegenden Daten aus Labor- und Tierversuchen sowie einer Studie mit 27 Krebspatienten reichen nicht aus, um eine Behandlung zu rechtfertigen. Einige Medienberichte wecken dennoch bei an Leukämie oder Hirntumor erkrankten Patienten die falsche Hoffnung auf Heilung. Methadon ist zur Behandlung starker Schmerzen zugelassen und ein etabliertes Medikament in der Schmerztherapie bei Krebserkrankten. Darauf...

Junge Krebspatienten: Ausbildung und Familie, aber auch Angst und Schmerzen

Junge Krebspatienten: Ausbildung und Familie, aber auch Angst und Schmerzen
© pathdoc / Fotolia.com

„Ich hatte große Träume für mein Leben, jetzt denke ich oft viel, viel kurzfristiger“, sagt die 25-jährige Studentin Mia*, die vor anderthalb Jahren an Krebs erkrankte. Nach der Diagnose musste sie ihr Studium unterbrechen, ihre Familienplanung in Frage stellen und auch mit ihrem Freundeskreis einen neuen Umgang finden. Sie ist eine von rund 15.000 jungen Menschen, die jährlich im Alter von 18 bis 39 Jahren die Diagnose Krebs erhalten.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Acrylamid – ein krebsauslösender Stoff?"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab