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Medizin

06. Mai 2019 Steigerung der Wirksamkeit von T-Zell-Immuntherapien und anti-CD39-Therapien durch ASOs

Neue Strategien werden dringend benötigt, um den Tumor-Escape-Mechanismus auszuschalten und Tumoren für Immunzellen besser angreifbar zu machen.  Anti-CD39-Antisense oligonucleotide (ASOs) sind ein neuer Ansatz, um Anti-Tumor-Immunantworten zu verbessern. CD39 wird in verschiedenen Immunzellen exprimiert sowie in bestimmten Tumorzellarten, es unterstützt den Tumor dabei, der Erkennung durch das Immunsystem zu entgehen und so zerstört zu werden.
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Die Verwendung spezifischer ASOs gegen CD39 resultierte in der Hinderung der Immunhemmenden Eigenschaften von CD39 in verschiedenen Zell- und Krebsformen, sowohl in vitro als auch in vivo (1).  In einer weiteren Studie wurden ASOs ex-vivo gegen das Protein Chop (C/EBP homologous protein) in T-Zellen eingesetzt, um den Effekt einer gehemmten Chop-Expression in CD8+ T-Zellen zu erforschen (2). 

Die hemmende Wirkung der anti-CD39 ASOs war dabei besonders in regulatorischen T-Zellen sehr ausgeprägt, löste jedoch gleichzeitig eine höhere Expression von PD1-Proteinen in diesen Zellen aus. Dies brachte die Hypothese auf, dass es potentielle Synergien zwischen PD-1 Antikörpern und anti-CD39 ASOs geben könnte. Durch weitere in-vivo Tests wurde diese Synergie bestätigt und ein deutlich niedrigeres Tumorwachstum erreicht.
Der Einsatz von ASOs in CD8+ T-Zellen ergab eine deutlich bessere Tumorkontrolle und zeigte, dass eine Ex-vivo-Behandlung mit T-Zellen mit zusätzlichen Chop-spezifischen ASOs die Wirksamkeit von T-Zell Immuntherapien steigern könnte.

(übers. v. jl)

Quelle: Secarna

Literatur:

 
1.    https://jitc.biomedcentral.com/articles/10.1186/s40425-019-0545-9
2.    https://www.nature.com/articles/s41467-019-09263-1


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