Dienstag, 3. August 2021
Navigation öffnen
Medizin
13. Oktober 2014

Therapieentscheidung bei Mammakarzinom: EndoPredict sagt Wirksamkeit von Chemotherapie vorher

Patientinnen, denen EndoPredict® ein hohes Rückfallrisiko vorhersagt, haben einen deutlich höheren Nutzen von einer Chemotherapie als Patientinnen mit einem niedrigen Risiko. Zu diesem Ergebnis kommt eine unabhängige Forschungsgruppe nach Untersuchung von Genexpressionsprofilen und histologischen Daten von 553 Patientinnen. Alle Patientinnen waren an Hormonrezeptor-positivem und HER2/neu-negativem Mammakarzinom erkrankt.

Anzeige:
Bevacizumab
 

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass das EndoPredict-Ergebnis sowohl den Verzicht auf eine Chemotherapie bei Niedrigrisiko-Patientinnen rechtfertigt, als auch deren gezielten Einsatz bei Hochrisiko-Patientinnen.

"Der EndoPredict ist der erste Test seiner Art, bei dem bereits bei der Entwicklung ausschließlich Hormonrezeptor-positive und HER2/neu-negative Tumoren berücksichtigt wurden", sagt Dr. Christoph Petry, Geschäftsführer der Entwickler-Firma Sividon Diagnostics. "Er ist also der erste Genexpressionstest, der für die Brustkrebspatientinnen, die ihn benötigen, wirklich maßgeschneidert worden ist. Wir freuen uns, dass unabhängige Wissenschaftler nun bestätigen konnten, dass eine Chemotherapie den Patientinnen, für die EndoPredict ein hohes Metastaserisiko vorhersagt, tatsächlich besser hilft."
 
Niedrigrisiko-Patientinnen nach EndoPredict haben zum einen eine sehr gute Prognose, zum anderen profitieren sie kaum von einer Chemotherapie. "Die Therapie wäre für die Patientinnen eine unnötige Belastung", erklärt Petry. "Hochrisiko-Patientinnen haben tatsächlich häufig einen echten Nutzen von einer Chemotherapie, wie nun in der aktuellen Untersuchung wieder gezeigt wurde."

Literaturhinweis:
François Bertucci, Pascal Finetti, Patrice Viens et al.
EndoPredict Predicts for the response to neoadjuvant chemotherapy in ER-positive, HER2-negative breast cancer, Cancer Letters (2014),
http://www.cancerletters.info/article/S0304-3835(14)00513-8/abstract

Quelle: Sividon Diagnostics


Anzeige:
Verzenios
Verzenios
Das könnte Sie auch interessieren

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Therapieentscheidung bei Mammakarzinom: EndoPredict sagt Wirksamkeit von Chemotherapie vorher"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2021
  • SCD: Häufigere und längere VOC-bedingte Krankenhausaufenthalte nach Vorgeschichte von VOC-Hospitalisierungen – Ergebnisse einer Beobachtungsstudie
  • Real-World-Daten des ERNEST-Registers untermauern Überlebensvorteil unter Ruxolitinib bei primärer und sekundärer Myelofibrose
  • I-WISh-Studie: Ärzte sehen TPO-RAs als beste Option, um anhaltende Remissionen bei ITP-Patienten zu erzielen
  • Phase-III-Studie REACH2 bei steroidrefraktärer akuter GvHD: Hohes Ansprechen auf Ruxolitinib auch nach Crossover
  • SCD: Neues digitales Schmerztagebuch zur tagesaktuellen Erfassung von VOCs wird in Beobachtungsstudie geprüft
  • Französische Real-World-Studie: Eltrombopag meist frühzeitig nach ITP-Diagnose im Rahmen eines Off-label-Use eingesetzt
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Französische Real-World-Studie bestätigt klinische Studiendaten zur Wirksamkeit von Midostaurin
  • CML-Management weitgehend leitliniengerecht, aber verbesserungsfähig – Ergebnisse einer Querschnittsbefragung bei britischen Hämatologen
  • Britische Real-World-Studie: Kardiovaskuläres Risikomanagement bei MPN-Patienten in der Primärversorgung nicht optimal
  • Myelofibrose: Früher Einsatz von Ruxolitinib unabhängig vom Ausmaß der Knochenmarkfibrose