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Medizin

03. Juni 2019 Resezierbares NSCLC: Interimsdaten zu Wirksamkeit und Sicherheit von Atezolizumab neoadjuvant vielversprechend

Die großangelegte, multizentrische, noch rekrutierende Studie LCMC3 untersucht den Nutzen einer neoadjuvanten Behandlung mit Atezolizumab, nachdem kleinere Pilotstudien gezeigt haben, dass Patienten mit einem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) im Frühstadium von einer präoperativen Therapie mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren profitieren können. Daten der Interimsanalyse zeigen, dass Atezolizumab im neoadjuvanten Setting gut toleriert wird.
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Patienten mit resezierbarem NSCLC in Stadium IB-IIIB erhalten 2 Zyklen Atezolizumab (1.200 mg, Tag 1 und 22), die Resektion folgt an Tag 40 ± 10. Der primäre Endpunkt ist die majore pathologische Remission (MPR), definiert als ≤ 10% viable Tumorzellen im Resektat. Sekundäre Endpunkte sind Sicherheit, Korrelation des Ansprechens mit der PD-L1-Expression, Tumormutationslast (TMB) und Genexpressionssignaturen.

Für die Zwischenanalyse wurden 101 der geplanten 180 Patienten berücksichtig. Es gab 2 Todesfälle, die nicht in Zusammenhang mit der Behandlung standen (Herztod nach chirurgischer Resektion; Tod wegen Krankheitsprogression). 29 unerwünschte Grad-3/4- Ereignisse (AEs) traten auf, von denen 6 therapiebedingt waren.  

Von den 90 operierten Patienten wurden für die Effektivitätsanalyse 8 Patienten mit Treibermutationen (7 EGFR, 1 ALK) ausgeschlossen und 82 ausgewertet. Die MPR-Rate betrug 18% (15/82) (95%-KI: 11%-28%), 4 Patienten erreichten eine pathologische Komplettremission (pCR). Nach RECIST zeigten 6 Patienten eine partielle Remission (PR), 72 eine Krankheitsstabilisierung (SD) und 4 eine Progression (PD). 2 von 26 (8%) waren PD-L1-negativ und 10 von 35 (29%) der PD-L1-positiven Patienten zeigten eine MPR (p=0,055). 5 von 44 (11%) hatten einen Tumor proportion Score (TPS) < 50 und 7 von 20 (35%) mit einem TPS > 50 hatten eine MPR (p=0,040). Exomsequenzierungsdaten waren von 47 Patienten verfügbar. Die mediane TMB betrug 10,5 Mutationen/Mb (1,5-46,5) und unterschied sich zwischen Patienten mit MPR und solchen ohne MPR nicht.

(übers. v. um)
 

Quelle: ASCO 2019

Literatur:

Kwiatkowski DJ et al. J Clin Oncol 37, 2019 (suppl; abstr 8503)


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