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Medizin

28. Juni 2020 Real-world-Daten zeigen verbesserte Lebensqualität von Krebs-Patienten durch eine Antiemese mit NEPA

In einer kürzlich in Future Oncology veröffentlichten Publikation wurden die Ergebnisse einer prospektiven, nicht-interventionellen Studie vorgestellt, denen zufolge eine Antiemese mit Netupitant-Palonosetron (NEPA) in einem Real-world-Setting die Lebensqualität eines heterogenen Kollektivs von Krebs-Patienten unter Chemotherapie mit hohem oder moderatem emetogenen Potenzial verbessert (1). Auch die gute Wirksamkeit und Sicherheit der oralen Fixkombination konnte weiter bestätigt werden.
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Im Rahmen der Studie erhielten erwachsene Patienten, die eine hoch oder moderat emetogene Chemotherapie (HEC bzw. MEC) erhielten, über 3 Zyklen eine antiemetische Prophylaxe mit NEPA. Von insgesamt 2.429 eingeschlossenen Patienten konnten 2.173 ausgewertet werden. Das mediane Alter der Patienten lag bei 58 Jahren (Bereich 25-89 Jahre), die Mehrheit war weiblich (85%) und die am häufigsten vorliegende Tumorentität war Brustkrebs mit 66%. 25% der Patienten hatten zum Eintritt in die Studie eine Metastasierung und 21% befanden sich in einer palliativen Situation. Als häufigste HEC wurden Anthrazyklin/Cyclophosphamid-basierte Regime eingesetzt und als häufigste MEC kamen Carboplatin-basierte Schemata zum Einsatz.

Positive Ergebnisse zur Lebensqualität

„Kein Einfluss auf das tägliche Leben (NIDL)” aufgrund von Erbrechen während des ersten Zyklus wurde von 84% der Patienten in der HEC-Gruppe und von 82% in der MEC-Gruppe berichtet. Diese Beobachtungen waren konsistent mit denen in den Zyklen 2 und 3. Die Rate von NIDL aufgrund von Übelkeit stieg von 54% in Zyklus 1 auf 58% in Zyklus 3 bei Patienten unter HEC und von 59% in Zyklus 1 auf 66% in Zyklus 3 bei Patienten in der MEC-Gruppe an. Wurden die Bereiche Übelkeit und Erbrechen zusammen betrachtet, ergaben sich folgende Raten für NIDL: konsistent über Zyklus 1 (64%) und Zyklen 2 und 3 (jeweils 66%) in der HEC-Gruppe, und ansteigend von 67% in Zyklus 1 auf 73% und 74% in den Zyklen 2 und 3 in der MEC-Gruppe.

Ergebnisse bekräftigen die gute Wirksamkeit von NEPA

Die Rate des kompletten Ansprechens (CR; definiert als keine Emese und kein Gebrauch von Notfallmedikation) betrug 89% in der akuten Phase (0-24 h), 87% in der verzögerten Phase (25-120 h) und 83% im gesamten Zeitraum (0-120 h) in Zyklus 1. Im gesamten Zeitraum wurde von 94% der Patienten „kein Erbrechen“ berichtet. Die Raten für „keine signifikante Übelkeit“ und „keine Übelkeit“ lagen bei 67% und 38%. Eine Notfallmedikation war in der akuten Phase bei 7,5%, in der verzögerten Phase bei 10% und insgesamt bei 13% notwendig. Die Ergebnisse für die beiden darauffolgenden Zyklen waren vergleichbar.

Fazit

Die vorliegenden Studienergebnisse belegen, dass sich eine Antiemese mit NEPA vorteilhaft auf die Lebensqualität von Patienten mit unterschiedlichen Tumorentitäten auswirkt, wenn diese mit einer hoch oder moderat emetogenen Chemotherapie behandelt werden. Auch die bereits zuvor beobachtete gute Wirksamkeit und Verträglichkeit von NEPA konnte anhand dieser Real-world-Daten weiter bestätigt werden.

SK

Quelle: Future Oncology

Literatur:

(1) Karthaus M, Oskay-Özcelik G, Wülfing P et al. Real-world evidence of NEPA, netupitant-palonosetron, in chemotherapy-induced nausea and vomiting prevention: effects on quality of life. Future Oncol 2020; 16(14):939-953.


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