Mittwoch, 25. November 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Imnovid
Imnovid
 
Medizin

16. November 2020 "Zweite Welle“ verunsichert Krebspatienten - Krebsinformationsdienste als Ansprechpartner

Mit dem dramatischen Ansteigen der Covid-19-Neuinfektionen seit Beginn des Herbstes wächst die Sorge und das Risiko, dass es in der onkologischen Versorgung erneut zu Einschränkungen kommen könnte. Für Betroffene, die verunsichert sind und Fragen zu ihren anstehenden diagnostischen Untersuchungen, zu Therapien oder Nachsorge-Terminen haben, stehen der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums und das INFONETZ KREBS der Deutschen Krebshilfe jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Um mögliche Änderungen der onkologischen Versorgungssituation zu erfassen, haben das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Deutsche Krebshilfe auch ihre regelmäßige Befragung an 18 großen deutschen universitären Krebszentren wiederaufgenommen.
Anzeige:
Darzalex
 
Während der ersten Welle der Covid-19-Pandemie im Frühjahr war es in einigen Bereichen der onkologischen Versorgung vorübergehend zu deutlichen Einschränkung gekommen: Therapien wurden verkürzt oder verschoben, Nachsorge und Früherkennung häufig ausgesetzt. Aus Sorge vor einer Ansteckung entschieden sich auch die Patienten selbst vielfach gegen einen Arztbesuch und schoben damit teilweise wichtige Abklärungsuntersuchungen auf.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum, die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft hatten daher bereits im März eine gemeinsame Taskforce eingerichtet, um Veränderungen in der onkologischen Versorgung zu erfassen und Entscheidungsträger informieren zu können. Das Monitoring beruhte auf einer regelmäßigen systematischen Befragung von 18 großen deutschen universitären Krebszentren. Die Ergebnisse der bisherigen Befragung wurden nun im Deutschen Ärzteblatt* publiziert.

Mit der zweiten Welle der Pandemie steht der klinische Betrieb in vielen Krankenhäusern erneut vor den gleichen Herausforderungen wie im Frühjahr: Intensivbetten müssen für COVID-Patienten freigehalten werden, durch Infektionen oder häusliche Quarantäne ist vielerorts die Personaldecke ausgedünnt, die Hygieneregeln schränken den Zugang zu Kliniken und Ambulanzen ein.

„Die derzeitige Situation verunsichert viele Menschen. Patienten machen sich Gedanken, ob ihre anstehenden diagnostischen Untersuchungen, ihre bevorstehenden Therapien oder Nachsorgetermine ablaufen können wie vorgesehen. Für solche Fragen stehen der Krebsinformationsdienst des DKFZ oder das INFONETZ KREBS der Deutschen Krebshilfe jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung“, sagt Prof.  Dr. Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des DKFZ.

Auch der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krebshilfe, Gerd Nettekoven, hält es für wichtig, die Sicherstellung der adäquaten Versorgung von Krebspatienten aufgrund der aktuellen Situation unbedingt im Blick zu haben. "Die erste Welle der Pandemie hatte das onkologische Versorgungssystem in Deutschland bereits deutlich beeinträchtigt. In Anbetracht der jetzt erheblich höheren Neuinfektionen, machen wir uns umso mehr Sorgen, dass notwendige und übliche Versorgung nur erheblich eingeschränkt stattfinden wird und Krebspatienten vernachlässigt werden."

"Wir möchten die Menschen ermutigen, Untersuchungstermine zur Abklärung verdächtiger Symptome wahrzunehmen", erklärt Prof. Dr. Thomas Seufferlein, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. Ein Aufschieben könne unter Umständen dazu führen, dass eine Krebserkrankung erst in einem späteren Stadium entdeckt wird und dann schlechter zu behandeln ist. "Ferner müssen wir bei der aktuellen Diskussion um eine gute Impfstrategie berücksichtigen, dass Tumorpatienten, beispielsweise Patienten mit Lungenkrebs, ein hohes Risiko haben, bei einer COVID-19 Erkrankung zu versterben und daher besonders geschützt werden müssen", so Seufferlein.

* Stefan Fröhling, Volker Arndt et al.: Corona-Effekt in der Onkologie, Deutsches Ärzteblatt, 13. November 2020.
 

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums , der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen Krebsgesellschaft


Anzeige:
Kyprolis

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

""Zweite Welle“ verunsichert Krebspatienten - Krebsinformationsdienste als Ansprechpartner"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab