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Medizin

13. Januar 2020 Prostatakarzinom: Krankheitskontrolle durch radiochirurgische Behandlung

Accuray Incorporated hat Daten aus einer prospektiven Studie veröffentlicht, die nach 5 Jahren stereotaktischer Strahlentherapie (stereotactic body radiation therapy, SBRT) mit dem CyberKnife® System hervorragende Krankheitskontrolle und niedrige Toxizitätsraten bei Männern mit lokal rezidivierendem Prostatakrebs nach Vorbestrahlung zeigen. Hervorzuheben ist, dass 69% der Männer innerhalb der ersten 5 Jahre nach der CyberKnife® Prostatabehandlung keine Androgendeprivationstherapie (ADT) benötigten. Die ADT ist die häufigste Behandlungsmethode bei rezidivierendem Prostatakrebs. Allerdings ist diese Therapie mit unerwünschten Nebenwirkungen wie Libidoverlust, Hitzewallungen, Knochenbrüchen, Verlust von Muskelmasse und Körperkraft sowie Gewichtszunahme verbunden (1). Die Studie wurde kürzlich auf der Website des International Journals of Radiation Oncology, Biology and Physics veröffentlicht.
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Bei der hypofraktionierten Strahlentherapie werden höhere Strahlungsdosen in weniger Behandlungssitzungen verabreicht als bei der konventionellen Strahlentherapie, die einen wesentlich längeren Behandlungsverlauf notwendig macht. SBRT verwendet fortschrittliche Techniken, um eine ultra-hypofraktionierte Strahlentherapie zu ermöglichen – sehr hohe Strahlendosen werden über nur wenige Tage verabreicht. Dieser Behandlungsprozess erfordert hochgradige Genauigkeit und Präzision.

Präzise Bildgebung

Das CyberKnifer® System wurde für SBRT entwickelt und ist das einzige Strahlentherapiegerät, das submillimetergenaue Präzision mit kontinuierlicher Bildgebung und automatischer Korrektur der Strahlführung, einschließlich Rotation, während der gesamten Behandlung beibehalten kann. Das System erleichtert damit den Ärzten die effektive Behandlung der Patienten, während die Strahlendosis im gesunden Gewebe minimiert wird.
Erfahren Sie hier mehr über die Behandlung von Prostatakrebs mit dem CyberKnife® System.
„Männer mit rezidivierendem Prostatakrebs nach einer vorherigen Strahlentherapie haben nur wenig Behandlungsmöglichkeiten. Sofern eine Behandlung durchgeführt wird, erhalten die meisten eine alleinige ADT, welche das Potenzial für langanhaltende Nebenwirkungen im ganzen Körper hat, während sie den Tumor nur selten vollständig beseitigt“, sagte Studienleiter Donald B. Fuller, San Diego, Kalifornien. „Diese Studie zeigt, dass die mit dem CyberKnife® System verabreichte Prostata SBRT eine praktikable, nicht-invasive Option für eine unterversorgte Patientengruppe bietet und den Bedarf an einer ADT zumeist um mehr als 5 Jahre verzögert, was eine erhebliche Steigerung der Lebensqualität bedeuten würde. Aus technologischer Sicht war die submillimetergenaue Präzision des CyberKnife® Systems aufgrund seiner einzigartigen Tracking-Methode entscheidend für den Erfolg und die Sicherheit dieses Protokolls. Diese Genauigkeit erlaubt die Bestrahlung der Prostata ohne zusätzliche Expansion des Zielvolumens.“

Highlights der Studie

Die Studie mit dem Titel „Retreatment for Local Recurrence of Prostatic Carcinoma After Prior Therapeutic Irradiation: Efficacy and Toxicity of HDR-Like SBRT“, untersuchte 50 Patienten mit rezidivierendem Prostatakrebs, der mittels Biopsie und mindestens 2 Jahre nach der Erstbehandlung diagnostiziert wurde. 43 Patienten waren zuvor mit einer konventionellen fraktionierten Strahlentherapie behandelt worden und 7 Patienten mit einer anderen Methode (5: Brachytherapie, 1: SBRT, 1: radikale Prostatektomie gefolgt von einer Salvage-Strahlentherapie des Prostatabetts). Die Studie zeigte:
  • Nach 5 Jahren lag die Rate des krankheitsfreien Überlebens (DFS) bei 60%, was darauf hindeutet, dass die Patienten in diesem Zeitraum keine Anzeichen oder Symptome ihrer Krebserkrankung hatten. Diese Rate liegt innerhalb des berichteten Bereiches der Salvage-Brachytherapie und ist vergleichbar mit den Ergebnissen der radikalen Salvage-Prostatektomie, jedoch ohne die Notwendigkeit einer Hospitalisierung, einer Anästhesie und langer Genesungszeiten, die typischerweise mit diesen Behandlungen verbunden sind.
  • Der Medianwert des prostataspezifischen Antigens (PSA) war nach 5 Jahren auf 0,16 ng/ml gesunken. Dies ist, basierend auf Ergebnissen aus anderen Studien, vergleichbar mit einer initialen Brachytherapie und niedriger als bei der typischen konventionellen fraktionierten Strahlentherapie.
  • Es wurden keine gastrointestinalen (GI) Nebenwirkungen Grad 2 oder höher gemeldet. Die urogenitale Toxizität war niedriger als dokumentiert ist nach radikaler Salvage-Prostatektomie und scheint seltener aufzutreten nach vorangegangener externer Standardbehandlung.
„Diese Studie ist von großer Bedeutung, weil sie eine potenzielle neue Option zur Verlängerung des symptomfreien Überlebens bei Männern mit lokal rezidivierendem Prostatakrebs nach vorheriger Strahlentherapie aufzeigt“, sagte Dr. Fabienne Hirigoyenberry-Lanson, Accuray. „Die Resultate bestätigen die Vorteile des automatisierten Designs und der Fähigkeit zur Bewegungssynchronisation des CyberKnife® Systems und zeigen, warum die CyberKnife® Prostata SBRT dabei ist, zur Behandlungsmethode der Wahl für Ärzte zu werden, die eine hochpräzise, vielseitige und nicht-invasive Option mit hervorragender Krankheitskontrolle mit minimalen Nebenwirkungen wünschen.“

Zu wichtigen Sicherheitshinweisen siehe https://www.accuray.com/safety-statement https://www.accuray.com/safety-statement

Quelle: Accuray


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