Mittwoch, 14. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Piqray
Piqray
Medizin
12. Juli 2013

Variante im HAS-Gen erhöht Risiko einer Anthrazyklin-induzierten Kardiomyopathie

ASCO 2013

Eine Analyse von 10.000 Variationen in 2.100 Genen von ehemaligen Patienten, die in der Kindheit wegen einer Krebserkrankung mit Anthrazyklinen behandelt wurden, identifizierte eine bestimmte Variation im HAS3(Hyaluronsynthase3)-Gen, die das Risiko einer Anthrazyklin-bedingten Kardiomyopathie um das 8,5-Fache steigert.

Anzeige:
Digital Gesamt 2021
Digital Gesamt 2021

Untersucht wurden die 2.100 Gene, die als am meisten relevant gelten für eine de novo kardiovaskuläre Erkrankung. In dieser Fall-Kontroll-Studie, über die Smita Bhatia, City of Hope National Medical Center, Duarte/CA, berichtete, wurden die 93 Patienten (Fälle), die nach der Therapie eines Primärtumors mit Anthrazyklinen eine Kardiomyopathie entwickelt hatten, mit 194 Patienten verglichen, die ebenfalls mit Anthrazyklinen behandelt worden waren, jedoch keine Kardiomyopathie entwickelt hatten (Kontrolle). Die Patienten aus beiden Gruppen waren zum Zeitpunkt der Diagnose des Primärtumors jünger als 21 Jahre. Die Patienten mit einer eingeschränkten Herzfunktion hatten eine mittlere kumulative Anthrazyklindosis von 300 mg/m2 erhalten.

Die Studie identifizierte SNP rs223228 im HAS3-Gen als einen wesentlichen Faktor, der das Anthrazyklindosis-abhängige Risiko einer Kardiomyopathie modifiziert. Patienten mit rs223228 AA-Genotyp hatten ab einer kumulativen Dosis von > 250 mg/m2 Anthrazyklinen ein 8,5-faches Risiko für eine Kardiomyopathie im Vergleich zum GG-Genotyp. Die Abhängigkeit des Kardiomyopathierisikos von Genotyp und Anthrazyklindosis konnte in einer Gruppe von 76 Patienten vom City of Hope National Medical Center mit einer Anthrazyklin-abhängigen Kardiomyopathie bestätigt werden.

Falls sich diese Ergebnisse auch noch in einer größeren Kohorte bestätigen lassen, könnte die Bestimmung der HAS3-Genvariation ermöglichen, die Patienten mit einem erhöhten Anthrazyklin-abhängigen Kardiomyopathierisiko im Vorfeld zu ermitteln und die Therapie entsprechend anzupassen.

#10004 Hyaluronidase synthase 3 (HAS3) variant and anthracycline-related cardiomyopathy: A report from der Children´s Oncology Group

as


Anzeige:
Blenrep
Blenrep
Das könnte Sie auch interessieren
Bis zu 40 Prozent mehr Leberkarzinome entdecken – dank Ultraschallverfahren mit kombinierten Bluttests
Bis+zu+40+Prozent+mehr+Leberkarzinome+entdecken+%E2%80%93+dank+Ultraschallverfahren+mit+kombinierten+Bluttests
© Sebastian Kaulitzki / fotolia.com

In Deutschland erkranken jährlich circa 9000 Menschen an Leberkrebs – und die Häufigkeit der Erkrankung nimmt deutlich zu. In den vergangenen 35 Jahren hat sich die Zahl der Neuerkrankungen verdoppelt. Ein gängiges Verfahren zur Diagnose dieser Erkrankung ist die Ultraschalluntersuchung: Mithilfe der modernen Sonografie lässt sich gutartiges Gewebe sehr exakt von bösartigem unterscheiden. Wenn die...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Variante im HAS-Gen erhöht Risiko einer Anthrazyklin-induzierten Kardiomyopathie"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.