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Medizin
19. Juli 2021
Therapien+kombinieren+bei+chronisch+lymphatischer+Leuk%C3%A4mie
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Therapien kombinieren bei chronisch lymphatischer Leukämie

In den vergangenen 10 Jahren wurden für die Therapie der CLL zahlreiche zielgerichtete Substanzen zugelassen, die sich gegenüber den vorherigen Standardtherapien klar überlegen gezeigt haben. Inzwischen werden sie in zahlreichen unterschiedlichen Kombinationen getestet.
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Hoffnung bei CLL-Therapie

Auch wenn die CLL bislang nicht heilbar ist, sind mit den Fortschritten in den therapeutischen Möglichkeiten auch die Therapieziele ehrgeiziger geworden. Während sie sich vor einer Dekade noch im Bereich zwischen Palliation und Krankheitskontrolle bewegten, werden heute eine klinische Remission sowie eine MRD-Negativität als Zeichen eines tiefen Ansprechens angestrebt. Wie Dr. Francesc Bosch, Barcelona, Spanien, ausführte, besteht Hoffnung, dass ein anhaltendes tiefes Ansprechen schließlich in eine Heilung übergehen kann. Dies sollte möglichst ohne eine Verschlechterung der Verträglichkeit erreicht werden.
 
 

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7-Jahresdaten zu Ibrutinib: Langanhaltende Wirkung bei CLL

Erschienen am 29.06.2021Auch nach 7 Jahren Nachbeobachtung zeigen sich weiterhin erhebliche Wirksamkeitsvorteile der Therapie mit Ibrutinib im Vergleich zu Chlorambucil. Das hat eine aktuelle Auswertung der...

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Hohe MRD-Rate unter Kombinationstherapien

Gemäß Dr. Mary Ann Anderson, Melbourne, Australien, werden zunehmend Daten zu Kombinationstherapien sowohl für die Erstlinie als auch für die rezidivierende/refraktäre Situation (r/r CLL) verfügbar. Viele Kombinationen schließen den BCL-2-Inhibitor Venetoclax (Venclyxto®) ein. Laut Anderson zeigte sich in der CAPTIVATE-Studie unter der Kombination aus Venetoclax und Ibrutinib bei über 70-jährigen Patienten in der Erstlinie eine hohe MRD-Rate von 75 bzw. 72% im peripheren Blut bzw. Knochenmark. Nach 30 Monaten wiesen mehr als 95% ein progressionsfreies Überleben (PFS) auf. Die Triple-Kombination Ibrutinib-Venetoclax-Obinutuzumab wurde in einer Phase II-Studie bei je 25 Patienten in der Erstlinie bzw. r/r CLL untersucht: In beiden Gruppen zeigten sich Gesamtansprechraten von 84 bzw. 88%. Eine MRD-Negativität erreichten mit 56% etwas mehr Patienten in der Erstlinie als in einer späteren Therapielinie (44%). In Studien mit den Kombinationen Acalabrutinib-Venetoclax-Obinutuzumab und Zanabrutinib-Venetoclax-Obinutuzumab in der Erstlinie verbesserten sich sowohl das klinische Ansprechen als auch die Raten an MRD-Negativität im Verlauf der Therapie. Zu den häufigsten unerwünschten Ereignissen von Grad 3/4 gehörten Neutropenien, Thrombozytopenien und Bluthochdruck. Schließlich zeigte laut Anderson auch eine erste Untersuchung mit CAR-T-Zellen vielversprechende Ergebnisse bei Patienten mit r/r CLL, die zuvor mit Ibrutinib behandelt worden waren. Unklar ist bislang allerdings, welche Therapien bzw. Therapiekombinationen in welcher Sequenz zu den langfristig besten Ergebnissen führen.

Dr. Anne Benckendorff

Quelle: Satelliten-Symposium „Delving Deep into CLL“, 10. Juni 2021; Veranstalter: AbbVie


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