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Medizin
29. April 2021

RCC: Multimorbide Patienten profitieren von Tivozanib

Ist bei Patienten mit fortgeschrittenem klarzelligem Nierenkarzinom (RCC) eine Checkpoint-Inhibitor-basierte Kombinationstherapie nicht indiziert, stehen verschiedene orale Tyrosinkinaseinhibitoren des vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor-Rezeptors (VEGFR-TKIs) für die Erstlinientherapie zur Verfügung. Besondere Vorteile für die Behandlung der meist älteren und komorbiden Patienten bietet dabei eine Monotherapie mit dem Drittgenerations-VEGFR-TKI Tivozanib (Fotivda®).
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Wie Prof. Axel Merseburger, Lübeck, auf einer Pressekonferenz berichtete, ist die Therapie mit einem Checkpoint-Inhibitor gerade bei multimorbiden Patienten nicht immer möglich. Auch wenn derzeit keine formalen Kontraindikationen bekannt seien, erforderten z.B. Autoimmunerkrankungen, Virusinfektionen oder die Einnahme von Immunsuppressiva die individuelle Prüfung der Vorteile und Risiken. Bei Entscheidung für eine TKI-Monotherapie sollte diese jedoch nicht allein nach dem IMDC*-Risikoprofil des Patienten gewählt, sondern auch die Wechselwirkungsprofile der TKIs und die patientenindividuellen Bedürfnisse berücksichtigt werden, so Merseburger.

Signifikant längeres PFS

In der Zulassungsstudie TIVO-1 führte Tivozanib bei mRCC-Patienten zu einem um fast 3 Monate und damit signifikant längerem progressionsfreien Überleben vs. Sorafenib (1). Insbesondere Patienten mit günstigem Risiko profitierten von der Behandlung (1). Aufgrund seiner hohen VEGFR-Bindungsselektivität müssen bei Anwendung von Tivozanib nur geringe Off-Target-Effekte in Kauf genommen werden, die Rate an Grad 3/4-Nebenwirkungen ist die geringste im Vergleich zu anderen VEGF(R)-Inhibitoren (2). Eine Netzwerk-Meta-Analyse ergab, dass sich die Wirksamkeit der für die Erstlinientherapie des mRCC zugelassenen TKI nicht signifikant unterscheidet, Tivozanib jedoch die vorteilhafteste Wirkungs-Nebenwirkungs-Relation bietet (2).

„Comedication Checker“

Einen bequemen Überblick über mögliche Wechselwirkungen bei Anwendung eines VEGFR-TKI bietet der „Comedication Checker“, der als App oder als Drehscheibe hier erhältlich ist. Das Tool erleichtert die Auswahl des geeigneten TKI bei bestehender Begleitmedikation oder die Auswahl geeigneter Begleitsubstanzen bei bestehender TKI-Therapie.

* International Metastatic RCC Database Consortium

Mascha Pömmerl

Quelle: Virtuelle Pressekonferenz „Augen auf bei der TKI-Wahl: Mit Fotivda® der komplexen Herausforderung komorbider NZK-Patienten begegnen“, 20.04.2021; Veranstalter: EUSA Pharma

Literatur:

(1) Motzer RJ, et al. J Clin Oncol. 2013; 31:3791-99
(2) Manz KM, et al. Adv Ther. 2020; 37(2):730-744


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