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Medizin
08. Juni 2017
Seite 1/5

Tumorzentrum Freiburg – CCCF: Interdisziplinarität von Anfang

Das Tumorzentrum Freiburg – Comprehensive Cancer Center (CCCF) ist eines der 13 onkologischen Spitzenzentren, das die Deutsche Krebshilfe e.V. (DKH) fördert. Nach der Fusion 2004 mit dem Comprehensive Cancer Center des Universitätsklinikums Freiburg kamen alle onkologischen Ambulanzen unter ein Dach und erste Tumorboards wurden installiert. Die 18 interdisziplinären Boards spielen die Hauptrolle für die Qualität in der Versorgung. Das CCCF hat 33 Mitgliedsabteilungen: 24 Kliniken, 6 Institute, 1 Studienzentrum und 1 Interdisziplinäres Schmerzzentrum sowie die Medizinische Fakultät. Schon 1973 gab es am Universitätsklinikum onkologische Arbeitskreise. 1979 wurde unter Einbeziehung ambulanter Fachvertreter, Kliniken und Institute das Tumorzentrum konstituiert. Der Fokus lag auf interdisziplinärer Zusammenarbeit, um die Krebsmedizin in der Region zu verbessern. Dies wurde mit Hilfe von Forschungsaktivitäten, interdisziplinären Behandlungskonzepten und Dokumentation optimiert.
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Das Tumorzentrum Freiburg – Comprehensive Cancer (CCCF) ist seit 2006 „Onkologisches Spitzenzentrum“ im Förderprogramm der Deutschen Krebshilfe e.V. (DKH). Die Hauptrolle für die Qualität in der Versorgung am Tumorzentrum spielen die 18 interdisziplinären Tumorboards.  Bei einer 2016 erfolgten Patienten-Befragung des Qualitätsmanagements des CCCF bekam die Freiburger Einrichtung ein durchweg positives Feedback: 97% der Befragten würden das Organkrebszentrum, in dem sie behandelt wurden, weiterempfehlen. Und im Juli 2016 kam die Zusage der Deutschen Krebshilfe auf Weiterförderung des CCCF.  „Es ist uns gelungen, das hohe Niveau in Patientenversorgung und Forschung unseres Tumorzentrums auszubauen und auf dem erfolgreich eingeschlagenen Weg weiter voranzuschreiten“, freute sich der Wissenschaftliche Direktor des Tumorzentrums Freiburg – CCCF, Prof. Dr. Christoph Peters, über die erneute Auszeichnung als Spitzenzentrum.  Allgemein ist es das Ziel des Tumorzentrums Freiburg – CCCF, die regionale Kooperation mit seinen Partnern („Outreach“) weiter zu intensivieren, um der Rolle als zentrales Versorgungszentrum bei onkologischen Erkrankungen in jeder Hinsicht gerecht zu werden.

Zur Vorgeschichte: 2006 führte die Deutsche Krebshilfe e.V. das Förderprogramm „Onkologisches Spitzenzentrum“ ein, um Diagnostik, Therapie und Nachsorge onkologischer Erkrankungen in Deutschland zu verbessern. Auch das Tumorzentrum Freiburg – CCCF wurde in dieses Programm aufgenommen, muss als Onkologisches Spitzenzentrum strenge Kriterien erfüllen und spielt für die Region eine federführende Rolle hinsichtlich der Qualität der Krankenversorgung. Zusammen mit den regionalen Kooperationspartnern leistet es wesentliche Beiträge zur Weiterentwicklung von Diagnostik und Therapie und bietet für Krebspatienten und zuweisende Ärzte eine zentrale Anlaufstelle.

Eine weitere Bestätigung für seine hervorragende Arbeit erhielt das Tumorzentrum Freiburg 2016 durch die Zertifizierung als Onkologisches Zentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG). Das Qualitätsniveau und die strukturierte Zusammenarbeit aller an der Behandlung der Krebspatienten beteiligten Kliniken und Institute werden jährlich überprüft. Das international besetzte Expertengremium des Audits im November 2016 bescheinigte dem Freiburger Onkologischen Zentrum eine hohe Qualität in der interdisziplinären Versorgung. Prof. Dr. Ralph Braun, der leitende Auditor und Fachexperte für Onkologische Zentren, schrieb in seinem Bericht: „Der Gesamteindruck in dem Zertifizierungsaudit ist sehr gut.“ Und weiter: „Im CCCF finden derzeit 18 interdisziplinäre Tumorboards statt. Dies ist vorbildlich, bedeutet aber gleichzeitig eine sehr hohe personelle Belastung für die Querschnittsfächer.“ Das am CCCF entwickelte Tumorboard-Online-System TOS und seine Funktionen fand er „absolut vorbildlich“. Im Folgenden wird genauer beschrieben, wie die multidisziplinäre Betreuung von Tumorpatienten am CCCF gehandhabt wird.
 
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