Montag, 30. November 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Venclyxto
 
Medizin

27. März 2017 Schonende Tumorbehandlung

Forscher haben ein neues Verfahren entwickelt, die Protonen-Minibeam-Therapie, bei der die Protonenstrahlen in kleinen Kanälen appliziert werden, deren Durchmesser deutlich kleiner als ein Millimeter ist. Zwischen den Kanälen bleibt das gesunde Gewebe von Strahlung verschont. Dadurch ist das gesunde Gewebe in der Lage, mit hoher Effizienz die geschädigten Zellen zu ersetzen, so dass die Nebenwirkungen nochmals deutlich reduziert werden. Die Kanäle weiten mit der Tiefe im Gewebe auf, so dass eine gleichmäßige Bestrahlung des Tumorgewebes, die wichtige Voraussetzung für die Auslöschung des Tumors, weiterhin gewährleistet bleibt.
Anzeige:
Piqray
Prof. Günther Dollinger hat als gelernter Physiker zusammen mit seinen Mitarbeitern eine einmalige Bestrahlungseinrichtung am Maier-Leibnitz-Laboratorium in Garching, einer gemeinsamen Einrichtung der TU München und der LMU München, aufgebaut, mit der die neuartige Protonen-Minibeam-Therapie experimentell untersucht wird. Die Dimensionen der Anlage selbst sind gewaltig. In einem sogenannten Tandembeschleuniger mit einer Länge von rund 15 m und einer Höhe von 5 m werden die Protonen beschleunigt. In einem Vakuumrohr aus Edelstahl werden sie weitertransportiert, dabei auch mit einem riesigen Magneten um 90 Grad umgelenkt. Dann sind die Ionen noch weitere 30 m zum Protonenmikroskop unterwegs, wo die Protonen-Minibeam-Bestrahlungen durchgeführt werden können.

Mit Versuchen an Ohren lebender Mäuse konnte nachgewiesen werden, dass die Protonen-Minibeam-Bestrahlungen für gesundes Gewebe keine sichtbare Schädigung nach sich zieht. Mit seinen bisherigen technischen Möglichkeiten kann Prof. Dollinger mit dem Protonenstrahl maximal 4 mm in Zellgewebe eindringen, zu wenig, um damit alle Aspekte der neuartigen Protonen-Minibeam-Therapie ausloten zu können. Mit der Anschaffung eines Nachbeschleunigers möchte der Physiker die Eindringtiefe auf 4 cm steigern, so dass dann erstmalig die Bestrahlungsvorgänge in präklinischen Experimenten getestet werden könnten.

Quelle: Universität der Bundeswehr München


Anzeige:
Avastin MammaCA BC
Avastin MammaCA BC
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Schonende Tumorbehandlung"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab