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Medizin
06. November 2015

Roche verleiht Discovery Oncology Award

Roche zeichnete in seinem Innovation Center Penzberg bei München vier Nachwuchsforscher mit dem Roche Discovery Oncology Award aus. Im Focus der Ausschreibung stand in diesem Jahr die Rolle der extrazellulären Matrix bei der Entstehung von Krebs. „Die Präsentationen der jungen Forscher waren hervorragend vorbereitet. Beeindruckt hat vor allem die starke interdisziplinäre Kombination von angewandter Krebsforschung mit Technologien und präklinischen translationalen Modellen“ sagte Christian Rommel, Global Head of Oncology Discovery, Roche Pharma Research & Early Development (pRED).
 

Den ersten Preis erhielt Maria Antsifevora von der ETH Zürich für die Untersuchung des Wachstumsfaktors Activin. Bei Verletzungen der Haut fördert Activin die Heilung. Es kann aber auch die Entstehung von Hauttumoren begünstigen, indem es verschiedene Immunzellen so umprogrammiert, dass sie einen Tumor nicht mehr optimal attackieren können. Die Inhibierung von Activin kann daher eine viel versprechende Strategie für die Vorbeugung und Behandlung von Hautkrebs sein.

Mit dem zweiten Preis wurde Arseniy Yuzhalin für seine Arbeiten an der Universität Oxford ausgezeichnet. Er entwickelte eine neue Technologie zur Untersuchung der extrazellulären Matrix. Mit seinem Forschungsansatz ist es möglich, die Gesamtheit aller extrazellulären Matrixproteine, in die die Tumorzellen eingebettet sind, zu studieren. Auf diese Weise könnten neue Zielstrukturen für die Entwicklung onkologischer Wirkstoffe gefunden werden.

Um dem hohen Niveau der präsentierten Arbeiten gerecht zu werden, verlieh die Jury den dritten Preis an zwei Kandidaten. Verena Leidgens von der Universität Regensburg überzeugte mit translationalen Forschungsarbeiten zur Entstehung des Glioblastoms, eines äußerst aggressiven Hirntumors. Sie identifizierte einen speziellen Tumorzelltyp, der ins Gehirn einwandert und dort die Tumorbildung initiiert.

Albin Jeanne, Universität Reims, entwickelte einen neuen Ansatz, wie man in der extrazellulären Matrix die Entstehung von Gefäßen in Tumoren inhibieren kann. Die Jury honorierte, dass er in einem eigentlich gut untersuchten Forschungsfeld wie der Anti-Angiogenese einen neuen biologischen Angriffspunkt entdeckt hat.


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