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11. September 2013 13. September Tag des Hellen Hautkrebses

Heller Hautkrebs entsteht meist direkt vor unseren Augen. Doch nur die wenigsten Betroffenen wissen um die Bedeutung der rauen, geröteten, manchmal blutenden Hautknoten, hinter denen in vier von fünf Fällen ein Basalzellkarzinom steckt. "Ohne gleich in Panik zu verfallen, ist es Zeit, dass sich in unserem Bewusstsein etwas ändert", ruft Prof. Eggert Stockfleth anlässlich des "Tags des Hellen Hautkrebses" am 13. September auf. "Denn leider vergehen noch immer kostbare Jahre bis gar Jahrzehnte, bis einige Betroffene verdächtige Hautveränderungen vom Experten in Augenschein nehmen lassen."

Das Basalzellkarzinom ist die häufigste Krebsart hierzulande. Klassischer Weise sind die "Sonnenterassen des Körpers" betroffen - wie Nase, Stirn, Ohren, Nacken, Wangen, Unterarme, Handrücken und die unbehaarte Kopfhaut. Im frühen Stadium ist heller Hautkrebs zum Glück einfach und schnell behandelbar. Ein kleiner, chirurgischer Eingriff mit örtlicher Betäubung - und der Tumor ist fast immer besiegt. "Nur wer zu lange wartet, riskiert, dass das Karzinom in tiefere Hautschichten vordringt, schlechter zu operieren ist und irgendwann vielleicht sogar mit schwerwiegenden Folgen streut", warnt der Leiter der Europäischen Hautkrebsstiftung (ESCF).

Erfreulicherweise tut sich etwas beim Thema Hautkrebsvorsorge. Prof. Stockfleth, der auch das Hauttumorzentrum an der Berliner Charité leitet: "Deutschland ist bisher das einzige Land, das Hautkrebsvorsorge als Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen anbietet und damit in Sachen Früherkennung eine Vorbildfunktion einnimmt. Millionen Bundesbürger haben inzwischen am Hautkrebsscreening teilgenommen!"

Auch bei der Behandlung des fortgeschrittenen, hellen Hautkrebs gibt es positive Neuigkeiten: Seit kurzem ist ein neues Medikament von der Europäischen Kommission für Hautkrebs-Patienten zugelassen, bei denen eine chirurgische oder strahlentherapeutische Behandlung des fortgeschrittenen Basalzellkarzinoms nicht mehr in Frage kommt. Der neue Wirkstoff dockt gezielt an ein Signal-Eiweiß in den Krebszellen und unterdrückt einen wichtigen Signalweg in der Tumorentstehung. Dieser Signalweg - die so genannte Hedgehog-Signalkette - ist bei 90%  der Patienten im Tumorgewebe aktiv und für das unkontrollierte Wachstum der Zellen verantwortlich.


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