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Medizin

04. September 2019 Phase-Ib-Studie GO30140: Vielversprechende Daten zu Atezolizumab + Bevacizumab beim HCC

In der Firstline-Therapie des nicht-resezierbaren hepatozellulären Karzinoms (HCC) erreicht Atezolizumab (Tecentriq®▼) in Kombination mit Bevacizumab (Avastin®) bei 36% der Patienten ein klinisch bedeutsames und dauerhaftes Ansprechen. Das ist das zentrale Ergebnis der Phase-Ib-Studie GO30140, die kürzlich auf dem Asia-Pacific Primary Liver Cancer Expert-Meeting (APPLE) in Sapporo, Japan, vorgestellt wurde (1). Die vielversprechende Kombination aus dem PD-L1-Inhibitor Atezolizumab und dem VEGF-Inhibitor Bevacizumab wird aktuell beim fortgeschrittenen HCC in der Phase-III-Studie IMbrave150 im direkten Vergleich zu Sorafenib breiter untersucht (2) – erste Ergebnisse dieser Studie werden voraussichtlich noch in diesem Jahr vorgestellt.
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In der Phase-Ib-Studie GO30140 wurden 104 Patienten mit einem zuvor unbehandelten, nicht-resezierbaren HCC alle 3 Wochen mit der Kombination aus Atezolizumab und Bevacizumab behandelt. Daten der Studie zeigen nun: Unter der Kombinationstherapie erreichten 36% der Patienten ein objektives Ansprechen. Bei 12% der Patienten wurde dabei sogar ein komplettes Ansprechen (CR) unabhängig bestätigt. Die Daten verweisen zudem darauf, dass die Patienten langfristig von der Behandlung mit Atezolizumab und Bevacizumab profitieren können: Nach einem medianen Follow-up von 12,4 Monaten war die mediane Ansprechdauer (DOR) noch nicht erreicht. Während das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) bei 7,3 Monaten lag, wurde der Median auch beim Gesamtüberleben (OS) zum Zeitpunkt der Analyse noch nicht überschritten. Die Daten bestätigen zudem die gute Verträglichkeit der Kombination aus Atezolizumab und Bevacizumab – es wurden keine neuen Sicherheitssignale beobachtet (1).

Synergistische Kombination wird in Phase III weiter untersucht

Rationale für die Kombination von Atezolizumab mit Bevacizumab ist es, ein immunogenes Umfeld im Tumor zu schaffen, um das Potential der Krebsimmuntherapie optimal auszuschöpfen. Während die Therapie mit Bevacizumab die VEGF-bedingte Immunsuppression inhibiert, unterstützt Atezolizumab die T-Zell-Aktivierung und stellt die Anti-Tumor-Immunität des Organismus wieder her. Beim nicht-resezierbaren HCC wird die Firstline-Kombination aus Atezolizumab und Bevacizumab aktuell im Rahmen der randomisierten Phase-III-Studie IMbrave150 im direkten Vergleich mit Sorafenib weiter untersucht (2).

▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Bitte melden Sie Nebenwirkungen an die Roche Pharma AG (grenzach.drug_safety@roche.com oder Fax +49 (0)7624 /14-3183) oder an das Paul-Ehrlich-Institut (www.pei.de oder Fax: +49 (0)6103 / 77-1234).

Quelle: Roche

Literatur:

(1) Lee MS et al. APPLE Meeting 2019, Sapporo, Japan, Oral presentation
(2) clinicaltrials.gov


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