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Medizin

21. November 2012

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Wissenschaftspreis der AIO 2012

Auf dem 9. Herbstkongress der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) in Berlin wurde in feierlichem Rahmen der AIO-Wissenschaftspreis verliehen. Das wissenschaftliche Kuratorium vergab in diesem Jahr den translationalen Teil des AIO-Wissenschaftspreises an PD Dr. med. Frank Neipel vom Virologischen Institut des Universitätsklinikums Erlangen. Der Wissenschaftspreis für den klinischen Teil wurde in diesem Jahr Herrn Prof. Dr. med. Martin Fassnacht, von der...

nab-Paclitaxel zeigt in Phase-III-Studie statistisch signifikant verbesserte Gesamtüberlebenszeit bei Patienten mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs

Wie Celgene International Sàrl, ein Tochterunternehmen der Celgene Corporation, mitteilte, hat die Phase-III-Studie für nab-Paclitaxel (ABRAXANE®) zur Erstbehandlung von metastasierendem Bauchspeicheldrüsenkrebs in Kombination mit Gemcitabin ihren ersten primären Endpunkt der Gesamtüberlebenszeit erreicht. In der Studie zeigte nab-Paclitaxel in Kombination mit Gemcitabin eine statistisch signifikante Verbesserung der Gesamtüberlebenszeit...

19. November 2012

Antiemese mit Palonosetron schützt Mammakarzinompatientinnen unter AC-basierter Chemotherapie besonders gut

Die Chemotherapie mit Anthrazyklinen (A) und Cyclophosphamid (C) stellt bei Patientinnen mit Mammakarzinom eine besondere Risikokonstellation für das Auftreten von Übelkeit und Erbrechen dar. Daher räumen alle modernen antiemetischen Leitlinien der AC-haltigen Chemotherapie eine Sonderstellung ein. Obwohl Anthrazykline und Cyclophosphamid in Monotherapie als moderat emetogen klassifiziert werden, gelten sie in Kombination und besonders bei jüngeren Frauen als...

Tumor-Durchbruchschmerzen mit spezifischer Bedarfsmedikation behandeln

"Durchbruchschmerzen sind vorübergehende Exazerbationen von chronischen Tumorschmerzen, die den Patienten affektiv, emotional und sozial maximal beeinträchtigen", so Dr. med. Reinhard Sittl, Erlangen. "Bis zu 80% aller Tumor-Patienten sind davon betroffen." Die Voraussetzung für eine optimale Schmerztherapie ist zunächst eine ausführliche Schmerzanamnese. Diese muss Intensität des Schmerzes, Häufigkeit, Dauer sowie die Dauer bis...

Arbeitsgruppe untersucht erstmals Auftreten von Intervallkarzinomen nach Mammographie-Screening

Bösartige Neubildungen der Brustdrüse stehen bei Frauen in Nordrhein-Westfalen an erster Stelle aller Krebserkrankungen. Jede achte Frau muss im Laufe des Lebens mit der Diagnose Brustkrebs rechnen. Um langfristig die Sterblichkeit an Brustkrebs zu senken, wurde 2005 das Mammographie-Screening-Programm eingeführt: Alle Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren werden regelmäßig, das heißt, im Abstand von zwei Jahren, zu dieser qualitätsgesicherten...

Schmerztherapie: PraxisLeitlinien zu „Tumorschmerzen“ und „tumorbedingten Durchbruchschmerzen“ online

Auf einer Online-Plattform dgs-praxisleitlinien können nicht nur Schmerzmediziner, sondern auch Angehörige anderer Heilberufe und vor allem Patienten und deren Angehörige ab sofort die Leitlinien sichten, prüfen und kommentieren. „Dazu wurden die ersten zur Kommentierung jetzt vorliegenden Leitlinien in eine auch für Nichtmediziner verständliche Sprache übersetzt“, sagt PD Dr. Michael A. Überall, Vize-Präsident der Deutschen...

16. November 2012

Kinder nach altersgerechter Vorbereitung ohne Narkose im MRT untersuchen

Bochumer Kliniker konnten erstmalig an einem großen Kollektiv zeigen, dass es möglich ist, Köpfe von Kindern im Kernspintomographen ohne Vollnarkose oder sonstige medikamentöse Sedierung zu untersuchen. Es reichte in vielen Fällen, die kleinen Patienten altersgerecht auf die Untersuchung vorzubereiten, um ihnen die Angst vor der Röhre zu nehmen. Und die Ergebnisse lassen sich sehen: Von den insgesamt 2461 aufgenommenen Bildsequenzen bei 326 Patienten...

Sport für Krebspatienten: Trainingsfläche an der Uniklinik Köln eröffnet

Körperliche Aktivität hat einen positiven Einfluss auf diverse onkologische Erkrankungen. Um diesen Zusammenhang näher zu untersuchen, entstand aus der Kooperation der Deutschen Sporthochschule Köln und des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) an der Uniklinik Köln ein deutschlandweit einzigartiges Projekt: die „Onkologische Trainingstherapie" (OTT). Ziel des Projektes ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in die therapeutische Praxis...

AIO-Wissenschaftspreis: Nebennierenkarzinome gezielt bekämpfen

Das Nebennierenkarzinom ist ein bösartiger Tumor, der im fortgeschrittenen Stadium schwierig zu beherrschen ist. Eine internationale Studie zeigt nun erstmals, mit welcher Chemotherapie sich dieser Tumor am besten behandeln lässt. Für diese Studie, die im Juni dieses Jahres im New England Journal of Medicine publiziert wurde, erhält Prof. Dr. Martin Fassnacht (Medizinische Klinik IV) am 16. November 2012 in Berlin den mit 7.500 Euro dotierten Wissenschaftspreis der...

Bevacizumab beim Platin-sensiblen Ovarialkarzinom jetzt auch für Rezidivsituation zugelassen

Der Angiogenesehemmer Bevacizumab (Avastin®)  ist jetzt auch für die Rezidivtherapie von Patientinnen mit Platin-sensiblem Ovarialkarzinom zugelassen. Bevacizumab wird in Kombination mit Gemcitabin/Carboplatin eingesetzt und nach Abschluss der Chemotherapie als Monotherapie bis zur Progression weiter gegeben. Die Zulassungserweiterung basiert auf den Ergebnissen der randomisierten Phase-III-Studie OCEANS* (1).


Nutzen von PET oder PET/CT bei erneut auftretendem Darmkrebs ist nicht belegt

Bei Patientinnen und Patienten, bei denen ein Verdacht auf einen erneut auftretenden Darmkrebs besteht, lassen die derzeit verfügbaren Studiendaten keine belastbaren Schlussfolgerungen zu Vor- und Nachteilen der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) alleine oder in Kombination mit einer Computertomographie (CT) zu. Denn es gibt keine Studien, die beim rezidivierenden Kolorektalkarzinom den Nutzen im direkten Vergleich zu einer konventionellen Diagnostik untersuchen. Zwar weisen...

14. November 2012

Krebstherapie bei Kindern schwächt Knochendichte

Was in der Kindheit an Knochen aufgebaut wird, davon zehrt der Mensch sein ganzes Leben lang. Doch was ist, wenn der kindliche Knochenaufbau durch Krankheit oder eine Krebstherapie gestört wird? Mit einem modernen Ultraschallverfahren können Kinderradiologen zeigen, dass Kinder krankheitsbedingte Schäden im Knochenaufbau bis zu einem gewissen Grad wieder aufholen können. Im Vergleich zu gesunden Kindern bleibt aber meist ein Defizit bestehen. Entsprechende...

Viren als Gedächtnisstütze: Immunsystem langfristig gegen Krebs aktivieren

Solide Tumoren sind in hohem Maße resistent gegen Chemotherapien und besitzen zahlreiche Mechanismen, um dem körpereigenen Immunsystem zu entgehen. Eine vielversprechende Methode zur Behandlung dieser multiresistenten Tumoren ist eine gezielte Virusinfektion des Tumorgewebes. Diese schafft geeignete Bedingungen für nachfolgende immuntherapeutische Eingriffe. Die beiden Arbeitsgruppen um Florian Kühnel und Thomas Wirth an der Klinik für Gastroenterologie,...

EU-Zulassung für Everolimus: Erste medikamentöse Therapie für Patienten mit TSC-AML

Die Europäische Kommission erteilte am 31. Oktober 2012 die Zulassung für den oral verfügbaren mTORA-Inhibitor Votubia® (Everolimus) zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit renalem Angiomyolipom (AML) assoziiert mit einer tuberösen Sklerose (TSC), bei denen ein Risiko für Komplikationen vorliegt (aufgrund von Faktoren wie Tumorgröße oder vorhandenem Aneurysma oder multiplen bzw. beidseitigen Tumoren), die jedoch nicht...

IL-22BP als Kontrollelement für Tumorentwicklung im Darm identifiziert

Faktor für die Balance zwischen Krebsentstehung und Wundheilung im Darm identifiziert: Patienten mit einer chronischen Entzündung der Darmschleimhaut haben ein erhöhtes Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Yale University School of Medicine haben jetzt einen Faktor identifiziert, der verhindern kann, dass sich aus einer chronischen Darmentzündung ein Tumor entwickeln kann.

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Krebspatienten fühlen sich oft überfordert – auch Patienten mit Lungenkrebs. Kaum ist die Diagnose gestellt, beginnen die ersten Therapien: Operationen oder viele Zyklen Chemotherapie fordern und verändern nicht nur den Körper, sondern auch das gesamte Leben mit einem Schlag. Die Psyche kommt so schnell kaum hinterher: Die meisten Betroffenen begreifen erst nach und nach, dass sich das Leben ab jetzt drastisch ändert und nie mehr so sein wird wie zuvor.

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Aufgrund der zunehmend verbesserten Behandlungsmöglichkeiten in den vergangenen Jahren nimmt die Zahl der Menschen mit Krebs, die geheilt werden oder lange mit der Erkrankung leben können, stetig zu. „Dennoch erleben Menschen, die von Krebs betroffen sind, die Krankheit meist als tiefen Eingriff ins Leben. Mit den Ärzten bespricht man die medizinischen Behandlungsschritte, doch die Angst bleibt und es stellen sich häufig viele weitere Fragen. Wir beantworten diese...

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