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Medizin
08. August 2016

Studiennetzwerk will Krebszentren Zugang zu klinischen Studien der frühen Phasen verschaffen

Die Behandlung von Krebserkrankungen hat in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Dennoch steht für viele Patienten mit fortgeschrittenen hämatologischen und onkologischen Erkrankungen nur ein begrenztes Angebot an möglichen Therapien zur Verfügung. Damit Betroffene frühzeitig von neuen Wirkstoffen profitieren können, müssen behandelnde Krebszentren Zugang zu klinischen Studien der frühen Phasen 1 und 2 erhalten. Deshalb haben sich bundesweit vier darauf spezialisierte Krebszentren (Early Clinical Trial Units) zu einem Studiennetzwerk der frühen Phase - Early Clinical Trial Network (ECT.net) - zusammengeschlossen.
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Bereits Ende 2014 hatten Wissenschaftler der universitären Krebszentren Dresden, München und Würzburg sowie der Cellex Patient Treatment GmbH Köln die Idee, ein deutschlandweites indikationsübergreifendes Netzwerk zur Durchführung klinischer Studien zu etablieren. Der Fokus dieser Prüfzentren liegt auf klinischen Studien im frühen Prüfungsstadium der Phasen 1 und 2. „Unser Ziel ist es, multizentrische Studien nicht nur parallel an verschiedenen Prüfstandorten, sondern gemeinsam und in enger Zusammenarbeit durchzuführen“, sagt Dr. Martin Wermke, medizinischer Leiter des Netzwerkes ECT.net und Facharzt für Innere Medizin am Universitätskrebszentrum Dresden. „Nur so haben wir die Chance, unseren Patienten neue Therapien anbieten zu können.“

Die GWT-TUD GmbH übernimmt das Projektmanagement des Netzwerkes. Dazu gehören die schnelle  Machbarkeitsprüfung von Studien, die Budgetkalkulation, das Vertragsmanagement, die Performancesicherung der  Durchführung der Studie und die Leistungsabrechnung.  Die Zusammenarbeit zwischen den Netzwerkpartnern und der GWT-TUD GmbH führt zu einer Beschleunigung und Vereinfachung der Prozesse. Bislang mussten die Pharmaunternehmen und Auftragsforschungsinstitute (CROs) mit vier Standorten verhandeln und kommunizieren. Dank ECT.net erfolgt die gesamte Organisation über einen Projektmanager.

Für Patienten eröffnet dieses Netzwerk neue Chancen im Zugang zu neuen Wirkstoffen und Therapiemöglichkeiten. Denn trotz aller wissenschaftlicher Erkenntnisse stehen für Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen kaum Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die über langjährige in Studien erprobte Therapien hinausgehen. Durch die intensivierte biomedizinische Forschung konnten aber bereits zahlreiche neue Ansatzpunkte zur Krebsbehandlung identifiziert werden. Den Prüfzentren einen schnelleren Zugang zu den klinischen Studien der frühen Phase zu ermöglichen, gehört somit zu den wichtigsten Voraussetzungen innerhalb des Netzwerkes. „Wir sehen unsere Aufgabe darin, Studienangebote zu identifizieren und durch unser Management Studien in Deutschland schneller zu starten“, sagt Beate-Victoria Ermisch, Leiterin GWT Clinical Research. „Von den Synergien in der Vorbereitungs- und Durchführungsphase profitieren die Patienten.“

Gegenüber Sponsoren und CROs von klinischen Phase-1-Studien stellt das Netzwerk mit der Bündelung von Ressourcen und der Optimierung von Abläufen eine deutliche Qualitätssteigerung in der klinischen Forschung dar. Durch den Zusammenschluss der Prüfzentren können perspektivisch deutlich höhere Patientenzahlen erreicht werden. Bereits jetzt hat das Studiennetzwerk ECT.net Zugang zu mehr als 15.000 Patienten pro Jahr und ist damit im Vergleich zu weltweit führenden Krebszentren gut aufgestellt.  
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.ect-net.de
 
Die GWT-TUD GmbH ist ein Forschungs- und Transferdienstleister. Das Unternehmen mit seinen über 300 Mitarbeitern übernimmt wahlweise die unternehmerische Gesamtverantwortung für ein Projekt oder unterstützt die Projektpartner durch Dienstleistungen bei der Projektrealisierung. Die Kernkompetenzen der GWT liegen in der  Medizin, speziell der klinischen Forschung, und in der industriellen Auftragsforschung. Die GWT ist seit 1996 erfolgreich am Markt.

Quelle: GWT-TUD


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