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Medizin

15. November 2018 Schutz vor Osteoporose bei hormoneller Krebstherapie

Die Vorgehensweise zum Erhalt der Knochendichte bei Krebspatienten, deren Tumoren Hormonrezeptoren besitzen, diskutieren PD Dr. Tilman Rachner und Prof. Dr. Lorenz Hofbauer, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, TU Dresden, in der aktuellen Printausgabe der renommierten Fachzeitschrift "Lancet Diabetes and Endocrinology" (1).
In den Fällen, in denen Krebspatienten nach den initialen Therapien mit Hormonen behandelt werden, empfehlen die Experten des an der Medizinischen Klinik III angesiedelten UniversitätsCentrums für Gesundes Altern eine rechtzeitige Diagnostik der Knochengesundheit. Denn die Hormon-Medikation, die das Wiederauftreten oder das weitere Wachstum der Tumoren verhindern soll, beeinflusst die Knochendichte negativ und erhöht damit das Frakturrisiko. Die Mediziner empfehlen deshalb die Versorgung dieser Patienten in einer Spezialambulanz. Am Dresdner Uniklinikum wurde dazu die Spezialsprechstunde "Knochengesundheit bei Krebs" innerhalb der Endokrinologischen Ambulanz etabliert.

„Zunehmend sehen wir bereits gut informierte Patientinnen mit Brustkrebs, die sich in unserer osteoonkologischen Spezialsprechstunde "Knochengesundheit bei Krebs" beraten lassen möchten“, sagt Rachner. „Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass auch Männer mit Prostatakarzinom und einer Anti-Hormon-Therapie einem erhöhten Frakturrisiko ausgesetzt sind".

Entscheidend für einen Erhalt der Knochendichte bei Krebspatienten, die sich einer Hormontherapie unterziehen, ist eine rechtzeitige Diagnostik und je nach Befundschwere der frühe Beginn einer knochenschützenden Therapie. Neben dem bisherigen Einsatz von Bisphosphonaten gibt es auch die Möglichkeit einer antikörperbasierten Therapie mit Denosumab. „Diese aus 2 subkutanen Spritzen pro Jahr bestehende Therapie bietet einen nachweisbaren Schutz vor Knochenverlust und ist bei erhöhtem Frakturrisiko für Patientinnen mit Brustkrebs und Patienten mit Prostatakrebs unter Anti-Hormon-Therapie zugelassen“, fügt Hofbauer an, der die Spezialsprechstunde für "Knochengesundheit bei Patienten mit Krebs" leitet, in der die Antikörpertherapie angeboten wird.

Quelle: Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus Dresden

Literatur:

(1) Rachner TD, Coleman R, Hadji P, Hofbauer L.
Bone health during endocrine therapy for cancer.
The Lancet. Diabetes & Endocrinology. 2018 Nov;6(11):901-910.
doi:10.1016/S2213-8587(18)30047-0


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