Dienstag, 24. November 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Vargatef
Vargatef
Medizin

22. Juli 2020 Perioperative systemische Therapie für resektable kolorektale Peritonealmetastasen

CAIRO6 ist die erste randomisierte Studie zur Untersuchung einer perioperativen systemischen Therapie von kolorektalen Peritonealmetastasen. Eine Pilotphase, deren Ergebnisse beim ESMO-WCGI 2020 präsentiert wurden, zeigte, dass eine neoadjuvante Behandlung durchführbar, sicher und verträglich ist und bei Patienten mit isolierten resektablen kolorektalen Peritonealmetastasen ein Ansprechen des Tumors induzieren kann.
Anzeige:
Piqray
In der Pilotphase dieser offenen Parallelgruppenstudie an 9 niederländischen Tertiärzentren erhielten 80 Patienten mit isolierten resektablen kolorektalen Peritonealmetastasen 1:1 randomisiert entweder eine perioperative systemische Therapie und zytoreduktive Operation mit hyperthermaler intraperitonealer Chemotherapie (CRS-HIPEC) oder nur eine CRS-HIPEC. Die perioperative systemische Therapie umfasste entweder 4 dreiwöchentliche neoadjuvante und adjuvante Zyklen CAPOX (Capecitabin, Oxaliplatin), 6 zweiwöchentliche neoadjuvante und adjuvante Zyklen FOLFOX (5-Fluorouracil, Leucovorin, Oxaliplatin) oder 6 zweiwöchentliche neoadjuvante Zyklen FOLFIRI (5-Fluorouracil, Leucovorin, Irinotecan) und entweder 4 dreiwöchentliche bzw. 6 zweiwöchentliche adjuvante Zyklen Capecitabin bzw. 5-Fluorouracil/Leucovorin. Bevacizumab wurde zusätzlich zu den ersten 3 (CAPOX) bzw. 4 (FOLFOX/FOLFIRI) neoadjuvanten Zyklen gegeben.

In die Analyse gingen 79 Patienten ein, die zwischen Juni 2017 und Januar 2019 eingeschlossen wurden. Im experimentellen Arm (37 Patienten, die eine neoadjuvante Behandlung begannen) und im Kontrollarm (42 Patienten, die sich upfront einer OP unterzogen) war der Anteil an abgeschlossenen CRS-HIPEC vergleichbar (89% vs. 86%; p=0,74). Eine schwere postoperative Morbidität trat bei 22% der Patienten mit perioperativer systemischer Therapie + CRS-HIPEC ein und bei 33% der Patienten mit alleiniger CRS-HIPEC (p=0,25). Bei 13/37 (35%) Patienten wurde eine systemische therapiebedingte Toxizität von Grad 3-4 beobachtet. Es traten keine behandlungsbedingten Todesfälle auf. Die zentral bewertete objektive radiologische Ansprechrate auf die neoadjuvante Behandlung betrug 28%, die majore pathologische Ansprechrate 37%.

Übers. UM

Quelle: ESMO-WCGI 2020 virtual

Literatur:

Rovers K, Bakkers C, Nienhuijs S et al. Safety, feasibility, tolerability, and preliminary efficacy of perioperative systemic therapy for resectable colorectal peritoneal metastases: Pilot phase of a randomised trial (CAIRO6). ESMO-WCGI 2020, Abstract LBA-6.


Anzeige:
Zynteglos
Zynteglos

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Perioperative systemische Therapie für resektable kolorektale Peritonealmetastasen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab