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Medizin
04. August 2015

WCGI 2015: Geplante Zweitlinientherapie beim metastasierten Kolorektalkarzinom

Eine wirksame Therapie der Zweitlinie bei Patienten mit fortgeschrittenem bzw. metastasiertem kolorektalen Karzinom (mCRC) ist die Kombination von Aflibercept + FOLFIRI, wie die Experten anlässlich des World Congress on Gastrointestinal Cancer (WCGC) in Barcelona, berichteten. Es handele sich um klinische Erfahrungen, welche durch molekulare Untersuchungen gestützt werden. Eine wichtige Information der Zulassungsstudie VELOUR ist, dass beim Vergleich von Aflibercept/FOLFIRI versus FOLFIRI die Überlebenskurven auch nach 36 Monaten nicht zusammenlaufen und somit darauf hindeuteten, dass ein Teil der Patienten langfristig profitiert. Daher solle die Möglichkeit einer Zweitlinientherapie mit Aflibercept/FOLFIRI bereits bei der Erstlinientherapie in die Therapieentscheidung mit einbezogen werden.

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Dr. Jean-Philippe Metges vom Institut für Hämatologie/ Onkologie des CHU Krankenhauses in Morvan/ Frankreich, betonte, dass Behandlungsstrategie und -erfolg eng miteinander verbunden seien, und es daher unabdingbar sei, in Therapiesequenzen zu denken. Die VELOUR-Studie untersuchte Patienten mit mCRC, die nach einer Oxaliplatin-haltigen Therapie progredient waren. Nach 30 Monaten lebten noch 22,3% der Patienten im experimentellen Arm gegenüber 12,0% der Patienten im Kontrollarm. Die Plateaubildung der Aflibercept-Überlebenskurve deutet darauf hin, dass etwa 20% der Patienten einen anhaltenden Überlebensvorteil haben. Wurde ein Patient in der Erstbehandlung mit Oxaliplatin-haltigen Regimen vorbehandelt, so biete die Zweitbehandlung mit Aflibercept/ FOLFIRI bei frühzeitiger Nutzung die Möglichkeit, das Potenzial der Kombination voll auszuschöpfen, fasste Prof. Alberto Sobrero, Krankenhaus San Martino in Genua/ Italien, die Ergebnisse zusammen.

Prognostische und prädiktive Biomarker helfen bei der Personalisierung der Behandlung. Bei Gewebeanalysen wurden unter anderem der Wachstumsfaktor VEGF-A, Interleukin 8, Faktor MIF, die VEGF-Rezeptoren 2 und 3, sowie das Surfactant Protein D (SPD) als potentielle prädiktive und prognostische Biomarker identifiziert und müssen nun validiert werden.

Dr. Ine Schmale, Westerburg

Quelle: Satelliten-Symposium der Sanofi Oncology „Back from the Future: From Biomarkers Back to the Importance of Continuum of Care in Metastatic Colorectal Cancer”, im Rahmen des WCGC 2015, 4. Juli 2015, Barcelona


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