Mittwoch, 21. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Prevymis
Prevymis
Medizin
20. Dezember 2017

Positive Ergebnisse zum Langzeitüberleben von durch 70-Gen Brustkrebstest vorausgewählten Patientinnen

Auf dem diesjährigen San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) wurden Ergebnisse von 3 Studien vorgestellt, die zeigen, welch wichtige Rolle der MammaPrint® 70-Gen Brustkrebstest bei der Vorauswahl von Patientinnen für die I-SPY-2-Studie spielt. Einerseits können durch diesen bedeutende Kosteneinsparungen auf internationaler Ebene erzielt werden und andererseits wird zu einer Erhöhung der zur Zeit vorliegenden begrenzten Evidenz für jüngere Patientinnen mit Brustkrebs beigetragen.
 
Anzeige:
Ibrance
Ibrance
 
Pathologische  Komplettremission liefert Vorhersage über ereignisfreies und fernmetastasenfreies Überleben in der I-SPY-2-STUDIE (Vortragsreihe GS3-08) (1)

Die ersten Ergebnisse der I-SPY-2-Studie zum Langzeitüberleben der durch MammaPrint® vorausgewählten Patientinnen wurden vorgestellt. Bei I-SPY-2 handelt es sich um eine neoadjuvante klinische Phase-II-Studie, die entwickelt wurde, um den mit der Sammlung von Daten zur Medikamentenwirksamkeit einhergehenden Zeitaufwand zu verringern. Die Ergebnisse der Studie stützen die Festlegung einer pathologischen Komplettremission (pCR) als primären Endpunkt für eine beschleunigte Zulassung neuer Präparate.

Das Erreichen von pCR war ein überzeugender Surrogat-Endpunkt für ein verbessertes ereignisfreies Überleben (EFS) und fernmetastasenfreies Überleben (DDFS) in allen 11 Behandlungsarmen, unabhängig vom molekularen Subtyp. Patientinnen, die pCR erreichten, erzielten ein 3-Jahres-EFS und -DDFS von jeweils 94% und 95%. Basierend auf diesen Ergebnissen wird im Rahmen der I-SPY-2-STUDIE nun getestet, ob die Therapie bei einzelnen Patientinnen deeskaliert oder eskaliert werden sollte mit dem Ziel, dass alle pCR erreichen.

MammaPrint® ist im Vergleich zur klinischen Risikobewertung bei Brustkrebs im Frühstadium kosteneffizienter (Poster P4-12-01) (2)

Im Rahmen einer Studie zur Bewertung von aus der MINDACT-Studie stammenden prospektiven Überlebensdaten und US-Daten zum Versicherungsanspruch wurde nachgewiesen, dass die Aufnahme von MammaPrint® zur klinischen Risikobewertung im Vergleich zur klinischen Risikobewertung allein kosteneffizient ist. In Fällen, bei denen die Kosten einer Chemotherapie (und der Folgen) höher als 30.000 $ ausfielen, hat sich MammaPrint® für die gesamte Population mit Brustkrebs im Frühstadium als die kosteneffizientere Variante herausgestellt. Fielen die Kosten niedriger als 30.000 $ aus, ist MammaPrint® für Patientinnen mit hohem klinischen Risiko kosteneffizienter.

In den USA, in denen es ungefähr 250.000 neue Brustkrebspatientinnen pro Jahr gibt und Kosten in Höhe von 3.342 $ pro Patientin eingespart werden, wurde mit jährlichen Haushaltseinsparungen in Höhe von 836 Millionen $ gerechnet. Mit dem Nachweis von Evidenzgrad 1A im Rahmen der MINDACT-Studie wurde der klinische Nutzen von MammaPrint® belegt. Jedoch sind auch Daten zur Kosteneffizienz wie die oben genannten wichtig, um über Möglichkeiten der Erstattung zu informieren.

Junges Alter und Rezidivrisiko entsprechend der Bewertung mithilfe der 70-Gen-Signatur – eine Analyse aus der EORTC 10041/BIG 03-04 MINDACT-Studie (Poster P1-07-08) (3)

Zusätzliche Daten aus der MINDACT-Studie zeigten, dass nicht bei allen jungen Frauen mit Brustkrebs ein hohes Rezidivrisiko besteht. Anhand von MammaPrint® wurde bei 48% der 1.100 Patientinnen genomisch ein hohes Risiko identifiziert. Demgegenüber wurden 61% der Patientinnen, bei denen nur eine klinische Risikobewertung allein durchgeführt wurde, als Hochrisikopatienten identifiziert. Das Ergebnis für Frauen mit einem MammaPrint® „low risk“-Ergebnis innerhalb der drei Alterskategorien „bis zu 45“, „45–55“ und „55 oder älter“ bestand in einem fernmetastasenfreien 5-Jahres-Überleben (DMFS) von 95-98%. Diese klinisch relevanten Ergebnisse erweitern die momentan begrenzte Evidenz zur genomischen Expression bei jungen Brustkrebspatientinnen im Frühstadium um wichtige zusätzliche Daten.

Quelle: Agendia

Literatur:

(1) Pathologische Komplettremission dient als Vorhersage für ereignisfreies und fernmetastasenfreies Überleben in der I-SPY-2-STUDIE. Vortrag auf SABCS. Dezember 2017; San Antontio, Texas.
(2) MammaPrint® ist im Vergleich zu klinischer Risikobewertung bei Brustkrebs im Frühstadium kosteneffizienter. Auf SABCS vorgestelltes Poster. Dezember 2017; San Antontio, Texas.
(3) Junges Alter und Rezidivrisiko entsprechend der Bewertung mithilfe der 70-Gen-Signatur – eine Analyse aus der Studie EORTC 10041/BIG 03-04 MINDACT. Auf SABCS vorgestelltes Poster. Dezember 2017; San Antontio, Texas.


Anzeige:
Digital Gesamt 2021
Digital Gesamt 2021
Das könnte Sie auch interessieren
Bayern gegen Darmkrebs: Das Modellprojekt „Sprich drüber!“ will junge Menschen im Freistaat vor einer Erkrankung bewahren.
Bayern+gegen+Darmkrebs%3A+Das+Modellprojekt+%E2%80%9ESprich+dr%C3%BCber%21%E2%80%9C+will+junge+Menschen+im+Freistaat+vor+einer+Erkrankung+bewahren.
© Alexander Raths / Fotolia.com

Auf Initiative der Felix Burda Stiftung haben sich die bayerischen Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) zum Modellprojekt „Sprich drüber!“ zusammengeschlossen. Ziel des Projekts ist es, ein vorhandenes familiäres Darmkrebsrisiko bei Versicherten im Alter von 25 bis 49 Jahren möglichst so früh zu identifizieren, dass diese vor einer Darmkrebserkrankung bewahrt werden können....

Junge Krebspatienten: Ausbildung und Familie, aber auch Angst und Schmerzen
Junge+Krebspatienten%3A+Ausbildung+und+Familie%2C+aber+auch+Angst+und+Schmerzen
© pathdoc / Fotolia.com

„Ich hatte große Träume für mein Leben, jetzt denke ich oft viel, viel kurzfristiger“, sagt die 25-jährige Studentin Mia*, die vor anderthalb Jahren an Krebs erkrankte. Nach der Diagnose musste sie ihr Studium unterbrechen, ihre Familienplanung in Frage stellen und auch mit ihrem Freundeskreis einen neuen Umgang finden. Sie ist eine von rund 15.000 jungen Menschen, die jährlich im Alter von 18 bis 39 Jahren...

Deutsche Krebshilfe fördert kooperatives interdisziplinäres Netzwerk für onkologische Sport- und Bewegungstherapie in der Region Frankfurt/Rhein-Main
Deutsche+Krebshilfe+f%C3%B6rdert+kooperatives+interdisziplin%C3%A4res+Netzwerk+f%C3%BCr+onkologische+Sport-+und+Bewegungstherapie+in+der+Region+Frankfurt%2FRhein-Main
© oneinchpunch / Fotolia.com

Körperliche Bewegung und Sport haben vielfältige positive Wirkungen, wenn sie begleitend zu einer Krebstherapie eingesetzt werden. Therapiebedingte Nebenwirkungen, das bei nahezu allen Patienten beobachteten Müdigkeits-Syndrom (Fatigue), sowie subjektive Belastungen der Therapie und der Erkrankung werden durch regelmäßige körperliche Bewegung wesentlich erleichtert. Dennoch gibt es derzeit noch keine...

Seltene Krebsarten – Stiefkind der Krebsforschung?
Seltene+Krebsarten+%E2%80%93+Stiefkind+der+Krebsforschung%3F
© Darren Baker / Fotolia.com

Eine seltene Krebsart bringt nicht nur Patienten, sondern auch Ärzte an ihre Grenzen. Dabei sind seltene Krebsarten gar nicht so selten wie die Bezeichnung vermuten lässt. Rund 100.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an einer solchen Krebserkrankung. Im aktuellen Monatsthema stellt das ONKO-Internetportal die wichtigsten seltenen Krebsarten, die damit verbundenen Herausforderungen bei der Therapie sowie Initiativen...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

" Positive Ergebnisse zum Langzeitüberleben von durch 70-Gen Brustkrebstest vorausgewählten Patientinnen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.