Donnerstag, 4. Juni 2020
Navigation öffnen

Infos für Patienten

14. November 2019 Kein Krebs ist wie der andere

© freshidea - stock.adobe.com
„Ich glaube ich habe eine Art Bild davon, aber es verändert sich ständig“; „Es ist so etwas wie ein Schatten, wie eine Wolke“; „Es hat nicht nur die eine Farbe und auch nicht nur eine Form“ – so beschreiben drei Patienten ihren Krebs. Kein Krebs ist wie der andere, denn jeder Tumor hat individuelle Eigenschaften, die für das Tumorwachstum verantwortlich sind. Mit dem Start der Informationskampagne „TesteDeinenTumor“ in Deutschland macht Bayer darauf aufmerksam, dass Tumorgenomtests entscheidender Bestandteil der Krebsdiagnose sind, um molekulargenetische krebsauslösende Eigenschaften zu entdecken. Sie liefern damit ein genaues Bild der Krebserkrankung und tragen dazu bei, dass Patienten die für sie passende Therapie erhalten.
Warum Tumorgenomtests wichtig sind

Ein Tumorgenomtest ist ein entscheidender erster Schritt nach einer Krebsdiagnose. Allerdings sind in Europa nur 23 % der Ärzte der Ansicht, dass ihre Patienten umfassend über deren Nutzen informiert sind.1 Durch einen Tumorgenomtest lassen sich Abweichungen oder Veränderungen des Erbguts (Genom) in Tumorzellen nachweisen, die das Tumorwachstum ausgelöst haben und weiter vorantreiben. Die Ergebnisse des Tests können Ärzten wichtige Informationen darüber liefern, warum ein Krebstumor wächst. So können sie je nach der festgestellten spezifischen Veränderung zugelassene Therapien empfehlen.2, 3 Studien zufolge werden bei 30 % bis 49 % der untersuchten Patienten behandelbare Veränderungen im Tumorgenom festgestellt.4

„Die Ergebnisse eines Tumorgenomtests können großen Einfluss auf die Behandlung haben und den Verlauf der Erkrankung günstig beeinflussen. Ist der krebsauslösende Treiber erkannt und therapierbar, können sogenannte präzisionsonkologische Wirkstoffe bessere Ergebnisse erzielen als Standardtherapien”, sagt Dr. Uwe Phillip Strauss, Medizin Onkologie/Hämatologie bei Bayer Vital.

Mit Bildern den eigenen Tumor darstellen

Im Zentrum der Kampagne „TesteDeinenTumor“ stehen Krebspatienten, die in Videos auf der Webseite www.testedeinentumor.de beschreiben, wie sie sich ihren Krebs bildlich vorstellen. Die Webseite umfasst zudem verschiedene Informationsmaterialien, u. a. eine Broschüre, ein Fact Sheet mit Informationen zum Ablauf eines Tumorgenomtests, eine Infografik zum Unterschied zwischen Tumorgenomtests und Gentests und einen Gesprächsleitfaden für das Arzt-Patienten-Gespräch. Die Kampagne soll andere Krebspatienten ermutigen, sich durch Tumorgenomtests ein genaues Bild über ihre Krebserkrankung zu verschaffen. Alle von Krebs Betroffenen, Angehörige und Interessierte können die Kampagne unterstützen und die Videos und Inhalte der Webseite in sozialen Medien unter dem Hashtag #TesteDeinenTumor teilen. 

Tumorgenomtests im Gespräch mit dem Arzt ansprechen 

Meist werden Krebserkrankungen nach betroffenem Organ, also beispielsweise Brust-, Lungen- oder Prostatakrebs, definiert. „Die Krebstherapie befindet sich jedoch im Umbruch. Mit zunehmender Entwicklung der Präzisionsonkologie sollte in Gesprächen zwischen Arzt und Patient das Thema Tumorgenomtests fester Bestandteil der Routine werden” so Strauss. Um Patienten ein solches Gespräch mit dem Arzt zu erleichtern, hat Bayer den Gesprächsleitfaden erstellt, mit dem sich Patienten auf ihren Arzttermin vorbereiten können. 

Bayer AG

Literatur:

1) Morning Consult. Survey Finds Majority of Cancer Patients and Caregivers Are Open to Personalized Medicine as a Result of Genomic Testing. Survey Infographic. 2018.
2) Dana-Farber Cancer Institute. What is Genomic Testing? https://blog.dana-farber.org/insight/2018/11/what-is-genomic-testing. Published 2018. Accessed April 2019
3) American Cancer Society. Understanding Genetic Testing for Cancer. https://www.cancer.org/cancer/cancer-causes/genetics/understanding-genetic-testing-for-cancer.html. Accessed April 2019.
4) Massard C, Michiels S, Ferte C, et al. High-throughput genomics and clinical outcome in hard-to-treat advanced cancers: results of the MOSCATO 01 trial. Cancer Discov. 2017;7(6):586-595


Das könnte Sie auch interessieren

Erstes bundesweites Sommertreffen junger engagierter Krebspatienten

Erstes bundesweites Sommertreffen junger engagierter Krebspatienten
© Frantab / fotolia.com

„Danke für den gemeinsamen Spirit. Möge er uns weiter beflügeln“, so ein Feedback zum ersten Sommertreffen junger Krebspatienten in Deutschland. Frauen und Männer aus der gesamten Bundesrepublik kamen vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 das erste Mal in Lauterbach (Hessen) zu einem gemeinsamen Kennenlernen und Austausch zusammen. Die etwa 50 Teilnehmer engagieren sich in den TREFFPUNKTEN der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs. Die Stiftung hatte...

Gebärmutterhalskrebs verhindern

Gebärmutterhalskrebs verhindern
© farland9 / Fotolia.com

Gebärmutterhalskrebs kann durch eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) ausgelöst werden. Papillomviren sind die häufigsten sexuell übertragenen Viren, mit denen sich rund 80 Prozent der Frauen in Deutschland im Laufe ihres Lebens infizieren. In der Regel erkennt das Immunsystem die Infektion, so dass diese meistens innerhalb von zirka 24 Monaten unbemerkt ausheilt. Ein Interview mit Prof. Dr. med. Gerd-Henrik Griesser, Facharzt für Pathologie in Köln,...

Motivationsprogramm für mehr Bewegung bei Krebs

Motivationsprogramm für mehr Bewegung bei Krebs
© Kzenon / Fotolia.com

Körperliche Aktivität hat während und nach einer Krebserkrankung viele positive Effekte auf Körper und Psyche. Betroffenen fällt es aber oft schwer, dauerhaft mehr Bewegung und Sport in ihren Alltag zu integrieren. Sportwissenschaftler, Psychologen und Physiotherapeuten am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Dresden und Heidelberg haben daher ein spezielles Motivationsprogramm entwickelt, das sich als zentraler Baustein in Sport- und...

Berufliche Reha ist mehr als Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell

Berufliche Reha ist mehr als Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell
© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum


Etwa zwei Drittel aller Berufstätigen, die an Krebs erkrankt sind, kehren zurück in das Arbeitsleben. Für viele ist die Motivation hoch, denn wer arbeitet, erobert sich ein Stück Normalität zurück. Doch der Wiedereinstieg sollte behutsam erfolgen und an die individuelle Belastbarkeit der Patientinnen und Patienten angepasst werden. Nach längerer Arbeitsunfähigkeit bieten die Leistungen der beruflichen Rehabilitation ein breites Spektrum, um die...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Kein Krebs ist wie der andere"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO20 Virtual
  • Immuntherapie mit Pembrolizumab setzt sich bei verschiedenen onkologischen Indikationen weiter durch
  • mSCLC: Patienten profitieren bereits in der Erstlinie von der Ergänzung der Chemotherapie mit Pembrolizumab
  • mRCC-Erstlinientherapie: Kombination Pembrolizumab + Axitinib toppt Sunitinib auch im Langzeitverlauf
  • mRCC: Pembrolizumab + Lenvatinib zeigen vielversprechende Anti-Tumoraktivität nach Versagen einer Checkpoint-Inhibition
  • KEYNOTE-054-Studie: Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verbessert beim Melanom auch im verlängerten Follow-up das RFS
  • MSI-H CRC: Pembrolizumab verdoppelt PFS im Vergleich zur Chemotherapie
  • Rezidiviertes Ovarialkarzinom: Trend zu besserem Ansprechen auf Pembrolizumab-Monotherapie bei höherer PD-L1-Expression
  • r/r cHL: Pembrolizumab auf dem Weg zum Therapiestandard nach autoSCT sowie für Patienten, die keine autoSCT erhalten können
  • mCRPC: Pembrolizumab in Kombination mit Enzalutamid nach Enzalutamid-Resistenz wirksam und sicher
  • r/m HNSCC: Erstlinienbehandlung mit Pembrolizumab mono und in Kombination mit Platin-basierter Chemotherapie verlängert PFS2

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden