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Medizin

25. Juli 2017 Verhalten der Tumorgröße bei Lungenkrebspatienten unter Strahlentherapie

Mehr als 50.000 Menschen erkranken jährlich neu an Lungenkrebs – Tendenz steigend. Damit gehört diese Erkrankung zu einer der häufigsten Tumorarten in Deutschland. „Da Lungenkrebs in den meisten Fällen anfangs keine typischen Symptome verursacht, wird die Erkrankung meist erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt“, so Dr. Matthias Mäurer von der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Jena (UKJ). „Doch gerade bei fortgeschrittenen Erkrankungen ist es für die behandelnden Mediziner bislang schwierig, frühzeitig zu erkennen, ob und wie die Patienten auf die Therapie überhaupt ansprechen.“ Deshalb untersucht die „junge DEGRO“, die Nachwuchsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO), in einer Studie, wie sich die Tumorgröße bei Lungenkrebspatienten unter Strahlentherapie verändert und wie diese Veränderungen den Krankheitsverlauf beeinflussen. Auch die Mediziner der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am UKJ beteiligen sich daran.
In den kommenden zwei Jahren werden die an der Studie beteiligten Mediziner Daten von mehr als 700 Patienten untersuchen, welche seit 2011 an Lungenkrebs erkrankt sind und welche strahlentherapeutisch behandelt wurden. „Auf Grundlage dieser Daten lassen sich künftig bereits unter Therapie wichtige Informationen zum weiteren Verlauf der Erkrankung ableiten. Dies kann weitreichende Konsequenzen für nachfolgende Therapieentscheidungen haben“, sagt Dr. Mäurer. Bisher beteiligen sich 17 Universitätskliniken für Strahlentherapie aus Deutschland und der Schweiz an der Studie. Damit ist sie die bisher größte Studie weltweit, welche sich mit einer solchen Fragestellung beschäftigt. Die Studie wird durch die DEGRO und die Arbeitsgemeinschaft Radiologische Onkologie (ARO) der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) gefördert.
 
Hintergrund „junge DEGRO“

2014 wurde die Arbeitsgemeinschaft „junge DEGRO“ (jDEGRO) als Nachwuchsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) gegründet. Seitdem unterstützt sie junge Radioonkologen, Radiobiologen und Strahlenphysiker u.a. in den Bereichen ärztliche Weiterbildung und Forschung. Zudem baut die jDEGRO ein deutschlandweites Forschungsnetzwerk auf, um gemeinsame wissenschaftliche Forschungsprojekte zu initiieren und voranzutreiben. Die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des UKJ ist seit Beginn an in der Arbeitsgemeinschaft vertreten.

Quelle: Universitätsklinikum Jena


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