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Medizin

09. März 2017

Eisenstoffwechsel: Lebergefäße schützen vor Eisenüberladung

An der Dermatologischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) tätige Wissenschaftler erforschen Funktionen von organspezifischen Endothelzellen. In einer Studie wird die Bedeutung von Signalen, die von spezialisierten Leberendothelien zur Regulation des Eisenstoffwechsels ausgesandt werden, untersucht. Die Mediziner haben dabei die gängige Vorstellung widerlegt, dass alleinig Hepatozyten den Eisenstoffwechsel im Körper durch eigene Botenstoffe regulieren.

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ENDEAVOR: Rezidiviertes/refraktäres multiples Myelom – Carfilzomib + Dexamethason verlängert OS

Gerade wurden positive Ergebnisse der geplanten Interimsanalyse zum Gesamtüberleben (overall survival, OS) aus der Head-to-Head Phase 3-Studie ENDEAVOR vorgestellt. Die Studie erreichte den sekundären Endpunkt des Gesamtüberlebens und zeigte, dass Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom, die mit Carfilzomib und Dexamethason (Kd56*) behandelt worden waren, 7,6 Monate länger lebten als die mit Bortezomib behandelten Patienten (Vd) (medianes OS...

Evidenzgrad 1A für 70-Gen-Brustkrebs-Test zur Bestimmung des Rezidivrisikos

Evidenzgrad 1A für 70-Gen-Brustkrebs-Test zur Bestimmung des Rezidivrisikos
© Sashkin / Fotolia.com

Die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) aktualisiert jährlich die Leitlinien „Diagnose und Behandlung von Patientinnen mit primärem und metastasiertem Brustkrebs“ (1). In der Ausgabe für 2017 bestätigt die Kommission den Nutzen von MammaPrint® zur Bestimmung von Subgruppen von Patientinnen mit einem geringen Rezidivrisiko, bei denen die Vermeidung einer Chemotherapie gerechtfertigt ist.

Schmerztherapie ohne Nebenwirkungen: Interaktion von morphinähnlichen Molekülen mit Opioidrezeptoren

Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben einen neuen Weg zur Entwicklung von Schmerzmedikamenten gefunden. Anhand von Computersimulation konnte das Forscherteam Interaktionen an Opioidrezeptoren analysieren. Im Tiermodell ermöglichte der Prototyp eines morphinähnlichen Moleküls tatsächlich eine starke Schmerzstillung in entzündetem Gewebe. Gesundes Gewebe reagierte hingegen nicht auf den Wirkstoff. Schwerwiegende...

RCI: Forschung, Therapieentwicklung und Medikamentenherstellung unter einem Dach

RCI: Forschung, Therapieentwicklung und Medikamentenherstellung unter einem Dach
©UKR

In Regensburg wird seit 2010 mit Gründung des RCI (Regensburger Centrum für Interventionelle Immunologie) immunmedizinische Forschung betrieben, die Patienten den direkten Zugang zu neuesten Therapien ermöglichen will. In einem Festakt wurde gestern sowohl der Grundstein für ein weiteres Gebäude des RCI gelegt sowie auch ein Pionier der Immuntherapie, Prof. Dr. Reinhard Andreesen, für sein Lebenswerk geehrt.

Stoffwechselvorgänge bei Tumoren in Echtzeit beobachten

Kleinste Tumorherde und andere krankhafte Stoffwechselvorgänge mit Hilfe von Magnetresonanztomografie (MRT) sichtbar machen: diesem Ziel sind Physiker des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) am Universitätsklinikum Freiburg einen großen Schritt näher gekommen. Die Wissenschaftler nutzten dafür die hochsensitive Hyperpolarisations-MRT, die durch die Verwendung magnetischer Kontrastmittel um ein Vielfaches empfindlicher ist als die...

MSOT-OCT-Technologie: Ösophaguskarzinom einfacher diagnostizieren

MSOT-OCT-Technologie: Ösophaguskarzinom einfacher diagnostizieren
© Murad Omar/Helmholtz Zentrum München

Wissenschaftler am Helmholtz Zentrum München wollen in den kommenden Jahren ein Endoskop entwickeln, womit Ärzte ein Ösophaguskarzinom einfacher und schneller diagnostizieren können als bisher. Sie erhoffen sich dadurch weniger Biopsien, bessere Therapieergebnisse sowie Kostenersparnis im Gesundheitssystem. Die Europäische Union fördert dieses Projekt im Rahmen ihrer Initiative Horizon 2020 mit insgesamt vier Millionen Euro.

08. März 2017

Experteninterview: Decitabin und die Rolle der Epigenetik in der AML-Therapie

Für erwachsene Patienten mit Akuter Myeloischer Leukämie (AML), die nicht intensiv therapierbar sind, steht nur eine begrenzte Anzahl an Therapieoptionen zur Verfügung. Die DNA-hypomethylierende Substanz Decitabin (Dacogen®) entstammt dem Bereich Epigenetik. Sie stellt neben einer rein supportiven Therapie und dem Einsatz von niedrigdosiertem Cytarabin eine wichtige Therapiesäule für diese Patienten dar. In einem Interview erläuterte Prof. Dr....

Promotionsstipendien für Arbeiten im Bereich Hämatologie und Onkologie vergeben

„Nur über Forschung wird es uns gelingen, die Überlebensraten und Heilungschancen von Patienten, die an Leukämie oder einer anderen schweren Blut- oder Knochenmarkserkrankung, leiden, langfristig zu verbessern. Unser großes Ziel ist, dass Leukämie heilbar wird. Immer und bei jedem“, erklärt Dr. Gabriele Kröner, warum die José Carreras Leukämie-Stiftung gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und...

Auch geringer Tabakkonsum erhöht Krebsrisiko

Auch geringer Tabakkonsum erhöht Krebsrisiko
© Eric Limon / Fotolia.com

Schon eine niedrige Dosis des im Tabakrauch enthaltenen Umweltgifts Benzpyren schädigt die DNA. Wie Wissenschaftler des Instituts für Toxikologie an der Universitätsmedizin Mainz nun erstmalig nachgewiesen haben, können die geschädigten Zellen diesen Schaden zunächst kompensieren. Allerdings geht dies mit einem erhöhten Mutationsrisiko der Zellen einher. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Krebserkrankung entwickelt.

Forschungsprojekt zur Vorsorge gegen Gebärmutterhalskrebs: Saarland als Modellregion

Forschungsprojekt zur Vorsorge gegen Gebärmutterhalskrebs: Saarland als Modellregion
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Seit fast zehn Jahren wird für Mädchen und junge Frauen eine Impfung gegen eine Infektion mit Hochrisiko-Papillomviren angeboten, da diese Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Schon viel länger gibt es Krebsfrüherkennungsuntersuchungen für Frauen ab dem 20. Lebensjahr. Dennoch erkranken im Saarland jährlich über 13 von 100.000 Frauen neu an dieser Krebsform, mehr als im Bundesdurchschnitt. Sigrun Smola, Professorin für Virologie der...

Verfügbarkeit von Nabilon – Fertigarzneimittel auf Cannabinoidbasis

Menschen mit schweren Erkrankungen müssen Zugang zu allen Behandlungsmethoden haben, die ihnen realistische Aussicht auf Heilung oder Linderung bieten, besagt das Gesetz, welches Ende Januar 2017 im Bundestag verabschiedet worden ist und die Verkehrs- und Verschreibungsfähigkeit von Cannabisarzneimitteln definiert (1). Damit können Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen bei entsprechender Indikationsstellung vom therapeutischen Nutzen der Cannabinoide profitieren. Kurz vor...

07. März 2017

mCRPC: Enzalutamid in der Behandlung effektiv

Für die Therapie des Prostatakarzinoms wurden in den letzten Jahren verschiedene neue Substanzen entwickelt, die zu einer Verbesserung der Prognose betroffener Patienten geführt haben. Vielfach unklar ist allerdings die Patientenselektion für den optimalen Therapieerfolg der neuen Medikationen sowie die Sequenzierung der verfügbaren Behandlungsoptionen. Beim Genitourinary Cancers Symposium (ASCO GU) 2017 widmeten sich verschiedene Präsentationen der Behandlung mit...

Klarere Bilder mit strahlungsfreier Mammografie

Das Universitätsklinikum Freiburg leitet seit Februar 2017 ein Projekt, in dem die Magnetresonanztomografie (MRT) für Brustuntersuchungen wesentlich verbessert werden soll. Das Vorhaben wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit einer Million Euro gefördert. Ziel ist die Entwicklung eines Zusatzgeräts für die MRT, das eine zehnfach stärkere Signaldifferenzierung erlaubt als aktuelle klinische MRT-Systeme. Dadurch sollen wesentlich detailliertere...

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Jede zehnte Frau in Deutschland ist im Laufe ihres Lebens von Brustkrebs betroffen. Damit ist das Mammakarzinom mit 65.500 Neuerkrankungen pro Jahr der häufigste Tumor bei Frauen. Die Diagnose wirft Fragen auf: Welche Therapie ist die richtige? Wo bekomme ich Hilfe? Die Deutsche Krebshilfe unterstützt Krebspatienten bei ihrem Kampf gegen die Erkrankung. Sie bietet allen Betroffenen eine kostenfreie telefonische Beratung an und hält allgemeinverständliche...

Ausgewogene Ernährung reduziert Krebsrisiko

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Mit einer ausgewogenen und ballaststoffreichen Ernährung erhält der Körper nicht nur wertvolle Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette, sondern auch wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Umgekehrt gilt: Mit dem stetigen Bevorzugen bestimmter Lebens- und Genussmittel schadet man der eigenen Gesundheit. „Das heißt, schon mit der Ernährung kann das Risiko für Darmkrebs erhöht oder gesenkt werden“, betont Lars...

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„Im Moment mache ich mir große Sorgen. Aus den Medien habe ich erfahren, dass ein schwerer Verlauf der Covid-19-Erkrankung auch jüngere Menschen ohne Vorerkrankungen treffen kann. Schutzmaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschenund Abstandhalten setze ich alle um. Aber wie regele ich meine Angelegenheiten, falls ich doch erkranke und das so schwer, dass ich meinen Willen nicht mehr äußern kann?“ Martin S., Hannover