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Medizin

06. September 2018 Status Lebergesundheit: Testen, therapieren und HCC vermeiden

Hepatozelluläres Karzinom (HCC) ist weltweit die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. In etwa 80-90% der Fälle entwickelt sich das HCC auf Basis einer Leberzirrhose. Eine der Hauptursachen für ein HCC ist die chronische Virushepatitis. Nach aktuellen Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit mind. 60% der HCC-Fälle auf verspätete Tests und die späte Therapie einer Hepatitis B oder C zurückzuführen. „Ist Ihre Leber gesund?“ fragen die Ausrichter des 19. Deutschen Lebertages und machen damit im Vorfeld des Aktionstages am 20. November 2018 auf die Themen Lebergesundheit, Prävention und Therapie aufmerksam.
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„Die chronische Hepatitis C ist neben der Fettleberhepatitis, beispielsweise durch Alkohol oder Übergewicht und Diabetes mellitus, ein bedeutender Risikofaktor für Leberzirrhose und HCC in Deutschland. Seit 2014 sind in Deutschland zahlreiche Medikamente zur Behandlung der Hepatitis C zugelassen, die direkt in den Vermehrungszyklus des Virus eingreifen (sog. DAAs – Direct Acting Antiviral Agents). Damit kann die chronische Hepatitis C bei sehr vielen Patienten geheilt werden. Die Heilungsraten dieser Interferon-freien Therapien mit 8-12 Wochen Therapiedauer sind sehr hoch, sie liegen in der Regel bei über 90%“, erläutert Prof. Dr. Peter R. Galle, Direktor der 1. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, und er ergänzt: „Mit der wichtigen Frage: „Ist Ihre Leber gesund?" fordert der Deutsche Lebertag zum Nachdenken und Handeln auf. Nur durch regelmäßige Tests können Infizierte, die lange Zeit keine Symptome entwickeln, rechtzeitig diagnostiziert und therapiert werden – und die Entstehung von Leberzellkrebs kann verhindert werden.“

In den meisten Fällen entsteht ein HCC auf dem Boden einer langjährigen, chronischen Lebererkrankung. Wenn diese zur Leberzirrhose geführt hat, ist das Risiko an einem HCC zu erkranken hoch. Die Leberzirrhose ist durch eine pathologische Vermehrung von Bindegewebszellen und eine gestörte Architektur der Leber gekennzeichnet. In etwa 80-90% der Fälle entsteht das HCC auf Basis einer solchen Leberzirrhose.

Je früher ein HCC entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Durch verbesserte Diagnostik wird bei vielen Patienten der Krebs inzwischen früher erkannt. Die Therapie hat beträchtliche Fortschritte gemacht, viele früh erkannte primäre Leberzellkrebs-Erkrankungen sind heute heilbar.

„Es ist wichtig, dass sich behandelnde Ärzte und Patienten über die bedeutsamen klinischen und wissenschaftlichen Neuerungen informieren und den Empfehlungen der aktuellen Leitlinien folgen“, empfiehlt Galle. Mitte 2018 wurden aktualisierte europäische Leitlinien zum Management von HCC veröffentlicht.

Damit Leberzellkrebs jedoch erst gar keine Chance hat, sollte jeder Mensch fundierte Antworten auf die Frage „Ist Ihre Leber gesund?“ suchen. Offiziell stellen die Ausrichter – Gastro-Liga e.V., Deutsche Leberstiftung und Deutsche Leberhilfe e.V. – die Frage nach dem Status der Lebergesundheit am 20. November 2018 bundesweit als Motto im Rahmen des 19. Deutschen Lebertages. Es spricht jedoch nichts dagegen, schon vorher – beispielsweise beim nächsten Arztbesuch – das Thema Lebergesundheit anzusprechen.

Mehr Infos unter: www.lebertag.org

Quelle: Deutsche Leberstiftung


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