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Medizin
26. März 2020

Urothelkarzinom: Frühe epigentische Veränderungen der Harnblasenauskleidung

Im Rahmen internationaler Kollaborationen hat das Epigenetische Labor des Instituts für Transplantationsdiagnostik und Zelltherapeutika, geleitet von Prof. Dr. Simeon Santourlidis einen neuen Aspekt in der Ätiologie des Urothelkarzinoms aufgedeckt. Er eröffnet neue Perspektiven der Früherkennung, der Nachsorge und der Therapie. Die Untersuchung der PrimeEpiHit-Veränderungen kann nicht-invasiv, aus dem Urin, stattfinden. Gerade beim Harnblasenkrebs rettet die Früherkennung Leben.
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An der Kooperation namen die weltweit renommierten urologische Zentren in Basel, Zürich, Curitiba (Brasilien), und dem führenden Bioinformatikzentrum „Biodonostia Health Research Institute“ aus San Sebastián in Spanien teil. Die Urologische Klinik des Universitätsklinikums Düsseldorf unterstützte die Forschung maßgeblich.

Bereits 2018 konnten Lars Erichsen et al. erste Evidenz für ihre neue PrimeEpiHit (PEH) Hypothese in der Ätiologie des Urothelkarzinoms präsentieren. Ihre Publikation „Aberrant methylated key genes of methyl group metabolism within the molecular etiology of urothelial carcinogenesis“ erschien in der renommierten Open-Access Fachzeitschrift „Scientific Reports“.

Epigenetische Veränderungen gehören zu den ersten in der Initiationsphase von Harnblasenkrebs. Solche Veränderungen wurden im frühen Harnblasenkrebs jetzt erstmals auch an Schlüsselgenen des epigenetischen Metabolismus selbst identifiziert.
In ihrer aktuellen Publikation „Basic Hallmarks of Urothelial Cancer Unleashed in Primary Uroepithelium by Interference with the Epigenetic Master Regulator ODC1“ in Scientific Reports konnten Lars Erichsen et al. jetzt nachweisen, dass diese frühen epigenetischen Veränderungen die gesunden Zellen der Harnblasenauskleidung in kürzester Zeit dazu bringen eine Kaskade an epigenetischen und zellulären Veränderungen auszulösen, wie sie auch im frühen Blasenkrebs passieren.

Somit eignen sich diese epigenetischen PrimeEpiHit-Veränderungen besonders gut, um die ersten Schritte der Auslösung von Harnblasenkrebs, nicht-invasiv aus Urin, festzustellen und ggf. Krebszellen gezielt auszuschalten wenn diese an diesen neuen Stellschrauben angegriffen werden.

Quelle: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf


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