Donnerstag, 26. November 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Myelofibrose
Myelofibrose
 
Medizin

02. Mai 2017 Zulassungserweiterung für Daratumumab als Kombinationstherapie ab der zweiten Linie beim Multiplen Myelom

Auf Basis neuer Studiendaten kann der Antikörper Daratumumab (Darzalex®) ab sofort nicht nur als Monotherapie, sondern auch in Kombination mit dem Immunmodulator Lenalinomid oder dem Proteasom-Inhibitor Bortezomib (jeweils mit Dexamethason) eingesetzt werden. Diese Kombinationen haben sich in zwei randomisierten, offenen, aktiv-kontrollierten, multizentrischen Phase-III-Studien als wirksamer erwiesen als die beiden Therapien alleine.
Anzeige:
Piqray
Grundlage für die Erweiterung der Zulassung waren die POLLUX- und die CASTOR-Studie, in der die Regime DRd (Daratumumab/Revlimid (Lenalinomid)/Dexamethason) im Vergleich zu Rd (1) und DVd (Daratumumab/Velcade (Bortezomib)/Dexamethason im Vergleich zu Vd (2) untersucht wurden. In beiden Studien waren Patienten mit Multiplem Myelom eingeschlossen, die mindestens eine Vorbehandlung erhalten hatten. Primärer Endpunkt war in beiden Fällen das progressionsfreie Überleben (PFS).
 
An der POLLUX-Studie nahmen 569 Patienten teil, sie wurden 1:1 randomisiert und erhielten entweder DRd oder Rd. Nach einer medianen Nachbeobachtungsdauer von 17,3 Monaten zeigten unter DRd mit 76% mehr Patienten ein PFS als unter Rd (49%; p<0,0001). „Das PFS spricht sehr klar für die Einbeziehung von Daratumumab“, lautete die Einschätzung von Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt, Heidelberg, auf einer Presseveranstaltung des Unternehmens Janssen zur Zulassungserweiterung. In der ähnlich großen CASTOR-Studie bot sich tendenziell ein vergleichbares Bild. Nach einem medianen Follow-up von 13 Monaten war das PFS unter der Dreierkombination DVd noch nicht erreicht; unter Vd betrug es 7,1 Monate. Auch hinsichtlich der Schnelle, Tiefe und Dauer des Ansprechens zeigten sich die Dreier-Kombinationen den jeweiligen Zweierkombinationen überlegen. Bei vergleichbarer Lebensqualität konnten die Daratumumab-Kombinationsregime das Risiko für einen Progress oder Versterben jeweils um mehr als 60% gegenüber Rd und Vd reduzieren. Das Sicherheitsprofil entsprach dem der Einzelsubstanzen. „Aus meiner Sicht ist das eine ganz wesentliche Bereicherung der Therapie der Patienten mit rezidiviertem Myelom“, so Goldschmidt.
 
Anne Benckendorff, Frankfurt am Main

Quelle: Pressekonferenz: “Darzalex – Zeit für einen neuen Standard in der Zweitlinientherapie des Multiplen Myeloms“, Frankfurt am Main, 25. April 2017; Veranstalter: Janssen

Literatur:

(1) Dimopoulos MA et al. N Engl J Med 2016; 375: 1319-1331
(2) Palumbo MD et al. N Engl J Med 2016; 375: 754-766


Anzeige:
Avastin MammaCA BC
Avastin MammaCA BC
 

Stichwörter

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Zulassungserweiterung für Daratumumab als Kombinationstherapie ab der zweiten Linie beim Multiplen Myelom"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab