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Medizin

05. Juni 2018 Vielversprechende Aktivität von Lenvatinib plus Pembrolizumab bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Endometriumkarzinom

Die Kombination des Immun-Checkpoint-Inhibitors Pembrolizumab (KEYTRUDA®) mit dem Multikinase-Inhibitor Lenvatinib, der die Targets VEGFR-1-3, FGFR 1-4, PDGFRα, KIT und RET adressiert, zeigt bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Endometriumkarzinom eine vielversprechende Wirksamkeit. In einer bei der 54. ASCO-Jahrestagung in Chicago/IL (USA) präsentierten Interimsanalyse einer Phase-Ib/II-Studie lag die objektive Ansprechrate in Woche 24 bei 39,6% (1, 2). Angesichts der Tatsache, dass für Patientinnen mit rezidiviertem/metastasiertem Endometriumkarzinom ein hoher medizinischer Bedarf an neuen Behandlungsoptionen besteht, sind diese Daten ermutigend.  
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In der multizentrischen, offenen Phase-Ib/II-Studie erhalten die Patientinnen mit histologisch gesichertem fortgeschrittenen Endometriumkarzinom unabhängig von der Mikrosatelliteninstabilität (MSI) oder ihrem Mismatch Repair (MMR)-Status täglich 20 mg Lenvatinib oral und alle 3 Wochen intravenös den PD-1-Inhibitor Pembrolizumab in einer Dosierung von 200 mg. Das Tumormonitoring erfolgte nach Einschätzung der Prüfärzte anhand immunbezogener RECIST-Kriterien (irRECIST). Der primäre Endpunkt war die objektive Ansprechrate nach 24 Wochen (ORRWK24), sekundäre Endpunkte unter anderem die objektive Ansprechrate (ORR), das progressionsfreie Überleben (PFS) und die Dauer des Ansprechens (DOR) nach Einschätzung der Prüfärzte und als Sekundäranalyse nach Einschätzung eines unabhängigen Reviews durch Radiologen anhand irRECIST. Die sekundären Endpunkte sind die ORR, das progressionsfreie Überleben (PFS) und die Dauer des Ansprechens.

Zum Zeitpunkt der präsentierten Analyse waren 53 Patientinnen in die Studie eingeschlossen worden. Die ORRWK24 betrug 39,6% (95%-KI: 26,5-54,0), in der Sekundäranalyse auf Basis des Radiologenreviews 45,3%. Die Gesamt-ORR lag ebenfalls bei 39,6% (95%-KI: 26,5-54,0) (Radiologenreview 47,2%) mit einer kompletten und 20 partiellen Remissionen. Unter den Respondern hatten 83% ein Ansprechen, das mind. 6 Monate anhielt, 64,5% sogar ein Ansprechen von 12 Monaten und mehr. Die mediane Dauer des Ansprechens war noch nicht erreicht. Das geschätzte PFS nach dem Kaplan-Meier-Verfahren betrug 7,4 Monate.

Bei 70% der Patientinnen traten Grad-3-Nebenwirkungen auf, Nebenwirkungen von Grad 4 wurden nicht beobachtet. 6% der Patientinnen brachen die Behandlung aufgrund von Nebenwirkungen ab. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Bluthochdruck (59%, Grad 3: 34%), Fatigue (55%, Grad 3: 6%), Diarrhoe (44%, Grad 3: 8%) und Hypothyreoidismus (47%, Grad 3: 0%).

Die vielversprechende Aktivität der Kombination Pembrolizumab + Lenvatinib zeigte sich unabhängig vom MSI- und MMR-Status der Frauen mit fortgeschrittenem Endometriumkarzinom. Neue Sicherheitssignale wurden nicht beobachtet. Eine randomisierte internationale zweiarmige Phase-III-Studie, die die Kombination beim rezidivierten Endometriumkarzinom untersuchen soll, ist derzeit in Planung.

red
 

Quelle: ASCO 2018

Literatur:

(1) Makker V et al. Lenvatinib + pembrolizumab in patients with advanced endometrial cancer: Updated results. J Clin Oncol 2018; (suppl; abstr 4524)
(2) Makker V et al. Vortrag im Rahmen der Poster Session „Gynecologic Cancer“, ASCO 2018, 4. Juni 2018


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