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Imfinzi NSCLC
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Medizin
31. August 2015

Zwei neue Kooperationen im Bereich Immuno-Onkologie

MedImmune, der weltweite Forschungs- und Entwicklungszweig für Biologika von AstraZeneca, wird gemeinsam mit Mirati Therapeutics, Inc., einem Onkologie-Unternehmen mit Fokus auf genetische und epigenetische Krebsfaktoren, eine klinische Studie umsetzen. Diese Phase I/II-Studie wird die Sicherheit und Wirksamkeit des sich in der Entwicklung befindlichen Anti-PD-L1-Immun-Checkpoint-Inhibitors Durvalumab (MEDI4736) von MedImmune in Kombination mit Mocetinostat untersuchen, einem sich bei Mirati in der Entwicklung befindlichen selektiven Histon-Deazetylase-Inhibitor (HDAC).

Diese neue Kombination wird zuerst bei Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) untersucht und zukünftig möglicherweise auch in weiteren Anwendungsbereichen eingesetzt. Durvalumab soll der Immun-Abwehr-Taktik von Tumorzellen entgegenwirken, indem der Wirkstoff ein inhibitorisches Signal blockiert. Mocetinostat wiederum hemmt selektiv Grad I HDAC-Enzyme und hat das Potenzial, die positive Wirkung von Checkpoint-Inhibitoren, wie Durvalumab, auf die Tumorimmunität zu verstärken.

Weltweite Vermarktung und Herstellung

Ebenfalls im Bereich Immuno-Onkologie erhält AstraZeneca von Heptares Therapeutics, einer 100%igen Tochtergesellschaft der Sosei Group Corporation, die exklusiven weltweiten Rechte für Herstellung und Vermarktung des A2A-Adenosin-Rezeptorantagonisten, HTL-1071. Tumorzellen haben Mechanismen entwickelt, um dem Immunsystem zu entgehen. So auch die Produktion des natürlichen Moleküls Adenosin. Durch die Bindung an A2A-Rezeptoren hält Adenosin die T-Zellen des Immunsystems von der Ausbreitung ab und reduziert deren Fähigkeit, die Krebszellen zu zerstören. Die Blockierung der A2A-Rezeptoren könnte somit die Anti-Krebsreaktion der T-Zellen im Mikromilieu des Tumors fördern.

Heptares erhält eine Vorauszahlung von 10 Mio. USD (rund 9 Mio. Euro). Weitere Zahlungen gehen an das Unternehmen, sobald die vereinbarten Ziele der vorklinischen und/oder klinischen Ereignisse erreicht worden sind. Weitere 500 Mio. USD (rund 450 Mio. Euro) sowie zweistellige Lizenzgebühren für Nettoumsätze erhält das Unternehmen bei Einhalten der vereinbarten Vermarktungsziele.

David Berman, Senior Vice President und Leiter der Oncology Innovative Medicines Unit (Innovative onkologische Arzneimittel) von MedImmune, freut sich: „Unsere beiden neuen Kooperationen unterstützen unsere Strategie im immuno-onkologischen Bereich. Wir möchten den Bedürfnissen der Patienten gerecht werden, neue Therapien entwickeln und das Leben der Patienten verbessern und sind diesem Ziel wieder einen Schritt näher gekommen.“

Quelle: AstraZeneca


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