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Medizin
12. September 2016

Vermeidbare Krebs-Inzidenz und -Mortalität im Zusammenhang mit dem Lebensstil bei weißen Amerikanern

Eine US-amerikanische prospektive Studie, die Zusammenhänge zwischen Lebensstilfaktoren und der Inzidenz bzw. Mortalität von Krebskrankheiten untersucht hat, kommt zu dem Schluss, dass sich eine erhebliche Anzahl an Krebserkrankungen durch Lebensstiländerungen verhindern ließe. Insgesamt waren Daten aus 2 Kohorten mit jeweils 89.571 Frauen und 46.339 in die Analysen eingeschlossen.
Davon wurde 16.531 Frauen und 11.731 Männern ein gesunder Lebensstil (Gruppe mit niedrigem Risiko) zugeordnet, die restlichen 73.040 Frauen und 34.608 Männer waren die Gruppe mit hohem Risiko.

Innerhalb der beiden Kohorten lag bei den Frauen das der Population zuzuordnende Risiko (population-attributable risk , PAR) an Krebs zu erkranken bei 25% bzw. daran zu versterben bei 48%. Die Inzidenz bei den Männern war 33%, die Mortalität 44%. Die Krebsarten im Einzelnen betrachtet ergab folgendes Ergebnis: das PAR bei den Frauen bzw. bei den Männern für das Lungenkarzinom war 82% bzw. 78%, 29% und 20% für Kolon und Rektum, 30% und 29% für Pankreas und 36% bzw. 44% für die Blase. Ähnliche Ergebnisse ergaben sich für die Mortalität. Die PARs für Inzidenz und Mortalität für Brustkrebs waren 4% bzw. 12% und 21% für das tödlich verlaufende Prostatakarzinom. Erheblich höhere PARs wurden festgestellt, wenn die Gruppe mit niedrigem Risiko mit der US-amerikanischen Bevölkerung verglichen wurde. Beispielsweise waren bezüglich der gesamte Krebsinzidenz die PARs bei Frauen und Männern 41% bzw. 63% und 60% bzw. 59% für die Neuerkrankung am Kolonkarzinom.

Fazit: Mit Hilfe einer entsprechenden Lebensstilmodifikation ließe sich ein wesentlicher Teil der Krankheitslast durch Krebs vermeiden.
(übers. von Red., siko)

Quelle: JAMA 2016

Literatur:

Mingyang Song; Edward Giovannucci
Preventable Incidence and Mortality of Carcinoma Associated With Lifestyle Factors Among White Adults in the United States;
JAMA Oncol. 2016;2(9):1154-1161. doi:10.1001/jamaoncol.2016.0843
http://oncology.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=2522371


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