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FAKTEN ÜBER KREBS
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12. November 2013

Zielgerichtete Brustkrebstherapie ist erfolgreich

Brustkrebs kann jede Frau treffen. Eine von acht Frauen wird im Laufe ihres Lebens mit der Diagnose konfrontiert - allein in Deutschland sind das 72.000 Frauen im Jahr. Doch dank innovativer Forschung und Entwicklung wurden gerade in der Behandlung von Brustkrebs in den vergangenen Jahren große Fortschritte erreicht. Heute sind zielgerichtete Medikamente verfügbar, die die Überlebensaussichten von Frauen mit Brustkrebs entscheidend verbessern.

Heute weiß man, dass Brustkrebs kein einheitliches Krankheitsbild ist. Forscher können verschiedene Formen von Brustkrebs identifizieren und spezifische, auf einzelne Patientinnengruppen zugeschnittene Medikamente entwickeln. Frauen mit Brustkrebs ermöglicht dies eine effektivere und besser verträgliche Therapie und die Aussicht auf ein verlängertes Leben.

 
HER2-positiver Brustkrebs: Neue Medikamente helfen Millionen Patientinnen

Ein entscheidender Fortschritt wurde in der Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs erzielt. Etwa jede fünfte Frau mit Brustkrebs ist von dieser besonders aggressiven Form betroffen. Auf der Oberfläche der Krebszellen kommt dabei der HER2-Rezeptor vermehrt vor und regt die Zellen zu übermäßigem Wachstum an. Seit über einem Jahrzehnt gibt es ein Medikament, das den HER2-Rezeptor gezielt blockiert. Die Prognose der betroffenen Frauen wurde dadurch entscheidend verbessert. Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt, sind drei von vier Frauen auch acht Jahre nach Behandlungsbeginn frei von Erkrankung und ohne Rückfall. Seit neuestem gibt es eine subkutane Darreichungsform des bewährten Antikörpers. Das Medikament muss nicht mehr aufwändig als Infusion verabreicht werden, sondern kann nun einfach und schnell unter die Haut injiziert werden. Für die Lebensqualität der Frauen ist das ein wichtiger Fortschritt. Zudem ist nun ein weiterer Wirkstoff für Frauen mit fortgeschrittenem HER2-positivem Brustkrebs verfügbar. Dieser neue Antikörper macht die Therapie noch wirksamer.
 
Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium ist eine Heilung der Patientinnen bis heute leider nicht möglich. Durch die neuen, zielgerichteten Behandlungsoptionen wird fortgeschrittener HER2-positiver Brustkrebs jedoch bald in eine Art chronische Erkrankung verwandelt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, steht die Forschung auch weiterhin nicht still: In Kürze werden sogenannte Antikörper-Wirkstoff-Konjugate zur Verfügung stehen. Damit gelingt es, eine Chemotherapie über einen Antikörper in inaktiver Form in die Krebszellen zu schleusen. Auf diesen Weg wird der Tumor von innen heraus zerstört, während gesunde Zellen weitestgehend verschont bleiben.

Mit freundlicher Unterstützung von Roche
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