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Medizin

03. April 2019 Ovarialkarzinom: Therapieoption für langfristige Tumorkontrolle mit Rucaparib

Rucaparib (Rubraca®) ist seit dem 01. März 2019 verschreibungspflichtig als Monotherapie für die Erhaltungstherapie von erwachsenen Patientinnen mit platinsensitiven, rezidivierten, hochgradigen epithelialen Ovarial-, Eileiter- oder primären Peritonealkarzinomen, die ein (vollständiges oder partielles) Ansprechen auf eine platinbasierte Chemotherapie aufzeigen, erhältlich. Das Präparat ist zudem als Monotherapie zur Behandlung BRCA-mutierter Patientinnen indiziert, sofern diese in 2 oder mehr vorhergehenden Therapielinien mit platinbasierter Chemotherapie behandelt wurden und keine weitere platinbasierte Chemotherapie tolerieren. Auf einem Symposium im Vorfeld der 10. International Charité Mayo Conference konnte das medizinische Fachpublikum die neugewonnenen Eindrücke praxisnah diskutieren.
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„In der gynäkologischen Onkologie besteht nach wie vor erhöhter Bedarf an geeigneten Behandlungsoptionen für Frauen mit rezidivierten Ovarialkarzinomen. Die Zulassung von Rucaparib bietet diesen Patientinnen eine zusätzliche Therapiemöglichkeit, um bei guter Lebensqualität eine langfristige Symptom- und Tumorkontrolle zu erzielen“, so Prof. Jalid Sehouli, Berlin.

Neben Vorträgen zu ersten Erfahrungen und Kasuistiken mit dem Präparat konnten die Teilnehmer im Rahmen des Symposiums in Intensiv-Workshops ihre Kenntnisse rund um die Behandlung mit PARP-Inhibitoren erweitern und vertiefen. Die Daten der PARP-Inhibitoren und der Anti-Angioneogenese in der Erhaltungstherapie sind ein Meilenstein; diese wurden in die S3-Leitlinien der AGO mit aufgenommen. „No maintenance is no option“, so Prof. Andreas du Bois, Essen, „wenn keine Kontraindikationen dagegensprechen.“

Erhaltungstherapie und Rezidivbehandlung

Die Europäische Kommission hat die Indikation von Rucaparib gegenüber der ersten europäischen Marktzulassung für die Behandlung von ausgewählten Patientinnen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs am 24. Januar 2019 erweitert. Rucaparib ist damit der einzige PARP-Inhibitor, der sowohl für eine Erhaltungstherapie als auch für eine Rezidivbehandlung von Ovarialkarzinomen in der EU zugelassen wurde. Die Zulassung basiert unter anderem auf den Daten aus der doppelt verblindeten klinischen Phase-III-Studie ARIEL3. In die Studie wurden 564 Patientinnen nach vollständigem oder partiellem Ansprechen auf eine platinbasierte Chemotherapie eingeschlossen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen ≥ Grad 3 zählt die Anämie und sie stellt auch gleichzeitig die einzige schwerwiegende Nebenwirkung dar, die bei > 2% der behandelten Patientinnen auftrat. Neben den aktuellen Zulassungen in den USA und Deutschland beabsichtigt Clovis Oncology 2019 und 2020 Rucaparib noch in weiteren europäischen Ländern einzuführen.

Quelle: Clovis Oncology


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