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Medizin

26. April 2017 Widerstandskraft von Astrozytomen gegen Strahlentherapie

Der Heidelberger Mediziner Dr. Matthias Osswald erhielt gerade den mit 100.000 Euro dotierten Hella-Bühler-Preis 2016. Osswald forscht am Universitätsklinikum Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) zur Kommunikation und Netzwerkbildung zwischen den Zellen bösartiger Hirntumore. Die Auszeichnung wendet sich an junge Forscher am Wissenschaftsstandort Heidelberg, die bereits durch herausragende wissenschaftliche Qualität in der Krebsforschung auf sich aufmerksam gemacht haben.
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Osswald hat gemeinsam mit seinen Kollegen gezeigt, dass die Zellen von Astrozytomen ein Netzwerk miteinander ausbilden können, das in der Folge die Widerstandskraft des Tumors gegen eine Strahlentherapie erhöht. Die Tumorzellen nutzen hierfür lange und sehr dünne Zellfortsätze. Osswald und Kollegen identifizierten darüber hinaus ein Molekül, das die Kommunikation und Netzwerkbildung zwischen den Tumorzellen ermöglicht. Diese Erkenntnisse eröffnen einen neuen Ansatzpunkt für die Entwicklung spezifischer Therapien. In künftigen Arbeiten soll nun untersucht werden, wie die Kommunikation zwischen den Tumorzellen pharmakologisch gehemmt werden kann.

Matthias Osswald (Jahrgang 1982) studierte Medizin an der Universität Freiburg, an der er auch mit einer Arbeit auf dem Gebiet der experimentellen Epilepsieforschung promoviert wurde. Der Mediziner ist Assistenzarzt an der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg; aktuell ist er für ein Jahr als Weiterbildungsassistent an der Klinik für Allgemeine Psychiatrie des Klinikums tätig. Seit 2011 forscht Dr. Osswald zudem als Postdoktorand in der Klinischen Kooperationseinheit Neuroonkologie, die am DKFZ angesiedelt ist. Im vergangenen Jahr wurde er mit dem IZN Chica and Heinz Schaller Young Investigator Neuroscience Award ausgezeichnet.

Der von der Heidelberger Zahnärztin Dr. Hella Bühler (1910 bis 2002) gestiftete Forschungspreis soll junge Heidelberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützen, ihre bereits herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Krebsforschung fortzuführen und zu vertiefen.

Quelle: Universität Heidelberg


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