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Medizin

25. Oktober 2017 uHCC: Lenvatinib in der Erstlinientherapie vergleichbar mit Sorafenib

Der Tyrosinkinase-Inhibitor Lenvatinib wirkt auf das Gesamtüberleben bei Patienten mit nicht resezierbarem Leberzellkarzinom (uHCC) ähnlich gut wie die Standardtherapie Sorafenib, zeigen die Daten der Phase-III-Studie REFLECT.
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In der internationalen, multizentrischen offenen Phase-III-Studie REFLECT wurden Wirksamkeit und Verträglichkeit von Lenvatinib und Sorafenib bei 954 nicht vorbehandelten Patienten mit nicht resezierbarem Leberzellkarzinom verglichen. Der primäre Endpunkt, die Nicht-Unterlegenheit von Lenvatinib in der Wirkung auf das Gesamtüberleben, wurde erreicht, die Patienten der Lenvatinib-Gruppe überlebten im Median 13,6 Monate, die der Sorafenib-Gruppe 12,3 Monate (HR=0,92; 95%-KI: 0,079-1,06). Das Ergebnis wurde in allen Subgruppen gesehen. Das mediane progressionsfreie Überleben verdoppelte sich mit Lenvatinib von 3,7 auf 7,4 Monate unter Sorafenib (HR=0,66; 95%- KI: 0,57-0,77; p<0,00001). Auch die Zeit bis zur Progression (TTP) war mit Lenvatinib deutlich länger als mit Sorafenib (8,9 vs. 3,7 Monate; HR=0,63; 95%-KI: 0,53-0,73; p<0,00001).

Im Lenvatinib-Arm war zudem die Gesamtansprechrate signifikant höher als im Vergleichsarm (24,1% vs. 9,2%; p<0,00001). Zu den häufigsten unerwünschten Arzneimittelwirkungen unter Lenvatinib-Therapie gehörten Bluthochdruck (42%), Diarrhoe (39%), verminderter Appetit (34%) und Gewichtsverlust (31%). Die gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQoL) verschlechterte sich in beiden Studienarmen. Klinisch relevant langsamer verlief die Verschlechterung unter Lenvatinib im Vergleich zu Sorafenib für die Dimensionen Rollenfunktion, Schmerzen, Diarrhoe, Ernährung und Körperbild. Auch diese Auswertung bestätigt die Nicht-Unterlegenheit von Lenvatinib im Vergleich zu Sorafenib. Auf der Grundlage der REFLECT-Daten hat Eisai in diesem Jahr einen Zulassungsantrag für Lenvatinib als Erstlinientherapie für Patienten mit nicht-resezierbarem HCC bei der europäischen Arzneimittelbehörde und weiteren Zulassungsbehörden gestellt.

Dr. Susanne Heinzl

Quelle: Pressekonferenz „Neue Daten zum Einsatz von Lenvatinib als Erstlinientherapie bei Patienten mit nicht-resezierbarem Leberzellkarzinom“, DGHO, 02.10.2017, Stuttgart; Veranstalter: Eisai


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