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Canakinumab
 

Medizin

23. März 2016

Erstlinienzulassung für Crizotinib eröffnet neue Perspektiven beim fortgeschrittenen ALK-positiven NSCLC

 „Je früher wir Patienten mit fortgeschrittenem nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) mit zielgerichteten Therapien behandeln können, desto größer die Chancen auf eine erfolgreiche Therapie. Umso erfreulicher ist, dass Crizotinib nun auch in Deutschland in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen ALK-positiven NSCLC zugelassen ist", sagte PD Dr. Thomas Wehler, Homburg, bei einer Fachpressekonferenz auf dem Deutschen Krebskongress in Berlin...

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Hämophilie

Chemotherapie-induzierte Übelkeit und Erbrechen: Vereinfachung der prophylaktischen Antiemese durch Fixkombination

In den 80er Jahren waren die Nebenwirkungen, welche sich hauptsächlich in Übelkeit und Erbrechen äußerten, bei einer Chemotherapie das dosislimitierende Problem. Seit der Einführung der 5-HT3-Antagonisten wandelte sich dieses Bild und das unmittelbare Erbrechen als Nebenwirkung verlor an Bedeutung, während die verzögerte Übelkeit ein Problem blieb. Heute sind beide Nebenwirkungen gut beherrschbar und daher kaum mehr ein Thema, sagte Prof....

AML: Azacitidin verlängert Überleben älterer Patienten

Auf Basis der Ergebnisse der AZA-AML-001-Studie ist die Zulassung für Azacitidin erweitert worden: Sie gilt jetzt bei akuter myeloischer Leukämie (AML) auch bei Patienten ab 65 Jahren und mehr als 30% Blasten. „Die AML ist hauptsächlich eine Erkrankung älterer Menschen“, erklärte Dr. Haifa Kathrin Al-Ali, Leipzig. Diese könnten aufgrund ihrer Konstitution häufig nicht intensiv behandelt werden. Eine Option für ältere Patienten ist...

Epigenetischen Biomarker für Fibrose-Risiko bei Strahlentherapie entdeckt

Strahlenfibrose ist eine häufige Spätfolge von Strahlentherapien. Bei Brustkrebspatientinnen identifizierten Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem Universitätsklinikum Mannheim ein epigenetisches Muster, das je nach Ausprägung auf ein gesteigertes Fibroserisiko hinweist. Das epigenetische Merkmal könnte in Zukunft bereits vor dem Start einer Strahlentherapie als Biomarker vor hoher Fibrose-Sensitivität warnen. Es bewirkt, dass...

Darmkrebs: Familiäres Risiko durch Früherkennung minimieren

Obwohl Familienangehörige von Patienten mit Darmkrebs eine Hochrisikogruppe für die Entwicklung von Krebserkrankungen des Dickdarms und Enddarms sind, fallen sie im deutschen Gesundheitswesen noch zu oft durchs Raster. Anlässlich des Darmkrebsmonats rufen die niedergelassenen Krebsspezialisten dazu auf, Darmkrebspatienten und deren Familien konsequent über den enormen Nutzen der Krebsfrüherkennung bei Angehörigen von Darmkrebspatienten zu informieren, um so das...

22. März 2016

Brustkrebs-Genexpressionstests der zweiten Generation im Vergleich: EndoPredict und PAM50

Bei einem Vergleich des etablierten Genexpressionstests EndoPredict und Varianten des PAM50-Risk-of-Recurrence Tests kommt die spanische GEICAM-Studiengruppe zu dem Schluss, dass der EndoPredict (EPclin) mehr prognostisch relevante Informationen liefert als PAM50. Die Ergebnisse beruhen auf einem direkten Vergleich der beiden Tests innerhalb der GEICAM/9906 Studie. Die Ergebnisse wurden nun in der Fachzeitschrift Breast Cancer Research and Treatment  veröffentlicht.

Stellenwert der autologen Stammzelltransplantation beim Multiplen Myelom

Im Rahmen eines Satellitensymposiums bestätigten Experten auf dem Deutschen Krebskongress den Stellenwert der autologen Stammzelltransplantation (ASCT), unabhängig vom Alter der Patienten. Das Risiko einer schlechten Mobilisierung kann durch innovative Substanzen, wie Plerixafor, verringert werden. Für die Behandlung des Multiplen Myeloms stehen demnächst weitere neue Substanzen zur Verfügung, führte Dr. Hans Salwender, Asklepios Klinik Altona, an. Das...

Haarzell-Leukämie: Vemurafenib in geringer Dosierung wirksam

Die Haarzell-Leukämie (HCL) ist eine seltene Blutkrebsart. Bei fast allen HCL-Erkrankten liegen Mutationen des BRAF-Gens vor, die einen wichtigen Signalweg überaktivieren und damit das Wachstum von Tumorzellen begünstigen. Ärzte und Wissenschaftler des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg, des Universitätsklinikums Heidelberg und des DKFZ in Zusammenarbeit mit einer Reihe europäischer Zentren untersuchten den Therapieverlauf mit dem...

21. März 2016

rrMM: G-BA bestätigt beträchtlichen Zusatznutzen für Pomalidomid

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat seinen Beschluss zur Nutzenbewertung der oral verabreichten Therapieoption beim multiplen Myelom IMNOVID® (Pomalidomid) veröffentlicht. Die endgültige Entscheidung des G-BA bestätigt seine frühere Einschätzung und spricht Pomalidomid basierend auf dem von Celgene eingereichten Dossier einen beträchtlichen Zusatznutzen gegenüber hoch dosiertem Dexamethason aus. Bei Dossiereinreichung hatte Celgene...

G-BA erkennt beträchtlichen Zusatznutzen von Dabrafenib und Trametinib beim nicht-resezierbaren oder metastasierten Melanom an

Der G-BA erkennt für erwachsene Patienten mit nicht-resezierbarem oder metastasiertem Melanom mit BRAF-V600-Mutation in der Kombinationstherapie mit Dabrafenib und Trametinib einen Hinweis für einen beträchtlichen Zusatznutzen im Vergleich zu Vemurafenib an und sieht in der Monotherapie mit Trametinib den Zusatznutzen als nicht belegt. Die Kombination aus Dabrafenib und Trametinib ist damit die erste und einzige zugelassene Therapie, der für Melanompatienten mit...

PFS-Langzeit-Benefit durch NSCLC-Erstlinientherapie mit Afatinib bei häufigen Mutationen/ Weitere Auswahlkriterien für Zweitlinientherapie mit Nintedanib

Für eine individuelle Therapieentscheidung beim fortgeschrittenen NSCLC ist eine Mutationstestung vor Beginn der Erstlinientherapie extrem wichtig, so Dr. Karl-Matthias Deppermann, Erfurt. Laut einer Umfrage unter Onkologen testen nur 72% ihre Patienten, 35% starten die Therapie, ohne das Testergebnis abzuwarten. Aktuelle Studiendaten der Studie LUX-Lung 7 zeigen nun, dass sich bei Vorhandensein häufiger EGFR-Mutationen das Ansprechen (70% vs. 56%; p=0,0083) und das...

Pankreaskarzinom: Reklassifikation von 4 Subtypen

Über eine integrierte Genomanalyse (einschließlich epigenetischer und transkriptomischer Daten) der Australian Pancreatic Cancer Genome Initiative von 456 pankreatischen duktalen Adenokarzinomen wurden 32 wiederkehrende Genmutationen innerhalb von 10 Signalwegen identifiziert: KRAS, TGF-β, WNT, NOTCH, ROBO/SLIT Signalling, G1/S Transition, SWI-SNF, Chromatinmodifizierung, DNA-Repair und RNA-Processing. Daraus ließen sich folgende neue Subtypen definieren:

18. März 2016

10 Jahre zielgerichtete Therapie des mRCC: Erfahrungen und Perspektiven

Die Einführung zielgerichteter Therapien vor rund zehn Jahren (1) hat die Behandlung des fortgeschrittenen, metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC) grundlegend verändert. Damit konnte das Überleben der Patienten deutlich verlängert werden (2,3). „Inzwischen ist der Wirkmechanismus der Tyrosinkinase-Inhibition (TKI) entscheidender therapeutischer Angriffspunkt einer zielgerichteten Therapie des mRCC und unverzichtbare Basis einer effektiven Behandlung dieses...

Limitiert die Finanzierung der Diagnostik die Patientenversorgung?

Dass die Patienten von der personalisierten Medizin profitieren, ist laut Dr. Wolfgang Dietrich, Roche Pharma AG, bereits vor mehr als zehn Jahren am Beispiel des HER2-überexprimierten frühen Mammakarzinoms gezeigt worden. So waren nach vier Jahren 85% der Frauen, bei denen der Test erfolgte und die entsprechend mit Trastuzumab zusätzlich zur Chemotherapie behandelt wurden, noch tumorfrei gegenüber nur 67% der Frauen, die lediglich die damals übliche Chemotherapie...

Fatigue beim mCRPC: Unterschiede zwischen Abirateron und Enzalutamid im Therapiealltag?

Aufgrund der Erfolge bei der Lebensverlängerung durch Medikamente, die in den letzten Jahren zugelassen wurden, rückt bei der Wahl der Therapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC) der Erhalt der Lebensqualität zunehmend in den Fokus. Dies gilt auch im Hinblick auf einen früheren Einsatz moderner antihormoneller Therapien. Hierbei spielt unter anderem die Fatigue eine wichtige Rolle. Denn sie kann sehr belastend sein und betrifft laut einem...

Melanom: Cobimetinib – Hinweis auf geringen Zusatznutzen

Cobimetinib (Cotellic®) ist seit November 2015 in Kombination mit Vemurafenib zur Behandlung von fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs zugelassen, und zwar bei Erwachsenen mit metastasiertem oder nicht mehr operablem Melanom mit einer BRAF-V600-Mutation. Daher hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) beauftragt zu prüfen, ob Cobimetinib in Kombination mit Vemurafenib gegenüber der...

Hämatologie: CAR-T-Zell-Technologie wird weiter erforscht

Mit rund 650.000 Euro fördert die Europäische Union ein Forschungsprojekt zur zellbasierten Krebstherapie unter Leitung von Prof. Dr. Toni Cathomen, Direktor des Instituts für Zell- und Gentherapie am Universitätsklinikum Freiburg. Grundlage ist die Weiterentwicklung der sog. CAR-T-Zell-Technologie. Dabei werden Immunzellen mit zellulären Antennen ausgestattet, die krebstypische Merkmale entarteter Zellen erkennen. In der Folge werden die Krebszellen zerstört....

ASH 2020
  • Phase-III-Studie ASCEMBL bei resistenten/intoleranten Patienten mit CML: STAMP-Inhibitor Asciminib deutlich effektiver als TKI Bosutinib
  • Ruxolitinib-resistente/-intolerante MF-Patienten profitieren im klinischen Alltag möglicherweise von einer Rechallenge
  • Real-world-Daten zu PV: Rechtzeitige Umstellung von HU auf Ruxolitinib wirkt möglicherweise Anstieg thromboembolischer Ereignisse entgegen
  • 5-Jahres-Daten der RESPONSE-2-Studie: Überlegenheit von Ruxolitinib gegenüber BAT im Langzeitverlauf bestätigt
  • Phase-I-Studie: Anhaltendes molekulares Ansprechen mit neuem BCR-ABL-Inhibitor Asciminib bei CML-Patienten mit T315I-Resistenzmutation
  • Patienten mit ITP sind emotional erheblich belastet
  • r/r DLBCL: Vielversprechende erste Daten zur CAR-T-Zell-Therapie mit Tisagenlecleucel in Kombination mit Ibrutinib
  • r/r FL: CAR-T-Zell-Therapie mit Tisagenlecleucel wirksam und sicher
  • Myelofibrose: Ruxolitinib-Startdosis von 10 mg 2x tägl. auch bei initial niedriger Thrombozytenzahl sicher anwendbar
  • Phase-III-Studie REACH3: Ruxolitinib bei chronischer steroidrefraktärer oder steroidabhängiger GvHD wirksamer als die beste verfügbare Therapie