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Medizin

07. Juli 2017 Potential und Gefahr einer adjuvanten Immunmodulation mit IL-15 beim Mammakarzinom

Tumortherapien, die die körpereigene Immunabwehr stimulieren, sind vielversprechend im Kampf gegen Krebs. Die von der Forschergruppe Wege und Brockhoff generierten „Humanisierten Tumormäuse (HTM)“, die gleichzeitig humanes Tumorwachstum und ein humanes Immunsystem ausbilden, ermöglichen die Untersuchung von innovativen immuntherapeutischen Ansätzen unter Bedingungen, die der klinischen Situation ähnlich sind.
In seiner Arbeit konnte das Forschungsteam zeigen, dass eine Immunstimulation mittels Interleukin-15 (IL-15) in Kombination mit dem schon seit Jahren für die Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms eingesetzten Antikörpers (Trastuzumab) das menschliche Immunsystem aktiviert und zu einer verstärkten Tumorelimination führt. Allerdings zeigten die Untersuchungen auch, dass die systemische Therapie zu einer überschießenden Immunantwort und damit zu einer Entzündungsreaktion in verschiedenen Organen (z.B. in der Leber) führt, die ein frühzeitiges Ableben der therapierten Tiere zur Folge hatte. Damit konnte das Potential, aber auch die Gefahr einer adjuvanten Immunmodulation mit IL-15 erstmals in einem patientennahen Tiermodell demonstriert werden. Es wurde deutlich, dass von einem systemischen Einsatz des hochpotenten Interleukins in der Klinik eher abgesehen werden sollte. Weiterführende Untersuchungen auf Basis des HTM-Modells könnten allerdings helfen, alternative Applikationsstrategien, z.B. in Form von Antikörper/Zytokin-Konjugation, in die Klinik zu überführen.

Quelle: Universitätsklinikum Regensburg (beipress)


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