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Medizin

26. Juni 2017 rrDLBCL: Phase-II-Studie mit CAR-T-Zell-Therapeutikum CTL019

Eine geplante Interimsanalyse der einarmigen, multizentrischen Phase-II-Studie JULIET (NCT02445248) wurde auf dem EHA präsentiert: die Studie evaluierte CTL019, eine chimäre Antigen-Rezeptor (CAR) T-Zell-Therapie, bei erwachsenen Patienten (n=141) mit rezidiviertem/refraktärem diffus-großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL). Primärer Endpunkt der Studie war die objektive Ansprechrate (ORR= CR + PR).
Nach dem Restaging, einer Überbrückungstherapie und Lymphozyten-depletierenden Chemotherapie mit Fludarabin, Cyclophosphamid oder Bendamustin erhielten 85 Patienten mit median 3 antineoplastischen Vortherapien eine Einzeldosis transduzierter CTL019-Zellen. 51% von ihnen hatten sich zuvor einer autologen Stammzelltransplantation  unterzogen.

In dieser Gruppe schwer vorbehandelter Patienten zeigten sich hohe Ansprechenraten mit langanhaltendem Ansprechen. CTL019 war gut verträglich, Zytokin-Releasing-Syndrome (CRS) (bei 57% der Patienten, 17% vom Grad 3, 9% Grad 4) waren nach einem spezifischen Algorithmus von den Prüfärzten gut handhabbar, 16% der Patienten erhielten Tocilizumab.

13% hatten neurologische AEs vom Grad 3/4, die mit Supportivtherapie behandelt werden konnten, es traten keine Hirnödeme auf.

Unter den 51 Patienten, die die Studie vor dem 3-Monats-Follow-up beendeten, betrug die  ORR 59%, der primäre Endpunkt wurde erreicht.
Nach 3 Monaten Follow-up lag die CR-Rate bei 37% und 8% PR. Die mittlere Ansprechdauer wurde nicht erreicht.
(übers. v. AB)

 

Quelle: EHA 2017

Literatur:

Stephen J. Schuster, Michael R. Bishop, Constantine Tam et al. #LB2604, presented at EHA 2017


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