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Medizin
13. Juni 2017

Opioid-induzierte Obstipation: Rechtzeitiger Wechsel auf kausalen Therapieansatz ratsam

Wenn traditionelle Laxanzien in der Behandlung der Obstipation unter Schmerztherapie mit Opioiden versagen, wechseln weniger als ein Fünftel der Ärzte auf einen kausalen Wirkansatz. So lautet das Ergebnis einer Umfrage unter Ärzten, die im Rahmen des 22. Schmerz- und Palliativtags vom 23.-25. März 2017 in Frankfurt am Main stattfand. Die Umfrage verdeutlicht, dass die Opioid-induzierte Obstipation (opioid induced constipation, OIC) nach Versagen der Erstmaßnahmen auch in zweiter Linie mit Medikamenten behandelt wird, die zugrunde liegende Mechanismen der OIC nicht adressieren. Etwa 70% der Patienten mit OIC berichten über einen geringen oder keinen Nutzen von Laxanzien (1). Bei Patienten mit OIC, die nur unzureichend auf Laxanzien angesprochen haben, kann die Eskalation auf einen peripher wirkenden µ-Opioidrezeptor-Antagonisten (PAMORA) Abhilfe schaffen, wie Studien zum Einsatz von Naloxegol (Moventig®), einem PAMORA zur oralen Gabe, zeigten (2-4).

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