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Medizin
14. September 2015

Wenn Abwehrzellen die Kontrolle verlieren: Am 15. September ist Welt-Lymphom-Tag

Am 15. September ist internationaler Welt-Lymphom-Tag. An diesem Tag soll weltweit auf diese spezielle Form von Krebserkrankungen aufmerksam gemacht werden. Doch was ist ein Lymphom überhaupt? Was passiert im Körper und wie gefährlich sind diese Erkrankungen?

Maligne Lymphome sind verschiedene Krebserkrankungen unseres körpereigenen Abwehrsystems, des sogenannten lymphatischen Systems. Das lymphatische System durchzieht mit Lymphbahnen, ähnlich der Blutgefäße, unseren Körper. Der Begriff maligne Lymphome schließt eine Reihe von unterschiedlichen Erkrankungen des lymphatischen Systems ein, die sich je nach Art in ihrer Behandlung und auch der Prognose unterscheiden. Neben den Lymphknoten umfasst das Lymphsystem auch einige Organe und spezialisierte Blutzellen, die weißen Blutkörperchen (Lymphozyten). Bei einem malignen Lymphom kommt es zu einer Veränderung der Lymphozyten. Diese vermehren sich unkontrolliert, können ihre eigentliche Funktion nicht mehr wahrnehmen und breiten sich über die Blut- und Lymphgefäße im ganzen Körper aus. Die Vermehrung dieser veränderten Blutkörperchen führt zu einer Schwellung des betroffenen Lymphknotens. Ein geschwollener Lymphknoten kann somit erster Vorbote dieser ernsthaften Krebserkrankung sein. Unter den malignen Lymphomen gibt es aggressive Formen, die unbehandelt meist tödlich verlaufen. Jedoch gibt es auch Formen, die keine sofortige Behandlung benötigen. Bei dieser Art kommt das sogenannte Watch & Wait-Prinzip (Beobachten und Abwarten) zum Einsatz, bei welchem regelmäßige Kontrollen durchgeführt werden, um das Tumorwachstum zu beobachten.

Die Grafik gibt einen Überblick über das lymphatische System des Menschen, mögliche Symptome und Behandlungsmöglichkeiten bei einem Lymphom.

Lymphome: Krebserkrankungen des lymphatischen Systems. Quelle: Janssen

 

Lymphome: Krebserkrankungen des lymphatischen Systems

Weitere Informationen rund um das Thema Krebs erhalten Patienten, Angehörige und Interessierte auf der Website www.krebsratgeber.de.

Quelle: Janssen-Cilag


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