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Medizin
06. April 2021

Ovarialkarzinom mit BRCA-Mutation: Verbessertes Überleben unter Rucaparib im Vergleich zur Standard-Chemotherapie

Die Ergebnisse der randomisierten Phase-III-Studie ARIEL4 zu Rucaparib (Rubraca®) wurden auf der virtuellen Jahrestagung der Society of Gynecologic Oncology (SGO) vorgestellt. Die Daten zeigen, dass Rucaparib das Überleben von Patientinnen mit fortgeschrittenem, rezidiviertem Ovarialkarzinom mit BRCA-Mutation, die bereits 2 oder mehr Chemotherapien erhalten haben, im Vergleich zu einer Standard-Chemotherapie, einschließlich einer platinbasierten Chemotherapie, signifikant verbessert.
Bei der ARIEL4-Studie handelt es sich um eine multizentrische, randomisierte Phase-III-Studie, in der Rucaparib im Vergleich zu einer Chemotherapie bei vollständig platinsensiblen, teilweise platinsensiblen und platinresistenten Patientinnen mit rezidiviertem Ovarialkarzinom und einer BRCA-Mutation untersucht wird, die 2 oder mehr vorherige Chemotherapielinien erhalten haben. Der primäre Endpunkt der Studie ist das vom Prüfarzt beurteilte PFS, mit einer Step-Down-Analyse von der primären Wirksamkeitspopulation (falls signifikant) zur Intent-to-treat (ITT)-Population.
 

Verlängertes PFS

An der Studie nahmen 349 Frauen in Europa, Israel sowie Nord- und Südamerika teil. Die primäre Wirksamkeitspopulation (n=325) umfasste die Gruppe der Patienten mit einer BRCA-Mutation und schloss diejenigen mit einer BRCA-Reversionsmutation aus, die durch einen Bluttest bestimmt wurde. Der Rucaparib-Arm in dieser Population (n=220) erreichte statistische Signifikanz gegenüber dem Chemotherapie-Arm (n=105) für den primären Endpunkt PFS mit einer Hazard Ratio von 0,64 (p=0,001). Das mediane PFS der mit Rucaparib behandelten Patienten in der Wirksamkeitspopulation betrug 7,4 Monate gegenüber 5,7 Monaten bei den Patienten, die eine Chemotherapie erhielten.
Zusätzlich erreichte in der ITT-Population (n=349) der Rucaparib-Arm (n=233) statistische Signifikanz gegenüber dem Chemotherapie-Arm (n=116) für den primären Endpunkt PFS mit einer Hazard Ratio von 0,67 (p=0,002). Das mediane PFS der Patienten in der ITT-Population, die mit Rucaparib behandelt wurden, betrug 7,4 Monate gegenüber 5,7 Monaten bei den Patienten, die eine Chemotherapie erhielten.
 

Nebenwirkungsprofil

Die unerwünschten Ereignisse entsprachen den bekannten Sicherheitsprofilen von Rucaparib und Chemotherapie. Die häufigsten (>5%) behandlungsbedingten ≥Grad 3 unerwünschten Ereignisse (TEAEs) bei allen mit Rucaparib behandelten Patienten (n=232) in der ARIEL4-Studie waren Anämie/vermindertes Hämoglobin (22%), Neutropenie/verminderte absolute Neutrophilenzahl (10%), Asthenie/Müdigkeit (8%), Thrombozytopenie/verminderte Blutplättchen (8%) und erhöhte ALT/AST (8%).

In Deutschland ist Rucaparib als Monotherapie für die Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patientinnen mit platinsensitivem, rezidiviertem, high-grade epithelialem Ovarial-, Eileiter- oder primärem Peritonealkarzinom zugelassen, die nach platinbasierter Chemotherapie in Remission sind (vollständig oder partiell). Darüber hinaus kann der Wirkstoff als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patientinnen mit platinsensitivem, rezidiviertem oder progressivem, high-grade epithelialem Ovarial-, Eileiter- oder Peritonealkarzinom mit BRCA-Mutationen (Keimbahn und/oder somatisch) eingesetzt werden, die mit 2 oder mehr vorherigen platinbasierten Chemotherapielinien behandelt wurden und keine weitere platinhaltige Chemotherapie tolerieren.

Übers. SM

Quelle: Clovis Oncology


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