Samstag, 28. November 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Vargatef
Vargatef
Medizin

18. Juli 2018 Phase-III-Studie PROSPER: Enzalutamid bei Männern mit nicht metastasiertem CRPC

Ergebnisse der Phase-III-Studie PROSPER, in der Enzalutamid plus Androgenentzugstherapie (ADT) im Vergleich zu Placebo plus ADT bei Patienten mit nicht metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (nmCRPC) bewertet wurde, sind im New England Journal of Medicine veröffentlicht worden. Der Artikel „Enzalutamide in Men with Nonmetastatic Castration- Resistant Prostate Cancer“ erschien in der Druckausgabe des Journal vom 28. Juni 2018 (1).
In der Studie reduzierte sich das Risiko der Metastasenbildung oder Sterblichkeit unter Enzalutamid plus ADT im Vergleich zu ADT allein signifikant: 23% der Patienten unter Enzalutamid plus ADT entwickelten Metastasen oder starben, gegenüber 49% unter Placebo plus ADT. Der primäre Endpunkt medianes metastasenfreies Überleben (MFS) betrug 36,6 Monate unter Enzalutamid im Vergleich zu 14,7 Monaten unter Placebo plus ADT (n=1.401; HR=0,29 [95% KI: [0,24-0,35], p< 0,001) (1).

Ergebnisse der PROSPER-Studie (1)

PROSPER ist eine doppelblinde, placebokontrollierte Phase-3-Studie, die an 300 Standorten in 32 Ländern durchgeführt wurde. 1.401 Patienten mit nicht metastasiertem CRPC und einer PSA-Verdopplungszeit von 10 Monaten oder kürzer waren eingeschlossen und erhielten 2:1 randomisiert einmal täglich Enzalutamid plus ADT (n=993) bzw. Placebo plus ADT (n=468).

Sekundäre Endpunkte umfassten eine statistisch signifikante Verzögerung der medianen Zeit bis zum ersten Einsatz einer neuen antineoplastischen Chemotherapie (TTA) von 39,6 gegenüber 17,7 Monaten; HR = 0,21 [95% KI: 0,170,26]; p < 0,001 bei Patienten unter Enzalutamid plus ADT im Vergleich zu Patienten unter Placebo plus ADT. Zum Zeitpunkt der ersten Zwischenanalyse des Gesamtüberlebens waren 103 Patienten (11%) in der Enzalutamid-Gruppe und 62 Patienten (13%) in der Placebo-Gruppe verstorben. Das mediane Gesamtüberleben wurde in keiner der beiden Gruppen erreicht. Eine Verschlechterung der Lebensqualität im Zusammenhang mit der Enzalutamid-Behandlung war nicht zu beobachten.

Die häufigsten unerwünschten Ereignisse aller Schweregrade (10 % der Patienten und mehr) bei Enzalutamid plus ADT versus Placebo plus ADT waren: Fatigue (33% vs. 14%), Hitzewallungen (13% vs. 8%), Übelkeit (11% vs. 9%), Bluthochdruck (12% vs. 5%), Schwindel (10% vs. 4%), Stürze (11% vs. 4%) und verringerter Appetit (10% vs. 4%). Die unerwünschten Ereignisse in dieser Studie stimmten mit dem etablierten Sicherheitsprofil von Enzalutamid überein.
 

Quelle: Astellas Pharma GmbH

Literatur:

(1) Torre L. et al. Global Cancer Incidence and Mortality Rates and Trends – an Update [Krebsinzidenz weltweit, Mortalitätsraten und -entwicklung: aktuelle Daten]. Cancer Epidemioly, Biomarkers & Prevention; 25 (1): S. 16-27, Januar 2016


Anzeige:
Tecentriq HCC
Tecentriq HCC
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Phase-III-Studie PROSPER: Enzalutamid bei Männern mit nicht metastasiertem CRPC"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab