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Medizin
07. Dezember 2017

Studie plasmaMATCH: Therapiewahl für Patienten mit fortgeschrittenem Brustkrebs anhand von Mutationen in zirkulierender Tumor-DNA

Zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) findet sich im Plasma von über 90% der Patienten mit fortgeschrittenem Brustkrebs. Die plasmaMATCH-Studie untersucht das Potential des ctDNA-Screenings auf bestimmte Mutationen, um zielgerichtete Therapien einzuleiten.
In der Studie sollen insgesamt 1.000 Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs, die zuvor eine systemische Behandlung im fortgeschrittenen Setting erhalten haben, mit digitalen PCR ctDNA-Assays auf Hotspot-Mutationen in ESR1, HER2, AKT1 und PIK3CA in einem Zentrallabor gescreent sowie die HER2-Kopienanzahl analysiert werden. Bei Vorhandensein dieser Mutationen werden die Patientinnen folgenden Kohorten zugeordnet: ESR1: ausgeweitete Dosis Fulvestrant 500 mg alle 2 Wochen; HER2: Neratinib+/-Fulvestrant; AKT1: AZD5363+/-Fulvestrant.

Nach den ersten gescreenten 92 Patientinnen, die auf Mutationen in ctDNA getestet wurden, ergibt sich folgendes Bild: 37% (95%-KI: 27-48%) wiesen eine Mutation in ESR1 auf, 24% (16-34%) in PIK3CA, 8% (3-15%) in AKT1 und 6% (2-12%) in HER2. Bei 14 Patientinnen wurde mehr als eine Mutation entdeckt (10 ESR1+PIK3CA, 3 ESR1+AKT1, 1 ESR1+HER2+AKT1).

Die plasmaMATCH-Studie zeigt die Machbarkeit und Genauigkeit des ctDNA-Testings als Screening-Tool für Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs, an das sich bei einem hohen Anteil dieser Frauen die passenden therapeutischen Studien anschließen können.

(übersetzt von um)

Turner N, Bye H, Kernaghan S et al. The plasmaMATCH trial: A multiple parallel cohort, open-label, multi-centre phase II clinical trial of ctDNA screening to direct targeted therapies in patients with advanced breast cancer (CRUK/15/010). Abstract OT1-06-03, Poster Session OT1: Ongoing Trials - Predictive Factors, 6.12.2017

Quelle: SABCS 2017


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