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Medizin

22. Februar 2017

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Mechanismen der Kortison-Wirkung auf ALL- und AML-Leukämiezellen entschlüsselt

Wissenschaftler haben die Mechanismen untersucht, die Kortison bei akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL) zu einem wirkungsvollen Medikament machen, während es bei bei der akuten myeloischen Leukämie (AML) kontraindiziert ist. Der stark unterschiedliche Effekt von Kortison auf die verschiedenen Leukämieformen ist seit langem fester Bestandteil des klinischen Wissens in der Hämatologie/Onkologie. Die zugrunde liegenden zellulären Ursachen waren jedoch bisher...

Optimierungsbedarf bei der Nutzenbewertung: Endpunktvielfalt und Messbarkeit der Lebensqualität stehen im Fokus

Mit dem Inkrafttreten des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) Anfang 2011 begann die Diskussion um die optimalen Endpunkte zur Bewertung des Patientennutzens neuer Wirkstoffe, die bis heute geführt wird. Im Rahmen eines Fachsymposiums im November 2016 mit dem Titel „Quo vadis: Patientenrelevante Endpunkte in der Onkologie“ (1) diskutierten Experten aus Klinik und Forschung, Vertreter des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), des Instituts für Qualität und...

mCRPC: Patienten profitieren vom frühzeitigen Einsatz von Radium-223

mCRPC: Patienten profitieren vom frühzeitigen Einsatz von Radium-223
© CLIPAREA.com / Fotolia.com

Bei Radium-223-dichlorid (Xofigo®) handelt es sich um eine Therapie, die radioaktive Alphastrahlung abgibt und so gezielt gegen ossäre Metastasen wirkt. Radium-223 verlängerte in der Zulassungsstudie das Leben bei Erhalt der Lebensqualität von Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom (CRPC) und symptomatischen Knochenmetastasen ohne bekannte Viszeralmetastasen (1). Vor dem Hintergrund eines möglichst effektiven Einsatzes von Radium-223 stellt...

20. Februar 2017

Therapierelevante Daten zu Lymphomen und Myeloproliferativen Neoplasien vom ASH 2016

Der 36. Münchener Fachpresse-Workshop beschäftigte sich mit Neuigkeiten von der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2016. Im Mittelpunkt standen Lymphome und myeloproliferative Neoplasien. Wie Prof. Martin Dreyling, München, berichtete, lag beim ASH in diesem Jahr das Hauptaugenmerk auf den Lymphomen, und es gab zu diesem Themenkreis einige Daten, die den klinischen Therapiestandard schon bald ändern könnten. Zu den Highlights zählte Dreyling...

Leukämie: STAT5 ohne GlcNAc-Markierung verhindert selektiv Zellteilung bei Tumorzellen

Der Stoffwechsel von Krebszellen trägt zu aggressivem Tumorwachstum bei, wie Forschende nun in Versuchen mit dem bei Leukämie als krebsfördernd bekannten Signalmolekül STAT5 untermauern konnten. Krebszellen produzieren vermehrt ein spezielles Zuckermolekül, das die Aktivierung des Eiweißes erhöht und damit unkontrollierte Zellteilung unterstützt. Eine genetische Veränderung von STAT5 kann die Krebszelle quasi „nährstoffblind“ und...

Aktualisierte Leitlinie zur CLL: Ibrutinib jetzt auch für unfitte Patienten empfohlen

Seit Januar 2017 gilt die neue Leitlinie zur Chronischen Lymphatischen Leukämie*. Der BTK-Inhibitor Ibrutinib (Imbruvica®) wurde darin nun gemäß Zulassung (1) auch in der Erstlinie für unfitte CLL-Patienten ab 65 Jahren unabhängig von zytogenetischen Risikofaktoren empfohlen. Die Überarbeitung der Leitlinie trägt vor allem den Neuerungen im Bereich der medikamentösen Therapien Rechnung. Neben dem Wegfall veralteter Regime wurden neue...

Grundlagenforschung: Selenoproteine nehmen Einfluss auf Darmkrebs

Wenn es um ihre Forschungsergebnisse zu Zusammenhängen zwischen Ernährung und Krankheit geht, setzt Prof. Dr. Anna Patricia Kipp jedes Wort mit Bedacht. Denn sie will zu große Hoffnungen auf eine rasche Prävention oder gar Heilung von Krebs vermeiden. Schließlich ist das, was sie macht, vor allem Grundlagenforschung. Daher spreche sie keine Empfehlungen zu einer Selen-Zugabe in die Nahrung aus, „da noch ganz viele Erkenntnisse fehlen“. Überzeugt...

16. Februar 2017

EGFR T790M-positives NSCLC: Nach TKI-Versagen besseres PFS mit Osimertinib als mit Pemetrexed + Platin

Die randomisierte internationale Open-Label Phase-III-Studie AURA3 untersuchte Patienten mit T790M-positivem fortgeschrittenen NSCLC (n=419) nach Progress unter TKI-Therapie firstline. Sie erhielten 2:1 randomisiert entweder einmal täglich 80 mg Osimertinib (AZD9291) oral oder eine platinbasierte Doublette mit Pemetrexed i.v. (Pemetrexed 500 mg/m2 + Carboplatin AUC 5 oder Pemetrexed 500 mg/m2 + Cisplatin 75 mg/m2).

MPN: Neben Stammzellen auch T-Zellen von Mutationen betroffen

MPN: Neben Stammzellen auch T-Zellen von Mutationen betroffen
© Ed Uthman/CC BY 2.0

Patienten mit myeloproliferativer Neoplasie (MPN) tragen eine Mutation, meist in der Janus-Kinase 2, in ihren blutbildenden Stammzellen. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass bei Patienten mit besonders vielen geschädigten Stammzellen auch T-Zellen die Mutation tragen. Welche Auswirkungen das etwa auf die Abwehr von Krankheitserregern hat, haben die Wissenschaftler an Mäusen untersucht. Ob die T-Zell-Mutationen mehr Autoimmun-Symptome oder eine andere Prognose...

AML, ALL: Spezialisierte Zentren und Alter beeinflussen Outcome

Jugendliche und junge Erwachsene (15-39 Jahre) mit AML oder ALL haben im Vergleich zu Patienten im Kindesalter ein schlechteres Outcome. Bekannt ist, dass sie seltener in Spezialeinrichtungen behandelt werden als Kinder. Bislang war nicht untersucht worden, welchen Einfluss spezialisierte Krebskliniken auf das Gesamt- und leukämiespezifische Überleben nehmen. In dieser Studie wurde die Behandlung in Comprehensive Cancer Centers (CCC) oder in Children's Oncology Group sites...

pNET: Ererbte Gene öfter verantwortlich als bisher gedacht

Neuroendokrine Tumore (NET) machen lediglich 0,5% aller malignen Tumore aus. Steve Jobs ist der berühmte Prominente, der an einem pankreatischen NET (pNET) verstarb. Eine jetzt veröffentlichte Studie der AOUI Verona sowie der University of Glasgow hat gezeigt, dass statt der bislang angenommenen Schätzung von 5% sogar 17% der pNET-Fälle mit fehlerhaften ererbten Genen in Zusammenhang standen. Dafür wurden 160 pNET-Proben genomsequenziert.

Mammakarzinom: Biomarkeranalyse durch RT-qPCR zeigt präzise Prädiktion der pathologisch kompletten Remission

Aktuell wurde die Veröffentlichung von Studiendaten bekanntgegeben, die erneut die Überlegenheit des in-vitro diagnostischen  MammaTyper® Tests (CE markiertes IVD) gegenüber den immunhistochemischen Nachweisverfahren (IHC) belegen (1). „Die Besonderheit der aktuell publizierten Leistungsbewertungsstudie besteht darin, dass erstmals die Ergebnisse der Genexpressionsanalyse mit MammaTyper® nicht nur mit den Resultaten der manuellen...

CRC: Rolle des intestinalen Mikrobioms bei der Tumorgenese

CRC: Rolle des intestinalen Mikrobioms bei der Tumorgenese
©Alex / Fotolia.com

Der Verdacht, dass bestimmte Darmbakterien an der Entstehung von Darmkrebs beteiligt sein könnten, besteht seit vielen Jahren. Eine andere Hypothese ist die, dass statt einzelner Bakterien-Spezies die Gesamt-Zusammensetzung der Darmflora ausschlaggebend für die Tumorgenese ist. Die Wahrheit liege wohl in der Mitte, meinte Prof. Cynthia Sears, John Hopkins, die auf dem ASCO-GU ihre Untersuchungen an Biofilmen vorstellte – Bakterienkolonien, die im Darm in die innere dichte...

ASH 2020
  • Phase-III-Studie ASCEMBL bei resistenten/intoleranten Patienten mit CML: STAMP-Inhibitor Asciminib deutlich effektiver als TKI Bosutinib
  • Ruxolitinib-resistente/-intolerante MF-Patienten profitieren im klinischen Alltag möglicherweise von einer Rechallenge
  • Real-world-Daten zu PV: Rechtzeitige Umstellung von HU auf Ruxolitinib wirkt möglicherweise Anstieg thromboembolischer Ereignisse entgegen
  • 5-Jahres-Daten der RESPONSE-2-Studie: Überlegenheit von Ruxolitinib gegenüber BAT im Langzeitverlauf bestätigt
  • Phase-I-Studie: Anhaltendes molekulares Ansprechen mit neuem BCR-ABL-Inhibitor Asciminib bei CML-Patienten mit T315I-Resistenzmutation
  • Patienten mit ITP sind emotional erheblich belastet
  • r/r DLBCL: Vielversprechende erste Daten zur CAR-T-Zell-Therapie mit Tisagenlecleucel in Kombination mit Ibrutinib
  • r/r FL: CAR-T-Zell-Therapie mit Tisagenlecleucel wirksam und sicher
  • Myelofibrose: Ruxolitinib-Startdosis von 10 mg 2x tägl. auch bei initial niedriger Thrombozytenzahl sicher anwendbar
  • Phase-III-Studie REACH3: Ruxolitinib bei chronischer steroidrefraktärer oder steroidabhängiger GvHD wirksamer als die beste verfügbare Therapie