Montag, 19. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Prevymis
Prevymis
Medizin
14. Februar 2014

"Tötung eines Kindes kann niemals eine Lösung sein - dieses belgische Gesetz ist skandalös"

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) verurteilt die Entscheidung der Abgeordnetenkammer Belgiens zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe in Belgien auch für Kinder.
 

Anzeige:
Ibrance
Ibrance
 

Entscheidung gegen die Schwächsten in der Gesellschaft

"Die Ausweitung der aktiven Sterbehilfe auf Kinder und Jugendliche, die durch die Entscheidung des belgischen Senats rechtlich ermöglicht wird, ist eine Entscheidung gegen die Schwächsten in der Gesellschaft. Sie widerspricht jeglicher Vorstellung von Mitmenschlichkeit. Gerade Kinder brauchen einen besonderen Schutz, wenn sie krank sind. Die Tötung eines Kindes kann hier niemals die Lösung sein, sondern eine den Bedürfnissen entsprechende umfassende Versorgung und Begleitung der betroffenen Kinder und deren Familien", so Benno Bolze, Geschäftsführer des DHPV, anlässlich der heutigen Zustimmung der Abgeordnetenkammer Belgiens zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe auch für Kinder.
 
Mitte Dezember 2013 hatte der belgische Senat einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der es ermöglichen soll, dass aktive Sterbehilfe auch bei Kindern rechtlich zulässig ist.  Mit der Zustimmung der Abgeordneten des Justizausschusses des Parlaments am 28. Januar hatte das Vorhaben eine weitere politische Hürde genommen. Nun hat heute auch die Abgeordnetenkammer einem entsprechenden Gesetzentwurf zugestimmt.
 
Ausbau der Versorgungsstrukturen ist dringend notwendig

Schwere, lebensverkürzende Krankheiten machen auch vor Kindern und Jugendlichen nicht halt. Die Gesellschaft muss hier Unterstützung und Antworten bieten, damit die erkrankten Kinder und ihre Familien solche schwierigen Situationen bewältigen können, so die Forderung des DHPV. Hierzu braucht es vor allen Dingen den Ausbau der ambulanten Versorgung. Die Kinderhospiz- und Palliativarbeit ist weltweit ein wichtiger Teil der Hospizbewegung und Palliativmedizin insgesamt. "Der Unterstützungsbedarf ist bei Kindern aus vielerlei Gründen anders und muss eigenen Regeln folgen. Dieser Ausbau der Versorgungsstrukturen ist dringend notwendig, um schwerstkranken und sterbenden Menschen, in diesem Fall den Kindern und Jugendlichen und ihren Familien, das Gefühl zu geben, dass sie Teil der Gesellschaft sind und in ihren Wünschen und Bedürfnissen ernst genommen werden", so Bolze weiter.

Quelle: Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV)


Stichwörter
Das könnte Sie auch interessieren
Internetplattform „Stärker gegen Krebs“: ergänzende, stärkende Angebote für Krebspatienten in Corona-Zeiten
Internetplattform+%E2%80%9ESt%C3%A4rker+gegen+Krebs%E2%80%9C%3A+erg%C3%A4nzende%2C+st%C3%A4rkende+Angebote+f%C3%BCr+Krebspatienten+in+Corona-Zeiten
© Frantab - stock.adobe.com

Krebspatienten mit einem geschwächten Immunsystem haben laut DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie) und Robert Koch-Institut ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung Covid-19. Umso sinnvoller sind begleitende Maßnahmen zur Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems, die gleichzeitig das physische und psychische Wohlbefinden und damit die Lebensqualität...

Sonnensünden kommen erst nach Jahrzehnten ans Tageslicht
Sonnens%C3%BCnden+kommen+erst+nach+Jahrzehnten+ans+Tageslicht
© Peter Atkins / Fotolia.com

Die moderne Krebsmedizin hat bei der Behandlung von Tumorerkrankungen in den letzten Jahren beachtliche Erfolge erzielt. Das gilt insbesondere auch für Hautkrebs, der durch ein Übermaß an UV-Strahlung ausgelöst wird. Die Hautkrebszahlen steigen. Auch das Dresdner Hauttumorzentrum am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) verzeichnet kontinuierlich mehr Hautkrebspatienten – darunter viele...

Kehlkopfentfernung – und wie geht es weiter?
Kehlkopfentfernung+%E2%80%93+und+wie+geht+es+weiter%3F
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Nicht mehr mit der eigenen Stimme sprechen zu können, ist für gesunde Menschen schwer vorstellbar. Wenn jedoch der Kehlkopf infolge einer Tumorerkrankung entfernt werden muss, wird das schnell zur Realität. Simone Kornburger, Case Managerin der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde des Universitätsklinikums Regensburg (UKR), hat einen interdisziplinären Patientenleitfaden entwickelt, der die...

Vor der Darmspiegelung ist „Abführen an zwei Tagen“ am effektivsten
Vor+der+Darmspiegelung+ist+%E2%80%9EAbf%C3%BChren+an+zwei+Tagen%E2%80%9C+am+effektivsten
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Je sauberer der Darm, umso aussagekräftiger ist das Ergebnis einer Darmspiegelung zur Krebsvorsorge. Darauf weisen Experten im Vorfeld des Kongresses Viszeralmedizin 2016 in Hamburg hin. Um den Darm optimal für die „Koloskopie“ vorzubereiten, sollten Patienten auf zwei Tage verteilt eine Poly-Ethylen-Glykol-Lösung (kurz: PEG) als Abführmittel zu sich nehmen, so die Mediziner. Die Darmspiegelung gilt als eines...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

""Tötung eines Kindes kann niemals eine Lösung sein - dieses belgische Gesetz ist skandalös""

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.