Samstag, 5. Dezember 2020
Navigation öffnen
Medizin

05. Dezember 2019 VESTIGE-Studie: Neue Behandlungsmöglichkeit bei Magenkrebs verbessert Heilungschancen

Magenkrebs ist weltweit die fünfthäufigste Krebserkrankung, nach wie vor mit einer schlechten Prognose. "Tumoren des Magens stehen bei der krebsbedingten Sterblichkeit leider weltweit an Platz 3," erläutert Prof. Dr. Florian Lordick, Universitätsklinikum Leipzig. "Bisher haben wir für Patienten mit Magenkrebs wenige wirklich überzeugende Behandlungsoptionen." Trotz Operation und Chemotherapie erleiden viele Patienten einen Rückfall. "Um so mehr freut es uns, dass uns jetzt hier in Leipzig mit der Immuntherapie eine neue, möglicherweise vielversprechende Therapie zur Verfügung steht", sagte Lordick. Deren Wirksamkeit wird in der gerade gestarteten VESTIGE-Studie untersucht, die an 25 Zentren in zehn Ländern Europas durchgeführt wird.
Anzeige:
Zynteglos
Zynteglos
Die Leitung der mit 3,85 Millionen Euro finanzierten und auf drei Jahre angelegten Studie liegt in Leipzig bei Prof. Lordick. "Unser Ziel ist zu untersuchen, ob wir im Anschluss an eine Krebsoperation mit Hilfe der immunstimulierenden Behandlung bessere Heilungschancen erreichen können als mit der Standardchemotherapie", so Lordick. Bei anderen Krebsarten sei dieser Ansatz bereits erfolgreich gewesen, auch bei sehr fortgeschrittenen Magenkrebserkrankungen. Nun steht das innovative Behandlungsverfahren, bei dem mittels einer Kombination zweier Medikamente die körpereigene Abwehr gegen Tumorrestzellen aktiviert wird, für Patienten nach einer Magenkrebsoperation zur Verfügung. Statt einer Chemotherapie erhalten diese im Rahmen der Studie ein Jahr lang eine Immuntherapie, um eine verbleibende Resterkrankung zu beseitigen und Rückfälle zu verhindern.

In Deutschland beteiligen sich außer dem UKL drei weitere Zentren an der Untersuchung, von der bereits die ersten drei Patienten profitieren. Insgesamt sollen in den kommenden Monaten europaweit 240 Patienten in die Studie aufgenommen werden, die innerhalb des europäischen Netzwerkes zur Erforschung und Behandlung von Krebs EORTC durchgeführt wird.

Erste Auswertungen seien in drei Jahren zu erwarten. "Wir erhoffen uns dann konkrete Aussagen, ob und wie wir mit dieser Therapie die Aussichten unserer Patienten auf Heilung wirksam verbessern können", so Lordick.

Weitere Informationen zur VESTIGE-Studie sowie zur Möglichkeit einer Teilnahme daran: Tel. 0341-97 17365 oder per Mail unter studienzentrale.uccl@medizin.uni-leipzig.de.




 

Quelle: Universitätsklinikum Leipzig


Anzeige:
Infothek Sekundäre Immundefekte

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"VESTIGE-Studie: Neue Behandlungsmöglichkeit bei Magenkrebs verbessert Heilungschancen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab